Podcast mit Sven Bernhardt von Comodule Nach der Elektrifizierung kommt die Digitalisierung

Ist dein Kühlschrank smarter als dein Bike? Das wäre nämlich eine der Thesen, die Host Sissi mit Sven Bernhardt, Chief Commercial Officer bei Comodule, im Nimms Rad-Podcast diskutiert. Das estnische Tech-Unternehmen entwickelt das Betriebssystem für das vernetzte E‑Bike – vom Dashboard bis zum Diebstahlschutz, von der Fahrzeugdiagnostik bis zur Fernwartung.
Titelbild

Commodule im Nimms Rad-Podcast

Comodule wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, Mikromobilitätsangebote mit dem Internet zu verbinden. Sprich über ein im Fahrzeug verbautes (und in Estland produziertes) IoT-Modul Daten zu senden und zu empfangen und damit die Steuerung diverser Features via App zu ermöglichen, genauso wie Tracking des Standorts, des Batteriestatus etc.

Im letzten Jahrzehnt haben die Esten schon einen guten Rollercoaster-Ride hinter sich. Mit Uber hatten sie schnell einen riesigen Player als Partner, dessen Flotte sie global ausrollen konnten. Aber auf die Gold Rush-Jahre unter den Mobilitätsdienstleistern folgte die Konsolidierung und die Fahrradindustrie bremst in der aktuell angespannten Lage jegliche Investitionen – auch die in Digitalisierung ihres Produkts.

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Ortung, Alarm, Blockade.

So geht es in dem Podcast, um die Frage, wie für Comodule das digitalisierte E‑Bike aussieht. Sven erklärt, wie es als vernetzter Datenknotenpunkt vom Antrieb bis zum Nabenschloss, vom GPS-Tracker bis zur Versicherung alles miteinander verknüpfen kann – und was das für uns Nutzer bedeutet.

Dass wir zum Beispiel bei einem Diebstahlversuch nicht nur per GPS-Ortung sehen, wohin das E‑Bike bewegt wird. Es kann zudem ein Bewegungsalarm auf unserem Smartphone landen, ein akustischer Alarm losgehen und sowohl die Raddrehung als auch der Antrieb blockiert werden. Das wiederum gefällt den Versicherern, die in dieser Kombination einen kostengünstigeren Tarif anbieten – der wiederum in der App verwaltet wird. Und natürlich haben wir auch unsere Fahr- und Fahrzeugdaten im Blick und könnten unsere Fahrprofile individualisieren.

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Differenzierung über Digitalisierung

Und für Hersteller? Die können Fahrzeugdaten nutzen, um ihre Produkte zu verbessern bzw. auf das Nutzerverhalten abzustimmen, sie können natürlich Updates aufspielen, aber auch auf Servicetermine hinweisen und den direkten Kanal zu uns Kunden nutzen – eine Community aufbauen, maßgeschneiderte Angebote anbieten, über Gamification incentivieren, Feedback einholen…

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Sissi und Sven sprechen über die Chancen für die Radindustrie und die Herausforderungen in der aktuellen Marktlage. Es geht um Konnektivität als Differenzierungsmerkmal, um das Handling einer fragmentierten Zuliefererlandschaft, um Datensicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen, die konstante Erweiterung des Ökosystems mit jungen Start-ups und die Frage, warum man sich als IoT-Anbieter eher unsichtbar im Hintergrund positioniert.

Noch nicht reingehört? Dann jetzt aber schnell!


Transkript:

Sissi (00:00.894)
Nimms Rad, der Podcast heute mit. Beruf

Sven Bernhardt (00:04.018)
Ländler!

Diplombetriebswirt und aktuell arbeite ich bei CoModule und bin verantwortlich für Marketing und den Vertrieb.

Sissi (00:15.096)
Heimatort?

Sven Bernhardt (00:16.897)
Ich bin geboren in Frankfurt, aber ansonsten habe ich mehr ein Nomadenleben geführt bisher. Ich habe lange in München und in Berlin gewohnt. Mittlerweile ist meine Wahlheimat Franken und ich wohne in der Region Nürnberg.

Sissi (00:30.238)
Mulgi Puder oder Kartoffelsalat.

Sven Bernhardt (00:33.955)
Gute Frage. Seit 10 Jahren bin ich regelmäßig in Estland mittlerweile. Ich freue mich jedes Mal noch auf das leckere Essen da drüben. würde sagen, die zwei Gerichte nehmen sich beide nicht viel. Stehen beide oben auf meiner Lieblingsliste.

Sissi (00:51.348)
Bike Sharing oder Selbstbesitzen

Sven Bernhardt (00:54.215)
Selbstverständlich war das.

Sissi (00:56.302)
Bayern oder BVB?

Sven Bernhardt (00:59.791)
Dortmund, ganz klar. Die wichtigere Phase im Leben in der Grundschulzeit habe ich in Dortmund verbracht. Da konnten die Bayern anschließend nichts mehr dran ausrichten.

Sissi (01:01.15)
Ja, kein Klubberaner auch. Okay, soweit ist noch nicht.

Sissi (01:14.019)
Okay. Tracking. Kein Problem oder erst mal AGBs lesen?

Sven Bernhardt (01:20.019)
Ich würde sagen, mich erinnert das daran, dass ich erstmal wieder mein Handy aufräumen sollte, weil ich da wahrscheinlich viel mehr offener Themen habe, als vielleicht mein Rad mitbringt, wenn da ein GPS-Tracker mit eingebaut wäre.

Sissi (01:32.738)
Sven, welches Rad hast du in der letzten Zeit gerne wohin genommen?

Sven Bernhardt (01:37.831)
Ganz viel ich fahre. bin quasi klassisch Berufspendler mit dem Fahrrad. Krieg die 5000 km nur mit von zu Hause und Arbeit zusammen. Und heute morgen bin ich ein riesiger Müller Longtail in die Arbeit gefahren, weil ich am Kindergarten vorbei gefahren bin.

Sissi (01:58.365)
Transportlösung.

Sven, wird heute glaube ich so bisschen komplex, also für mich auf jeden Fall technologiegetrieben wird es, denke ich sehr und deswegen mit einer ganz simplen Frage zum Einstieg, wer oder was ist Commodule?

Sven Bernhardt (02:17.703)
Wir sind klassisch würde ich sagen ein Tech-Startup 2014 gegründet, damals in Berlin von 5 Esten. Mittlerweile sind drei davon noch mit an Bord. Hauptsitz hat sich mittlerweile verlagert nach Tallinn zurück. Aber wir sind seitdem im Prinzip ein deutsch-eestisches Tech-Startup. Startup weiß ich nicht ob man das noch sagt nach 10 Jahren, ja junge Firma wie auch immer.

Sissi (02:46.612)
Wie viele Mitarbeiter seid ihr heute?

Sven Bernhardt (02:48.647)
Mittlerweile sind wir, ich würde mal sagen, die 50, haben auch schon alle viele unterschiedliche Phasen schon durch. Also wir waren schon mal über 300 zwischenzeitlich mit ein paar Zukäufen und so. Mittlerweile halt 50 und ja gesund geschrumpft fokussieren uns mit dem Team ausschließlich IoT für B2B-Lösungen.

Sissi (03:01.452)
wow.

Sissi (03:15.7)
Und wie viele waren es dann, als du dazugestoßen bist? Also dann auch gleich die Frage, wann bist du dazugestoßen? Du meintest, jetzt bist du schon seit zehn Jahren immer wieder in Estland.

Sven Bernhardt (03:25.831)
Ich war damals bei Brose in Berlin. war 2014 bis 2016, da habe ich die Gründe relativ früh kennengelernt und war dann für mich quasi auch ein bisschen Abenteuer, nach Brose solider deutscher Mittelstand zu einem ganz jungen Buda aus Estland zu gehen. Damals waren wir knapp zehn. Also ich war noch einer der ersten Mitarbeiter quasi. Erste Vertriebsmitarbeiter.

Sissi (03:48.395)
Ach krass.

Sissi (03:51.806)
Ja.

Sissi (03:55.818)
Und wie monetarisiert ihr euch? das vielleicht gibt es auch Unterschiede, da kann man dann vielleicht dann direkt nochmal drauf zu. Aber funktioniert eure Lösungsmodell, eure Angebote als Einmalzahlung? Ist es ein Abo-Modell oder sind das Bundles? Wie funktioniert das?

Sven Bernhardt (04:17.703)
Stück weit unterschiedlich. Unsere Hauptzielgruppen sind auf der einen Seite Hersteller von Fahrzeugen. Wir fokussieren grundsätzlich nicht nur auf E-Bikes, heutzutage schon hauptsächlich, aber im Prinzip sprechen wir über elektrische Kleinstkraftfahrzeuge. Wir machen auch noch viel Scooter oder drei Räder, vier Räder, im Prinzip alles was kleiner ist als ein Auto und elektrisch betrieben. Die Hersteller von den Fahrzeugen haben in der Regel ja immer noch dieses

Sell and forget Geschäftsmodell, die brauchen im Prinzip Kosten, die sie halt auf eine Stückliste schreiben und im Prinzip ist das Fahrzeug dann ab dem Verkauf amortisiert. Wohingegen unsere andere Zielgruppe, sind mit Treiber von Flocken viel mehr in Richtung

für die ganzen englischen Ausdrücke heute da kommen wahrscheinlich noch ein paar total cost of ownership also die im Prinzip die die die Kosten über die gesamte Lebensdauer von dem Fahrzeug berücksichtigen und die zweite Zielgruppe also die Betreiber die haben halt die können viel mehr umgehen mit Software Lizenzkosten mit wiederkehrenden Kosten weil sie aber auch wiederkehrende Gewinne halt generieren und das Geschäftsmodell von denen schon anders aussieht als vom klassischen Hersteller also

Sissi (05:41.994)
Da tauchen wir dann vielleicht noch genauer ein und dann kannst du es an Beispielen erklären. Dieses genauer Eintauchen brauchen wir, weil ich bin zwar technikaffin und ich mag auch so Gadgets, aber sie müssen bei mir halt sehr intuitiv funktionieren und sie müssen funktionieren und ich weiß nicht, wie sie funktionieren. Das dahinter, das verstehe ich nicht. Ich bin auch keine, die irgendwie Claude Vibe-Coden lassen würde oder nicht mal eine, die sich irgendwie mit ihrem Fahrwerk-Setup beschäftigen will.

Und deswegen hoffe ich eigentlich auch, dass ich nicht die einzige Person bin, die etwas Stütze braucht, wenn es darum geht, euer Geschäftsmodell oder euer Tun zu verstehen. Also so von der Hardware bis zur Software die generelle Frage, was ist denn IoT für urbane Mobilität?

Sven Bernhardt (06:34.503)
Ich versuche das ein bisschen herzuleiten über den Weg, wir damit gegangen sind und vielleicht kommen wir anschließend darauf, was unser Produkt ist. Also wir sind im Prinzip angetreten ganz am Anfang mit dem Pitch, wir teslaffizieren die E-Bike Welt. Wir bringen so smarte Technologie, das Bike,

in die Cloud bringt und dem Hersteller eine App, er sieht wie es Fahrzeugen da draußen geht und dass er auf die zugreifen kann, aller Tesla und auf der anderen Seite der Fahrer, der halt dazu eine App bekommt.

Damals waren wir, das war so 2016 oder so, der Zeit mit dem ganzen Thema ein Stück weit voraus. Da gab es schon innovative Firmen, jeden Fall schon. OneMove war da auch schon aktiv. Da gab es in Deutschland Firmen wie Kobock oder gibt es natürlich immer noch, aber die waren damals noch super progressiv in dem Digitalbereich.

Aber grundsätzlich so der Massenmarkt für den war das im Prinzip zu früh. Womit wir aber mit diesem Produkt oder mit dieser Lösung halt den ersten Volltreffer gelandet haben oder Product Fit, war im Prinzip dann die Free Floating Sharing Netze. Also im Prinzip, wo du Fahrzeuge in ganzen Stadt verteilt hast, nicht unbedingt stationsbasiert, auch teilweise, aber unser bester Fit waren im Prinzip diese.

Sissi (07:55.005)
okay.

Sven Bernhardt (08:05.159)
die Flotten, wirklich dezentral überall unterwegs waren und auf der anderen Seite aber gemanagt wurden von jemandem, der vielleicht ganz worden ist. Und da gab es ja einige von. Wir sind dann 2017, 2018 viel nach San Francisco gereist, mit diesen großen Firmen gesprochen, haben Uber als Kunden gewonnen, haben mit Uber über

über einige Jahre die komplette Kick-Scooter-Flotte vernetzt und da im Prinzip ist das Produkt gewesen oder ist das Produkt. Du hast den Scooter mit einer Telematik eingebaut, die kam von uns. Die haben diese Telematik angesteckt und dann verschickt weltweit und dann wurden die Scooter parametrisiert oder konfiguriert, alles aus Sankt Francisco aus für die verschiedenen Märkte.

Es gab ganz unterschiedliche Anforderungen in der Schweiz oder in Brasilien für das gleiche Die Schnittstelle für den Fahrer ist immer das gleiche, immer die Uber App. Und die Uber App hat quasi im Backend oder in der Cloud dann mit unserer Cloud kommuniziert. Du hast die App aufgemacht, hast gesucht, ist der nächste Scooter. Die Informationen kamen quasi schon von uns, aber als Kunde hast du den Scooter dir ausgesucht.

reserviert hingegangen, bezahlt und so weiter. Wir liefen quasi im Hintergrund.

Sissi (09:34.958)
Ja, das verstehe ich jetzt ist zum einen das Thema Tracking, also dass ihr GPS-Tracking anbietet oder integriert. Aber das ist ja nur ein ganz kleiner Bestandteil in dem Ganzen, oder? Und ich meine, dieses sich auf ein E-Bike setzen und vor Augen zu haben, wie viele Kilometer ich gefahren bin, was für eine Durchschnittsgeschwindigkeit. Ich einen Blick auf Batterie und so weiter. Das ist ja auch eigentlich etwas, das ist eine Selbstverständlichkeit.

Sven Bernhardt (09:44.654)
Ja.

Sven Bernhardt (09:47.943)
Das ist Prinzip ein…

Sissi (10:05.982)
So far so good. Aber was kommt da noch? ihr habt zum Beispiel oder fangen wir vielleicht mal mit der Hartware an, weil ich gesehen habe, dass ihr auch Hartware anbietet. Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Würde ich jetzt auch nicht so prinzipiell mit IoT in Verbindung bringen. Was für Hartware bietet ihr denn an? Was produziert ihr da? Was ist das für eine Einheit oder wie auch immer? Wie muss man sich das vorstellen? Und wo findet ihr Ihren Platz dann im Rad?

Sven Bernhardt (10:33.543)
Mhm.

Ja, das ist nicht einfach am Fahrrad. Genau, im Prinzip, das kurz fertig zu erzählen, da ich komme auf die Themen, wir haben mit Uber angefangen diese Telematik, also diese Elektronik selber zu fertigen in Estland. Wir haben eine eigene Fabrik aufgebaut und haben angefangen, weil der Markt es damals so nötig hat oder diese Flexibilität war notwendig in diesem Markt, der super dynamisch war.

Sissi (10:48.96)
Ja.

Sven Bernhardt (11:04.711)
Und die Hardware haben wir im Prinzip in Estland entwickelt. Der ganze Sharing-Markt ist dann aber mit Covid auch ein Stück weit zusammengebrochen. Dann kam der Fahrradmarkt aber wieder ordentlich die… Also da kam der Fahrradmarkt im Prinzip, kamen da die ersten großen Hersteller, die das Thema Connectivity in die Breite gebracht haben. Und wie wir… Das sind im Prinzip dann Beispiele wie…

Sissi (11:17.39)
Mhm.

Sven Bernhardt (11:32.819)
Für uns ist, einer unserer größten Kunden ist auf jeden Fall die Porn-Gruppe. Für die bauen wir auch im Prinzip ein ähnliches Produkt wie für Uber damals. Das ist im Prinzip die Hardware auch, die eingebaut wird in die Fahrzeuge. Und dann gibt es eine Schnittstelle zu, auf der einen Seite eine App für den Fahrer. Die haben unterschiedliche Marken. Also das kann auf der einen Seite eine App von Gazelle sein, kann eine von Urban Arrow sein,

von Kalkow sein und so weiter. alle zur PON-Rubber gehören. Und auf der anderen Seite hat PON auch die Möglichkeit zu sehen, wie es den Fahrzeugen da draußen geht über diese Schnittstelle.

Sissi (12:05.514)
die alle zur PON-Gruppe gehören.

Sissi (12:19.406)
wird es am Fahrrad verbaut?

Sven Bernhardt (12:21.991)
Wir haben eine unterschiedliche Formfaktor. Mittlerweile haben einem Produkt mehr oder weniger Maß geschneidet für E-Bikes mit Mittelmotor. Das nennen wir Bonny & Clyde. Da sitzt ein Teil der Elektronik, Hauptteil kann im Aluminienrahmen irgendwo versenkt werden, in der Regel im Sitzrohr. Dann gibt es ein kleineres Bauteil, das die ganzen Antennen umfasst und das sitzt in der Regel unter dem Motorcover.

Mittelmotorsystem. Aber das ist auf jeden Fall ein Riesenthema für das gesamte Thema Connectivity. Es aktuell immer noch ein Riesenproblem, dass es halt keine stigmatisierten Bauräume gibt. Selbst beim Auto ist es halt am Ende des Tages immer noch ein bisschen schwarze Magie, wie dann tatsächlich halt die Antennen funken.

Sissi (13:17.966)
Interessant.

Sven Bernhardt (13:21.196)
Rahmen für Rahmen austesten, wie die beste Platzierung im Bike ist.

Sissi (13:29.16)
Ja, das ist auch eine Herausforderung. Hat PON versucht, euch zu kaufen?

Sven Bernhardt (13:35.335)
Ne, nicht dass ich wüsste. Ich glaube die sind so glücklich wie wir aufgestellt sind. es ist eine gute Partnerschaft schon bald zehn Jahre.

Sissi (13:48.362)
Weil die sind ja auch schon durch die Bikeindustrie gelaufen die letzten Jahre und haben, so auf Shopping-Tour. Okay, also dann hat man eine Hardware mit Antennen, das habe ich jetzt schon so bisschen verstanden, die wird verbaut im Fahrzeug selbst und dann…

Sven Bernhardt (13:56.007)
Genau.

Sven Bernhardt (14:02.855)
Und ein Strom, das ist wichtig, wir brauchen Strom und wir brauchen Kommunikation. Also in der Regel hängen wir am CAN-BUS vom System. Der CAN-BUS ist das Protokoll, das die einzelnen Komponenten sprechen lässt. Also Batterie, Display, Motor, sprechen die CAN-BUS Sprache miteinander.

Da hängen wir dran, da können wir auf der einen Seite auslesen, aber in manchen Fällen auch quasi mitreden. Also zum Beispiel Konfigurationen verändern oder updaten oder ganze Filme updaten von gewissen Bauteilen. Und Strom bekommen wir eigene Batterie auch zu bestrohlen. Das ist dafür relevant, dass wenn du deine Batterie rausnimmst aus dem Bike, dass du trotzdem noch auf das Bike zugreifen kannst. Also dass du trotzdem noch sehen kannst wo es ist auf der einen Seite.

auch wenn die Hauptbatterie rausgenommen ist und auf der anderen Seite, ja du kannst halt das Licht blinken lassen, auch wenn die richtige Batterie raus ist oder du kannst zum Beispiel, wenn das Fahrrad abgesperrt ist, dir eine Benachrichtigung geben lassen, wenn es bewegt wird, unbefugt bewegt wird oder einen Alarm betätigen. Also unsere Hardware kann in der Regel nicht nur kommunizieren mit dem Antriebstrang, sondern wir sind auch in der Lage, Drittkomponenten anzusteuern.

zu bedienen also beispielsweise im schloss zu öffnen oder zu schließen oder ein licht anzusteuern oder eine hupe oder oder wir haben jetzt meistens ein kleines akustisches tools und kleiner lautsprecher mit dem man unterschiedliche gameboy sounds abspielen kann dass das fahrrad halt sich ein nettes geräusch macht wenn du es aufsperrst, zusperrst, warte weh rein.

Sissi (15:51.39)
Okay, nicht wenn es gestohlen

Sven Bernhardt (15:55.591)
Alarm. Den gibt es schon länger, aber jetzt gibt es dann noch unterschiedliche akustische.

Sissi (15:56.686)
Mhm.

Sven Bernhardt (16:02.823)
Und dann man, ja.

Sissi (16:03.758)
Spannend. Aber wenn ihr Trittkomponenten ansteuert, ist das dann jedes Mal in Zusammenarbeit mit den Herstellern? Weil das kommt ja jetzt nicht von euch. Das heißt, ihr entwickelt Individuallösungen mit einem Hersteller, der sagt, ich möchte, hier das Schloss über die App steuerbar ist. Ich möchte, dass das Licht über die App steuerbar ist und das individualisiert er dann mit dem Kunden jeweils.

Sven Bernhardt (16:32.871)
Genau, das ist jetzt so die klassische Herangehensweise, wie das gelaufen ist. In den letzten Jahren hat sich das bisschen gedreht, dass da unterhalb der Zulieferer schon eine gewisse Dynamik entstanden ist, sodass man im Prinzip den Herstellern, den OEMs, schlüsselfertige Lösungen dann übergibt.

Sissi (16:53.358)
Kannst du da mal ein Beispiel nennen? Also läuft das dann mit Schlössernsicherheit? Zum Beispiel kommen die dann auf euch zu und sagen, wir haben dieses Produkt, wir würden das gerne im Bundle gleich mit euch anbieten, dass das digitalisiert ist.

Sven Bernhardt (16:58.537)
Genau.

Sven Bernhardt (17:06.167)
Genau, also ich meine wir hören ja im Prinzip den, wir hören ja den Bedarf quasi von den Herstellern schon ungefiltert und sind dann natürlich auch auf der Suche, wie kriegen wir diese Lösung skalierbar, weil aktuell halt jeder, alle Budgets schon irgendwo ein Stück weit eingelimitiert sind und dann

geht es uns natürlich auch darum, es eine Lösung ist, die skalierbar ist und bleibt. Ein schönes Beispiel ist eine integrierte Alarmanlage, wo unser Modul, das Connectivity Modul, gleichzeitig mit einem Schloss funktioniert. Mit einem Alarm, mit einem Push.

Sissi (17:52.106)
Wo sitzt dann das Schloss? Was ist das für ein Schloss? Wie muss man sich das vorstellen?

Sven Bernhardt (17:54.631)
Wir arbeiten mit unterschiedlichen Herstellern, aber beispielsweise Toolog, ein Startup aus Regensburg, hat einen Namensschloss entwickelt.

Sissi (18:04.65)
Von denen habe ich jetzt schon mehrfach gehört. Alex Tusper ist auch ein großer Fan, glaube ich.

Sven Bernhardt (18:06.692)
Ja.

Alex, du bist ein Riesenfan. Lohnt sich auf jeden Fall aber auch den Ben mal einzuladen.

Sissi (18:14.698)
Okay.

Sissi (18:20.078)
Sorry, ich hab dich unterbrochen.

Sven Bernhardt (18:20.235)
Genau, und im Prinzip, dass wir halt gemeinsam mit Flaws und Versicherungen und gegebenenfalls einem Recovery-Dienst, vielleicht Leasing-Betreibern eine Lösung entwickeln, die sozusagen von allen Teilnehmern gewertschätzt wird. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll, aber im Prinzip, dass man

dass man eine Lösung baut, auf der einen Seite für den Endkunden halt einen riesen Mehrwert bringt und auf der anderen Seite beispielsweise von dem Versicherer auch eine günstigere Versicherungspolis mitbringt. Arbeiten wir beispielsweise mit Hapster zusammen aus Rostock, die dann

die dann unsere Integration von Toolog uns, dann haben wir noch einen Alarm mit dabei, dann kriegt der Kunde noch eine Push nach, wenn das Bike sich bewegt, dann sind wir in der Lage, teilweise den Motor alarm zu legen. sozusagen, du das Fahrrad abschließt, dass es nicht nur aus ist und wenn du kommst und ein Knopfpult geht es wieder an, sondern dass wir wirklich das komplette Antriebssystem absperren quasi und nur wieder auch durch dich aufgesperrt werden.

Und all die Themen nimmt die Versicherung mit in Betracht und bietet darauf dann günstige Konditionen an. So dass vielleicht auf den ersten Blick das Fahrrad eine teurere Anschaffungskosten hat, aber dann über zwei, drei Jahre günstiger kommt als wenn du dir zusätzlich ein Schloss kaufst und mit einem Schlüssel und noch eine Versicherung nachträglich zu deinem Fahrrad mit dazu kaufst.

Sissi (20:08.179)
Also seid ihr sozusagen fast so eine Schnittstelle oder ein Pool für dieses Ökosystem, das sich ja auch immer weiter ausdifferenziert in diesem Markt. Also der Bereich Versicherung ist ja irgendwie im digitalen Fahrradbereich jetzt auch noch nicht so lange präsent, dass man sagt, das wird auch digital integriert und du hast nicht nur irgendwo so auf dem Ladel, ich zahle hier in meiner Hausratsversicherung dafür, dass mein Fahrrad nicht aus dem Keller gestohlen wird, sondern

Das sind ja heutzutage auch ganz andere digitale, spezialisierte Angebote. Dann sagst du Schloss, GPS Tracking und so weiter macht Sinn in Verbindung mit Versicherungen, dass sie sagen, sind die, so kalkulieren wir jetzt schon mal ganz anders, weil Sicherheitskomponenten gegeben sind. Aber bleiben wir vielleicht mal beim GPS Tracking, weil das ist ein Punkt, glaube ich, was für euch schon auch wichtig ist im Sinne von E-Bikes.

teurere Sicherheit ein großes Thema, ein großer Kaufentscheidspunkt. Also wie sicher kann ich mein Fahrrad überhaupt abstellen? Lohnt sich das überhaupt? Wird das dann schnell gestohlen? Und da habe ich es, weil ich es nicht unbedingt in den Keller stellen kann. Vielleicht auch, es zu schwer ist, die ganze Zeit hin und her zu tragen. Habt ihr da Beispiele? Findet ihr tatsächlich mit eurem GPX Tracking, GPS Tracking immer wieder Räder?

Sven Bernhardt (21:36.231)
Auf jeden Fall. Also, tu ich mir jetzt schwer mit einer konkreten Rate, aber das ist ein Riesenthema. Also zwei Beispiele zu nennen. der einen Seite im Grunde von uns Christiania aus Kopenhagen. machen Cargo-Bikes, werden in erster Linie in der Stadt benutzt. Die wenigsten Leute haben in der Stadt Platz für so ein Cargo-Bike im Keller bzw. Schleppstätten. Das ist mit Sicherheit nicht ein dritter Stock.

Und sprich, stehen alle auf der Straße, auf dem Bürgersteig. Und werden halt total viel geklaut. Von daher geht es da Richtung Serien, Serien, Integrierter.

Connectivity-Lösungen. der einen Seite ist es Tracking, auf der anderen Seite ist es aber wirklich dann auch eine Tiefintegration, sodass der Motor nicht funktioniert, dann kannst du nicht mehr wegkrabbeln. Dann kriegst du eine Push-Nachricht, wenn es sich bewegt und es sich eigentlich nicht bewegen sollte. Also du kannst auch selber noch reagieren und gucken. Wir können Alarm zusätzlich aktivieren, sprich es macht auch noch unangenehme Geräusche und es ist der Wiederverkaufswert, nicht gegeben wird, wenn du ganze Systemprinzip anschließend nicht mehr nutzen kannst.

gebrickt also wie bei den telefonen auch das keiner glaubt man telefon spricht diese ganze diese ganze reihe ja features sage ich mal formen halt am schluss schon eine richtig schöne alarmanlage wie beim auto auch und ziel ist es auf jeden fall dass man es halt schafft das thema diebstahl

aus der Welt zu räumen für E-Bikes, dass sich einfach keiner mehr so ein Rad anfasst. Also, Christiania ist ein…

Sissi (23:22.03)
Ja, jetzt haben wir aber Autos, schon auch viele unterschiedliche Zulieferer, aber ich glaube jetzt nicht so wie in diesem Bereich. Also könnt ihr jeglichen Motor theoretisch lahmlegen oder sprecht ihr nur mit dem und dem Motorenhersteller oder habt ihr das so übergreifen, dass ihr sagt, wir können das beim Bosch machen, beim Shimano, gar kein Thema, bei Brose damals.

Sven Bernhardt (23:42.471)
Ja, also das ist natürlich jetzt in der Fahrradindustrie schon halt ein Thema, dass der Markt halt ziemlich fragmentiert ist, was auch die Zuliefererlandschaft angeht. Aber ich glaube, wir sind schon auf einem guten Weg gerade Richtung Cloud-Lösung, dass wir es halt schaffen dort Standards zu setzen. Also das im Prinzip wir den

den Antriebssystemhersteller sagen können, okay, das ist jetzt der klassische Prozess, wie beispielsweise ein Firmware-Update funktioniert. Oder das ist jetzt die klassische Art, wie der Motor immobilisiert wird. Das sind die Parameter dafür und diese Schnittstelle müsst ihr uns liefern, damit ihr das in einem klassischen Atem… Also es gibt mehr und mehr… Für mich dreht sich im Prinzip das Bild ein bisschen früher…

Sissi (24:28.823)
Okay.

Sven Bernhardt (24:34.843)
Also in der ersten großen Transformation im Markt war es im Prinzip das Antriebssystem, sozusagen der, der, der, die Markt, wie sagen wir, Gatekeeper für den Markt war im Prinzip und wenn wir heute mit innovativen Firmen sprechen, dann kommen die in erster Linie erst auf die IoT-Firma zu. Also wir kriegen ganz viele solche Anfragen, die halt erst sagen, hey, wir wollen die API, so wie sie haben.

Mit wem seid ihr denn kompatibel? Für die ist Prinzip erstmal deren Software wichtig, dass das funktioniert. dann die zweite Frage ist dann, welches Antriebssystem würde denn hier passen, mit wem kann ich denn wie viel machen?

Sissi (25:08.661)
Interessant.

Sissi (25:17.11)
Ach, spannend. Also gibt es da so progressive Hersteller, die tatsächlich Software first denken? schon. Krass. Okay. Ihr hebt die Hand. Ja, interessant, oder? Also da verschiebt sich ja dann offensichtlich was. Jetzt hast du gemeint Cloud-Anbieter. Dann tummelt sich das alles auf der Cloud. Das ist ja aktuell so das Thema schlechthin.

Sven Bernhardt (25:23.656)
Auf jeden Fall,

Sissi (25:45.268)
Wir haben Krieg in Europa, haben geopolitische Veränderungen ständig. Seht ihr da auch das Thema Datensicherheit? Kommt das dann auch schon vor bei euch? Wird das auch schon diskutiert? Und wird es vielleicht tatsächlich möglicherweise jetzt aus deiner subjektiven Meinung ein Thema werden bei chinesischen Anbietern möglicherweise?

Sven Bernhardt (26:08.847)
Ja, schwer zu sagen, mit chinesischen Herstellern, aber für uns ist das auf jeden Fall ein klarer, es ist kein USP wahrscheinlich, aber für uns ist das auf jeden Fall ein Argument für uns. Das Thema haben wir im Prinzip seit Tag eins, dass man also gerade in Deutschland ist im Prinzip die Datensicherheit eine der erstgestellten Fragen, die man hat und wenn man dann halt da denken kann, ja, wir…

sind zertifiziert nach ISO-Norm, Datensicherheit und anderen Themen und wir berücksichtigen europäisches Datenschutzrecht. Alle unsere Lösungen dann.

Also das ist im Prinzip ein Hygienefaktor für uns. Hier in Europa kommst du ohne das nicht mehr rum. Wo man jetzt schon einen Unterschied merkt, kulturell ist jetzt, sagen wir mal, zwischen Deutschland und Holland. Wo in Deutschland wirklich als erstes, wir sind ein Stück weit ängstlich in dem Umfeld so. Wenn man zum Beispiel mit Niederländern spricht, werden schon als erstes, da wird erstmal Richtung Möglichkeiten und Lösungen gedacht. Was könnte man denn damit erreichen, wenn man halt diese Daten zur Verfügung hätte?

ohne dass man jetzt gleich was böses im Schädelfürtel hat.

Sissi (27:23.306)
Ja, ihr habt auch Swapfeeds als Kunde. Bleiben wir vielleicht gerade mal bei den Niederländern. Wo landen denn dann die Daten, die gesammelt werden? Landen die bei euch? Landen die beim Kunden? Landen die bei beiden? Und das Spannende ist ja, was kann man mit diesen Daten alles machen, so wie du gemeint hast.

Sven Bernhardt (27:43.847)
Also wir sind kein Banten.

Sissi (27:51.168)
Horta?

Sven Bernhardt (27:52.647)
Nein, wir sind im Prinzip eine Datenpumpe. sind Prozessor, kein Controller von den Daten. Wir liefern die nur neutral anonymisiert, so wie wir sie zum Bike bekommen, liefern wir sie weiter. Und der Kunde kriegt die anonymisierten Daten von uns, also unser UE Hersteller oder Betreiber von der Flotte.

Und die, ja, wie beispielsweise bei Swapfeeds, halt, das wird da unterschiedlich genutzt. Ich kann jetzt nicht zu sehr Detail gehen, aber da können zum Beispiel halt relativ einfach sichergestellt werden. Es gibt halt unterschiedliche Tarife, ob jetzt die Fahrzeuge privat nutzt oder gewerblich. Da gibt es halt die gewerblichen Career in …

in den Großstädten, die E-Bikes aber von ganz anderen 24-7 nutzen, wo am Tag 150 Kilometer auf die Kiste draufgehen und jeder Boardstein mitgenommen wird. Dafür gibt es andere Konditionen. Wenn du deinen Bike 24-7 über jeden Boardstein jagst, dann kann es sein, dass du vielleicht eine Nachricht…

Sissi (29:03.822)
Ja, also ich sehe es immer so bisschen aus der Marketingbrille. Man kann die Daten natürlich auch für Marketingarbeit nutzen. Aber natürlich auch im Sinne von Flottenmanagement denke ich, oder? Super spannend und super wichtig.

Sven Bernhardt (29:16.723)
Absolut. Da passiert auch eine Menge. Aber natürlich haben die auch ein riesen Diebstahlproblem. Das war damals auch der Ausschreibung das Nummer 1 Kriterium, wie viele Räder dort über die, also wie gut kannst du die Räder wieder beschaffen und sie dabei helfen. Da haben wir auch eine Menge mittlerweile gemacht.

Sissi (29:27.438)
Mhm.

Sven Bernhardt (29:45.223)
mit eigenen Tools für die DOSHA.

Sissi (29:46.766)
Aber haben die dann, also wenn ich die App nutze als E-Bike-Fahrende, habe ich da eine App von Commodule, habe ich eine App vom Hersteller, bietet ihr keine Ahnung so White Paper Lösungen an für die Kunden oder wie läuft das?

Sven Bernhardt (30:03.335)
Ja. Also im Prinzip ist es sozusagen die Einstiegsdroge von uns, es eine White Label Lösung und im Idealfall wechselt irgendwann als Marke raus und willst deine eigene. Also ich glaube auch nicht dran, dass das mit einer White Label App du mittelfristig haltest. Da kannst du richtig viele schöne Sachen machen mit. Also mit unserer App kannst du navigieren, hast den digitalen Pass.

von deinem Bike, siehst deine komplette Historie mit Trip Detection, ohne dass du was einstellen musst, kannst dein Bike sharen mit deiner Familie oder wie auch immer, kannst ganz viele Sachen machen. Aber trotzdem glaube ich, dass sich eine große Marke am Ende des Tages halt

Diese digitale Schnittstelle ist zu wichtig, als dass du es als Marke nicht selbst in der Hand hast, was da drin passiert. wenn es so ein großer Teil deiner Marke werden, meiner Meinung nach, dass das mit einer White Label Lösung wahrscheinlich nicht ausreicht und du dich halt nicht differenzieren kannst.

Sissi (31:09.578)
Ja, für mich als Nutzen ist es natürlich wichtig in erster Linie, dass ich nicht fünf Apps auf meinem Handy habe und der lauter Einzelteile irgendwie zusammengeführt werden müssen, dann auch noch in meinem Kopf und nicht in der App selbst. Aber damit habt ihr dann kein Problem, dass ihr sagt, wir wollen gar nicht so als Commodule unbedingt als App auftauchen und damit ja irgendwie auch eine Art von Kundenbindung haben, also draußen bei den Kunden auftauchen, sondern für euch ist es fein, wenn die Marke

Sven Bernhardt (31:22.023)
Ja.

Sissi (31:37.78)
mit euer integriertes Produkt bzw. euch als Produktentwickler in der App hat und selbst für die Kunden als Nummer eins auf der App erscheint, auf dem Handy erscheint.

Sven Bernhardt (31:49.955)
Also in der Rolle fühlen wir uns am wohlsten. Wir sind auf dem Weg dahin, so einer Ingredient Brand zu werden, die mit erwähnt wird, weil es in der Fahrradindustrie einfach wichtig ist und weil viele Hersteller uns auch sagen, hey, wollt ihr nicht eure Marke mit drauf schreiben? Ist sogar im Handel mittlerweile ein Mehrwert und vielleicht wird auch hier schon irgendwie sich positionierter, wie auch immer.

daher wir gehen ein Stück weit in diese Richtung, aber grundsätzlich waren wir im Prinzip zumindest immer der romantischen Auffassung mit der romantischen Auffassung unterwegs, dass wir sozusagen im Hintergrund sind und die Marke schön im Vordergrund, aber man muss halt leider auch feststellen, die letzten zwei Jahre waren halt im Bikebereich schwierig und viele Hersteller haben halt einfach

nicht so gepusht, wir das… Also im Prinzip, wir konnten jetzt nicht dasitzen und warten, bis wir diese Anforderungen, die du am Anfang auch beschrieben hast, auf die können wir nicht warten. Also wir müssen auch ein Stück weit in Vorleistung gehen oder wollen,

Sonst lohnen sich die Aufwände nicht auf der einen Seite und es wird nicht skalierbar. Es geht ein Stück weit mehr in die Richtung, gerade für den etablierten Fahrradmarkt, dass wir Prinzip Lösungen vorfertigen. Diese ganze App-Integration findet bei uns statt. Die fünf Apps wollen wir auch nicht am Bike. Wir kümmern uns darum, dass du beispielsweise deine Enviolo-Schaltung über unsere App einstellen kannst,

wie auch immer, deinen Schloss oder deine Lichter über die App warten und ansteuern kannst. Und du musst im Prinzip nicht sieben Apps auf dem Handy haben für Einfache.

Sissi (33:44.942)
Ja, aber dann fass doch mal zusammen, auch wenn es für dich selbstverständlich ist, was für Vorteile ich als Nutzerin habe. Also wenn ich E-Bike-Fahrende bin und ich weiß, hier mein Hersteller hat mit Commodule zusammengearbeitet und er hat es maximal ausgenutzt und das ganze Fahrrad bietet maximal Nutzen und ich habe eine Versicherung abgeschlossen. Was könnte sich alles in dieser App wiederfinden? Auf was kann ich zurückgreifen? Was sind da meine Vorteile?

Sven Bernhardt (34:15.675)
Ja, zum ersten Mal hast du quasi halt deinen digitalen Compagnon von deinem Bike in der Hosentasche. Du siehst immer wie es deinem Fahrrad geht, wo sich dein Bike befindet. Du hast eine schöne Übersicht über jedenfalls den Wiederverkaufswert, weil die ganzen Daten halt einfach, du hast eine schöne Historie von deinem Bike. Dann kannst du im Prinzip wie beim Auto auch mit dem Fahrzeug halt interagieren, kannst es mal hupen lassen, wenn du auf der Suche bist von dem Rad.

und kriegst vielleicht zusätzlich noch paar nette Push-Nachrichten über die Zeit hinaus. Nicht nur wenn es bewegt, aber vielleicht kommt auch mal eine Nachricht, hey, es ist die richtig coole Woche, bis fünfmal durcheinander gefahren, durch den Regen und die ganze Woche durchgefahren. im Prinzip, das Bike fängt halt dadurch an, der einen Seite online zu sein, auf der anderen Seite halt auch mit dir zu kommunizieren und halt…

Sissi (34:52.942)
Beispiel.

Sven Bernhardt (35:14.023)
schlau zu kommunizieren. Also für mich ist es immer noch tragisch, dass ich von Uber-Apps oder Flixbus-Apps emotionalere Nachrichten bekomme auf mein Handy als von meinem eigenen Fahrrad, mit dem ich wirklich eine schöne emotionale Beziehung habe. Und das fällt mir total schwer, dass das noch nicht genutzt wird von den Brands, dass eigentlich da so ein Schatz noch draußen liegt und ich glaube, die könnten…

Die Kunden halt so viel mehr binden an die Marke, sodass du im Prinzip auch unbedingt das nächste Bike wieder ein Riese und Müller sein musst, weil du alleine halt diese Nachrichten nicht missen möchtest und die dich vielleicht kennen schon mittlerweile.

Sissi (35:56.81)
Also du hast heute morgen von Riese und Müller keinen Lob bekommen, weil du bei minus zwei Grad Lücke fahren bist.

Sven Bernhardt (35:59.239)
Das ist es.

Sissi (36:05.558)
Aber was macht zum Beispiel Riese und Müller? Also nur das mal zu verstehen. Ich glaube, für dich ist das alles selbstverständlich. Ich sehe da noch so vor mir diese klassischen Sie fahren gerade 12 kmh, Sie sind heute 5,7 Kilometer gefahren. So und so viel Batterie ist noch vorhanden. Aber bei euch ist ja wie gesagt, man bekommt wahrscheinlich auch so Nachrichten wie Service wäre mal wieder fällig. Erkennt es denn auch?

Wenn irgendwo was sein sollte, gerade beim E-Bike, dieser ganzen Technologie, erkennt, kann es da auch erkennen, wo es hakt, wenn es mal hakt, gleich loslegen und sagen, jetzt kommt der ADAC-Pannen-Service in zwei Minuten. Du nix.

Sven Bernhardt (36:41.281)
Also so ein Frühwarnsystem.

Sven Bernhardt (36:47.515)
Auf jeden Fall. das ist im Prinzip genau das Thema, das Riese und Müller halt auch macht. Du hast halt da die Möglichkeit, zusätzliche Mobilitätsdienstleistungen halt mit abzuschließen. Also dein Bike ist nicht nur normal versichert gegen Diebstahl, sondern auch wegen, weiß nicht, hast da unterschiedliche Optionen. natürlich halt Vandalismus, aber bis hin zu einer Mobilitätsdienstleistung, die du dort vergünstigt.

abschließen kannst und ja, ich glaube es funktioniert schon super super gut im Sinne von

Sven Bernhardt (37:29.147)
Ich versuchte es nicht zu komplex zu dadurch, dass die Fahrräder online gehen, digitalisieren sich, musst du dich als Firma auch digitalisieren. Du musst anfangen, dass dein Vertrieb, dein Produktmanagement, deine Entwicklungsabteilung, dass die alle Bock haben, dich deinen Online-Produkten auch online zu beschäftigen.

Und sprich, du hast auf einmal halt ein Softwareteam und du hast in jeder Abteilung Softwareleute. bei Riese Müller ist sozusagen die digitale Transformation halt super weit fortgeschritten, nicht nur rund das Bike, sondern halt auch was die Firma angeht. Und da werden beispielsweise halt jetzt schon Daten aufbereitet für ihre Handelspartner, damit die Handelspartner halt auch davon profitieren.

wie du wie sie teilhaben können an dem dem dem Datenschatz und dann beispielsweise halt sehen können. rund meinen Laden sind das die Hotspots hier. Hier fahren die meisten Ries und Müller Bikes und ja, vielleicht eine Push-Nachricht rausschicken an die an die Fahrer, die dort unterwegs sind, wenn du wenn du eine Kampagne hast.

Sissi (38:53.78)
Wenn du Hunger hast, wir haben jetzt auch einen Hotdog Laden aufgemacht hier die Ecke, da kriegst du Prozente. Ich meine grundsätzlich, scheinst ja mehr, Gamification hat immer so einen negativen Unterton, aber sowas doch auch zu wünschen, eine emotionale Bindung aufzustellen. Ich hatte die Diskussion in den letzten Monaten oder Jahren eigentlich immer wieder. Die Frage, braucht es denn jetzt eigentlich noch, dass auch sogar mein Fahrrad, dieses wunderschöne analoge Produkt auch noch digitalisiert wird?

Sven Bernhardt (38:58.855)
Ja, ich auch.

Sven Bernhardt (39:23.431)
Ja.

Sissi (39:24.084)
Und ich sehe das eigentlich gar nicht als entweder oder oder sich kannibalisieren, sondern wie du sagst, so eine Beziehung aufzubauen. hat das Smartphone immer bei sich. Es ist in der Hosentasche, es ist in deiner Hand, es ist vor deinen Augen. Und dort eine App zu haben, die dein Fahrrad, das irgendwo draußen steht, dass du jetzt vielleicht nicht direkt vor Augen hast, wenn du es nicht in deinem Zimmer hängen hast. Dann

Dann schafft es noch mal, glaube ich, eine zusätzliche Verbindung. Und du weißt, wie es ihm geht, du weißt, wo es steht, du weißt dann, wie der Service fällig ist. Vielleicht kann man direkt dann aus der App heraus Termine bei seinem, keine Ahnung, der Werkstatt seines Vertrauens ausmachen und so was. Und das ist tatsächlich alles möglich in einer App. Und ihr seid verantwortlich für all diese APIs, Schnittstellen, könnt das alles bauen. Das kommt dann alles aus einer Hand.

Sven Bernhardt (40:07.431)
Ganz genau,

Genau.

Sven Bernhardt (40:19.309)
Also ich sag mal so, wir das jetzt machen, das ist nochmal die nächste Frage, aber grundsätzlich diese ganzen Lösungen, dass du dein Fahrrad vielleicht irgendwann mal nur beim Händler auf den Hof stellst und das absperrst und ihm deinen Schlüssel teilst, diese ganzen Lösungen, das wird alles digital stattfinden. Und im Prinzip, wir liefern im Prinzip nur die Cloud-Plattform dafür.

Sissi (40:19.56)
Oder Teile wieder.

Sven Bernhardt (40:42.349)
und die Schnittstelle. Wer am Schluss dann die App baut, damit der Händler auf das Bike oder wie auch immer du den Schlüssel teilst, kann auch per E-Mail funktionieren, aber grundsätzlich…

Sissi (40:56.04)
Ja, aber ihr seid ja nicht nur Cloud-Anbieter, dann werdet ihr ja Amazon oder AWS oder Google, sondern ihr seid ja, ihr produziert sogar eure eigene Hardware. ihr seid ja schon viel, mehr.

Sven Bernhardt (41:08.271)
Wir stecken ganz tief in diesen Firmware-Sums in dem Fahrrad drin. Das ist im Prinzip unser tägliches Boot, dass wir diese ganze Vielfalt, die es im Fahrradmarkt gibt, integrieren auf Firmware-Ebene im embedded Software und dann die Daten zugänglich machen in einer schlüsselfertigen

Sissi (41:11.007)
Ja.

Sven Bernhardt (41:30.907)
API Lösung. in einer API und im Prinzip ist es auch wurscht, ob du jetzt ein Shimano, Yamaha oder Bafang System in deinem Bike hast. Du kriegst als Hersteller immer dieselbe API, sprich mit demselben Command kriegst du dieselbe Information aus dem Bike.

Sissi (41:47.118)
Ja, also da ist es dann ein offenes System. muss nur, wahrscheinlich bist du völlig verzweifelt, weil du denkst, was, stellt die immer nur für dumme Fragen, die sind so. Auf der anderen Seite kann es ja auch sein, dass Fahrradmarken oder Hersteller durchaus auch diese Fragen haben, weil sie noch nicht so affin sind für dieses Thema. Wieso generell das Bewusstsein bei den Herstellern? Wird das besser? Ist es in den letzten Jahren besser geworden?

Sven Bernhardt (42:12.779)
Auf jeden Fall. Also es ist auf jeden Fall besser geworden und wir hatten also mit Covid auf jeden Fall gab es eine Zeit wo es wirklich durch die Decke gegangen ist. was die… Also da wurden einfach Connected Bikes halt war schon…

super stark am wachsen. Wir sehen aber jetzt auch, halt einfach die letzten zwei Jahre bei den meisten oder bei vielen herrschen halt einfach extrem ja wie gesagt Budgets wurden gekürzt, Team wurde gekürzt, also viele Produktmanagers sind dann zwischenzeitlich irgendwie im Sales gelandet oder haben mittlerweile nicht nur einen Job sondern zwei oder drei parallel und da war halt das Thema digitales bei vielen halt kein Brot- und Buttergeschäft aber sozusagen überlebenskalt.

Kampf war halt Brot und Butter maßgeblich und da wurde halt hauptsächlich darauf geachtet, einfach, dass man, ja.

Sissi (43:11.074)
Aber ist Digitalisierung nicht heutzutage irgendwie so was wie der Weizen, wenn man bei Brot und Butter bleibt? Also so ein Ingredient, den man eben braucht, ein Must-have, das gefordert wird vielleicht auch vom Markt. Und wenn da nebendran der Mitbewerber steht und er bietet diese Lösung noch mit an und der Verkäufer ist gut und kann beides präsentieren und sagt, hier bekommst du aber das mit und denke langfristig und wie digital bist du und

Da kommen wir jetzt auch hin, dass wir nicht nur die Babyboomer haben und Gen X, sondern vielleicht auch eine neue Generation, die total technikaffin sind und das alles einfordern und das von anderen Produkten kennen. Also du hast zu mir im Vorgespräch sowas gesagt, Sissi, nach der Elektrifizierung kommt nun die Digitalisierung. Das macht ja auch total Sinn. Aber wo hackt es dann von

Herr Stellerseite, was sind da die großen Herausforderungen auf dem Markt? Du meintest schon finanzieller Natur, aber was sind deine Verkaufsargumente, dass du das durchbrichst?

Sven Bernhardt (44:20.491)
Also ich glaube man muss sich nur andere Zweige anschauen, wenn man sich die Autos anschaut, da ist auch Motor und Batterie absoluter Hygienefaktor. Da spricht keiner mehr über die PS, sondern es geht halt mehr und mehr über die digitale

User Experience, du in dem Auto hast oder wie der Innenraum inszeniert ist. digitale Schnittstelle zum Fahrzeug ist viel wichtiger als die, vielleicht die Größe der Batterie schon noch, aber jetzt halt der Motor wird einfach als Hygienefaktor.

Angesehen und im fahrradbereich ja hatten wir die erste große transformation mit der elektrifizierung oder vielleicht besser sogar Motorifizierung ist das ein Wort? Weiß ich nicht, aber halt im Prinzip dass das das Motor Dazu kam motoren elektrifizierung ist glaube ich noch nicht ganz durch das läuft ja immer noch weiter wenn jetzt die

Bio-Bikes quasi elektrifiziert werden und auch mit einem anständigen Batteriespeicher ausgestattet werden, ist mit Sicherheit auch noch riesen spannendes Feld. jetzt erstmal bei den zwei großen Trends zu bleiben, also erstens die Elektrifizierung und das nächste ist jetzt, die große neue Transformation ist halt die Digitalisierung und was die Hersteller oder das viele mit der Elektrifizierung hattest du im Prinzip das erste Mal, dass eine Schere aufgegangen ist von Herstellern, auf der einen Seite gesagt haben, okay, e-Bikes kommen.

Wir wollen diejenigen sein, die trotzdem weiterhin Hersteller von diesem Fahrzeug sind. Wir wollen in der Lage sein, komplette System zu verstehen und wie ein Autohersteller eben auch in der Lage sein, ganze Bike selber aufzubauen. Also gutes Beispiel hierfür, Specialized, den Antriebsstrang auch.

Sven Bernhardt (46:25.971)
komplett inhouse entwickelt haben. Und auf der anderen Seite gab es natürlich auch die Hersteller, die halt klassisch Fahrradproduzenten waren und dann aber sozusagen halt nicht weiter gemacht haben, Weg weiterentwickelt, sondern sich mehr oder weniger von ihrem Zulieferer quasi eine Blackbox gekauft haben, mit der sie im Handumdrehen auf einmal nicht mehr Fahrräder, sondern E-Bikes

gebaut haben und verkauft haben und wenn dann zusätzlich der Zulieferer sich noch den ganzen Service kümmert und die Roadmap und am Ende des Tages sogar noch ums Marketing zu dem Thema, dann wurden halt viele Hersteller relativ klein gehalten oder halt mehr oder weniger die Rolle ist halt nicht mehr so groß wie vorher.

Sissi (47:23.018)
Das sind dann Abhängigkeit dann auch,

Sven Bernhardt (47:25.095)
Abhängigkeit. Genau und im Prinzip haben sie nicht mehr die Kontrolle über ihr Produkt. Dieses Thema wurde ja auch dann halt immer teurer, wenn du dieses komplette System dann so gekauft hast. Ja und da ist im Prinzip eine große Schere aufgegangen zwischen Herstellern, würde ich sagen. Und wir stehen halt jetzt im Digitalbereich im Prinzip vor genau der gleichen Frage. Also hast du als Hersteller die Möglichkeit eine eigene

Digital Strategie zu überlegen und es muss auch nicht der ganze Blumenstrauß sein, sondern eine klare Vision, wo du hin willst, wie du vielleicht mit deinen Kunden kommunizieren möchtest, was für Features du an deinem Bike haben möchtest, die vielleicht unabhängig vom Motor stattfinden. Schaffst du es als Hersteller halt dir diese Strategie zu überlegen oder

Nutzt du im Prinzip halt wieder die Lösung von deinem Hersteller, von deinem Zulieferer, musst dann aber halt damit rechnen, dass du im Prinzip, glaub ich, im Vergleich zu der ersten Transformation noch krasser abgehängt wirst. Weil du dann halt, Prinzip, bist du ja nur noch Kleiderbügel im Sinne von, du lieferst halt, du bist halt das Vehikel.

Und dein Kunde, der Fahrer, der E-Bike-Fahrer, kommuniziert, der lädt sich die App von deinem Zulieferer runter und macht sich den Account bei deinem Zulieferer und wird auch die Premiumdienste von deinem Zulieferer nutzen und nicht die von dir. Also im Prinzip als Marke, vielleicht hast du die Möglichkeit noch irgendwie white labelled irgendwo aufzutauchen, aber so wirklich involviert ist man halt einfach nicht in die neuen.

Geschäftsumwanderung.

Sissi (49:18.606)
Und das ist so die Herausforderung, dass diese Erkenntnis auch auf dem Markt durchdringen muss, oder?

Sven Bernhardt (49:24.639)
Genau, also ich glaube die Erkenntnis ist da und ich glaube viele Hersteller wissen in was für einer krassen Abhängigkeit sie sich teilweise befinden. Aber natürlich ist es trotzdem jetzt halt die Frage, wer ist mutig genug sich trotzdem jetzt halt dem Thema anzunehmen und zu investieren. du musst ja trotzdem erstmal dir einen Plan machen, du damit umgehst.

Sissi (49:31.822)
Mhm.

Sissi (49:49.87)
Die chinesischen Anbieter machen es wahrscheinlich. Also, bzw. kommt wahrscheinlich aus China alles aus einer Hand.

Sven Bernhardt (49:56.903)
Ganz genau, da ist es auf jeden Fall ein integrierter Bestandteil, da kommt jedes Bike auf jeden Fall wenigstens mal mit einer App. Ob das jetzt eine Bluetooth- Cellular-Verbindung hat, ist nochmal ein anderes Thema, aber grundsätzlich sind die Räder alle vernetzt und haben eine Schnittstelle und eine App. die warten halt nicht, und jetzt ist glaube ich halt wirklich, ja, äh…

Sissi (50:12.238)
Mhm.

Sven Bernhardt (50:22.061)
Spannende Zeit, wer von den großen Herstellern ist dabei und ist in der Lage sich Gedanken zu machen. Also da ist halt Riesenmüller wirklich ein richtig tolles Beispiel, weil die sich halt auf den Weg gemacht haben und auch wie gesagt, ist nicht nur ein Thema, dass du halt deine Produkte digitalisierst, sondern halt im Prinzip ist es eine Transformation, die auch halt in ganzen Firma passieren muss.

Sissi (50:47.862)
Ja, crazy. Also ich glaube, ich habe es jetzt gut durchdrungen, was ihr macht, was ihr alles anbietet. Also alles ist jetzt sicherlich nicht aufgepoppt. Aber, und es kommt sicherlich auch noch einiges, vielleicht können wir da nochmal sprechen zum Abschluss, wenn wir in die Zukunft blicken. Vorher würde ich gerne noch mit dir ein paar Thesen durchgehen, die du mir durchgeschickt hattest. 95 an der Zahl. Nein.

Sven Bernhardt (51:14.663)
Nein.

Sissi (51:15.598)
Hier geht es nicht die Reformation der Kirche. Du bist nicht Luther. Sven hat sich mit sieben Thesen oder so zufrieden gegeben, aber nur ein paar Sätze, weil ich fand die ganz spannend und es ja klare Statements, klare Aussagen. Und ich möchte gerne zu jedem so einen erklärenden Satz, was du damit meinst. Erstens kam, dein Kühlschrank ist smarter als dein Bike. E-Bike-Sicherheit steckt noch immer in den 90ern fest.

Sven Bernhardt (51:44.423)
Ja, glaube es ist einfach nicht wirklich vorstellbar, dass man halt ein mobiles Produkt, das 5000 Euro kostet, mit einer Metallschnur an…

Sissi (52:04.618)
den dahergelaufenen Posten heftet.

Sven Bernhardt (52:06.643)
Genau, den Mobilen dran hängt und hofft, dass nichts passiert. Wohingegen du permanent siehst, was zu Hause in deinem Kühlschrank gerade los ist.

Sissi (52:18.874)
Ja, ich noch nicht. Die Fragmentierung der Branche hält unser Wachstum im Radsektor zurück.

Sven Bernhardt (52:25.991)
der kam auch von uns. ist natürlich auch, ist auf jeden Fall halt ein Thema. Ich fürchte, es wird weiter, die Konsolidierung wird weitergehen. Vor allen Dingen auch jetzt unter den Zulieferern. Ich glaube, da ist einfach die, die aktuell noch der Markt viel zu, ja, viel zu.

Sissi (52:28.513)
Kann ich auch skippen, aber…

Sven Bernhardt (52:51.195)
breit aufgestellt leider. Viele Firmen werden das so wahrscheinlich mit der Kostensstruktur nicht hinbekommen, die Nachfrage nicht da ist.

Sissi (53:00.712)
Smarte Räder sind der Motor für die Akzeptanz von E-Bikes in der Masse.

Sven Bernhardt (53:08.007)
Ja.

Sissi (53:11.156)
Also Luther hat seine Thesen

Sven Bernhardt (53:14.919)
Ja, sehe ich auf jeden Fall so. Du hattest über die Generationen gesprochen. Ich glaube auch, der einen Seite neue Challenger, in den Markt reinkommen aus Fernosti, die sind durchdigitalisiert. wirst du kein Rad ohne App finden. Auf der anderen Seite die Generation, die nachkommt, die hat vielleicht auch einen ganz anderen Umgang mit.

mit ihrem Telefon und Apps als wir das gelernt haben. da ist es auch Hygiene-Faktor, dass du siehst, was dein Bike macht.

Sissi (53:54.158)
sind für alle Unternehmen im digitalen Zeitalter entscheidend.

Sven Bernhardt (54:00.263)
Daten und der anderen Seite die digitale Strategie. Schön war für uns zu sehen, was beispielsweise passiert, wenn wir unser Produkt in Hände von Softwarefirmen legen. Uber beispielsweise, die haben Millionenfach Firmware Updates auf diese Fahrzeuge gespielt.

Also die haben wirklich permanent mit den Bikes gearbeitet, mit den Scootern gearbeitet und die Konfiguration verändert. Das ist einfach ein anderes Mindset gewesen, wie die umgegangen sind mit den Fahrzeugen, als wir das jetzt so mit unserer Hardware-Denke vielleicht haben. Daten auf jeden Fall und dann die Strategie dahinter ist glaube ich unheimlich wichtig.

was du damit erreichen möchtest.

Sissi (54:53.927)
Radfahren kann ein digitales Erlebnis sein.

Sven Bernhardt (54:57.535)
ist es glaube ich heute schon viele viele viele Routen werden irgendwie erstmal im Handy geplant bevor es losgeht wenn man auf dem Rennrad unterwegs ist in der Gruppe es ist mega wichtig dass überall erstmal Strava läuft und ein Riesenproblem wenn irgendwo ein Strava-Abruch irgendwo passiert ist also ist es auf jeden Fall ich glaube wir sind jetzt schon da und das wird aber noch

noch integrierter, glaube ich, dass du da gar nicht mehr drüber nachdenken musst und dass du auch froh bist, wenn du halt auf Insta dann deine Tour teilen kannst.

Sissi (55:38.57)
Ich freue mich schon auf die Gamification in der urbanen Welt, wenn dann Strecken schneller zurückgelegt werden sollten als den Tag vorher und du eine Belohnung bekommst, weil du drei Leute aus dem Weg geschoben hast. Differenzierung ist entscheidend, weil die Produkte immer einheitlicher werden.

Sven Bernhardt (55:59.831)
Genau, im Prinzip haben wir die letzten Jahre gesehen, halt passiert, wenn du dich nicht differenzierst. Angefangen halt, dass erst mal Produktlaunches verschoben wurden oder komplett abgesagt wurden, weil halt einfach der Zeitpunkt ungünstig war, weil die Discounts für diese Gruppe schon so hoch waren, dass du gar nicht lauschen wolltest. Dann kam diese krasse Preisschlacht und auch die

hat im Prinzip dazu geführt, dass die Hersteller am Ende des Tages in die Insolvenz geschlittert sind, wenn es zu arg war und nur die Großen… Orts nicht unbedingt gesagt, dass die Großen bleiben, Preiskampf führt im Prinzip in so eine Spirale, wenn du dich nicht differenzierst und keine Nische für dich findest, wie du dich positionierst.

Sissi (56:52.75)
Zum Abschluss noch ein Gedanke von euch zum Thema Smart City. Man kann keine Smart Cities mit unvernetztem Fahrzeug bauen.

Sven Bernhardt (57:03.999)
Ja, fällt mir jetzt keine gute Analogie ein, aber ich auf jeden Fall deutlich wurde uns über die letzten Jahre, dass alles was innovative Ideen angeht, alle wollen die Fahrzeuge in der Cloud sehen und du willst diese, du willst über die Cloud steuern und managen und sehen von deinem Schreibtisch aus, was da draußen los ist und nicht zur

Station fahren und gucken wie jetzt der Batterieladestand ist oder wie voll der Bus ist. Das muss in der Cloud sein.

Sissi (57:37.966)
Ja. Sven, was habt ihr mit Commodule jetzt noch so vor? Was kommt als nächstes? Was ist euer großes Thema, eure großen Themen?

Sven Bernhardt (57:50.647)
Also im Prinzip wollen wir das Ökosystem, das wir jetzt aufgebaut haben, weiter wachsen lassen und im Prinzip die Plattform werden, mit der alle Hersteller und Apps da draußen, die vielleicht jetzt auch noch nicht in der Fahrradindustrie angekommen sind, gerne arbeiten wollen. Also im Prinzip eine digitale Plattform für die Fahrradindustrie.

Sissi (58:15.979)
und über die Fahrradindustrie hinaus.

Sven Bernhardt (58:19.495)
Mobilität grundsätzlich, klar. E-Mobilität weiter fördern. Ich glaube, was neue Apps angeht, wir noch lange nicht da, wo wir hingehören. Es gibt noch keine coole App da draußen für den Fahrradmarkt. Es gibt noch kein Spotify für E-Bikes oder was auch immer. Ich glaube, ist noch ganz viel Musik drin in dem Bereich und kommt mit Sicherheit noch was. Ob das von uns kommt oder nicht, ist gar nicht das Thema.

Erstmal glaube ich, ist es unglaublich wichtig, dass die Produkte halt in der Cloud sind und online zugänglich sind und dann kommt mit Sicherheit der ein oder andere mit einer schönen App dazu.

Sissi (59:02.478)
Wo seht ihr euch in fünf Jahren? Seid ihr dann das Spotify aus Estland für die Fahrradindustrie? Ist bei euch die Musik drin?

Sven Bernhardt (59:06.823)
Wäre definitiv ein schönes Ziel. Aber ich glaube, wir würden uns eigentlich schon mit dieser Cloud-Lösung zufrieden geben, wenn wir erst mal im Hintergrund die spannenden Partner zusammenbringen können und solche Ideen und Apps möglich machen.

Sissi (59:31.032)
Es ist doch spannend, dass genau dieses Thema der Vernetzung, der Konnektivität wiederbasieren muss einfach auf die menschliche Vernetzung. Also ihr rausgehen, mit Menschen sprechen, erklären, zusammenschließen, verbinden, verknüpfen der unterschiedlichen Menschen, der unterschiedlichen Punkte und daraus dann Schnittstellen im Digitalen zu bauen. Das Digitale ist so menschlich.

Sven Bernhardt (59:52.831)
Absolut, ja. Und das Ganze halt irgendwie… Ja, es tut mir leid, dass das teilweise ein bisschen holprig war, auch zu erklären, was wir da so machen, aber ich glaube, du hast das ganz gut formuliert. Es geht Vernetzung, es die Menschen, dahinter sind, geht auch wirklich darum, momentan kulturell in den Firmen zu bisschen was zu bewegen, dass dort auch ein Verständnis kommt, geht jetzt… Also IoT ist kein Tracker und IoT ist kein…

Kein reiner Diebstahlschutz, sondern es geht im Prinzip darum, dass deine Produkte online sind und dass du halt als Firma nicht mehr analoge Produkte, sondern halt digitale Online-Produkte verkaufst. Und wenn du das machst, dann musst du natürlich auch anders entwickeln und anders ist im Prinzip ein Stück weit wie im dunklen Raum das Licht einschalten.

Sissi (01:00:46.318)
Hey, das sind ja Aussagen. Sven, vielen lieben Dank für deine Zeit und auch die Insights. Das ist so ein spannendes Thema und ich glaube, da entwickelt sich in den nächsten Jahren so, so viel, so, so rasant. Und du hast schon recht, wenn du sagst, die Motorisierung war so dieser erste Schritt. Da passiert sicherlich auch noch einiges, ja. Aber da war der Fokus so alleinig darauf.

Sven Bernhardt (01:00:46.887)
Dieser Slauerspruch ist nicht von mir.

Sissi (01:01:14.086)
Und die Digitalisierung schwimmt so ein bisschen mit und darf ruhig mal auftauchen als wichtiger Punkt und mehr Prominenz gewinnen und auch mehr Aufmerksamkeit.

Sven Bernhardt (01:01:26.124)
Danke, dass du mithelfst.

Sissi (01:01:29.102)
Naja, sicherlich nicht die technischen Tipps, die ich da einbringen könnte. Aber ich liebe immer alles, was vereinfacht wird und wo Dinge zusammengetragen wird und wo man Komplexitäten reduziert auf einfaches Handling. Das feiere ich immer sehr und ich muss nicht wissen, wie es dahinter funktioniert. Wie gesagt, ich werde auch keine Vibe-Coderin, wenn es einfacher werden sollte.

Ist dann sowas wie lovable möglicherweise eine Konkurrenz? Nein, Also so dass dann Hersteller sagen, hey, jetzt haben wir lovable und jetzt können wir mit lovable ganz einfach unsere Apps selber bauen.

Sven Bernhardt (01:02:09.239)
Mit Sicherheit geht es auch noch weiter. Aber im Prinzip wäre es ja auch cool. Also wäre super cool, wenn halt mehr Apps gebaut werden und neue Ideen halt dazukommen.

Sissi (01:02:14.37)
Ja.

Sissi (01:02:20.35)
Ja, weil euer Fachwissen ja auch nicht einfach zu übergehen ist.

Sven Bernhardt (01:02:25.831)
Die Arbeit, die wir auf dieser Firmware-Ebene noch machen, das ist im Prinzip noch klassischer.

Sissi (01:02:39.007)
Eisberg?

Sven Bernhardt (01:02:40.549)
Ne, ja, ist ein Handwerk. Also ich weiß nicht, wie schnell die AI das übernehmen wird. Mit Sicherheit auch, auf jeden Fall. Und geht bei uns natürlich auch schon in die Richtung. Aber trotzdem ist das noch ein Stück weit manuelle Arbeit dahinter.

cool ist auf jeden Fall, wenn auf dem Anwendungsbereich mehr passiert und wenn schneller Apps entwickelt werden und gedreht werden und neue Ideen ausprobiert werden und neue Sachen entwickeln.

Sissi (01:03:12.93)
Super. Also ich wünsche Euch, ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg, ob jetzt in Tallinn oder bei Dir in Nürnberg und vor allem auch eben, sich die Erkenntnis auf dem Markt durchsetzt, dass das einfach ein essenzieller Bestandteil ist und welche Mehrwert da drin steckt und dass man dem nicht hinterher hinken sollte. Dann immer noch mehr Arbeit, wenn man später aufspringt, als wenn man es von Anfang an versucht zu durchdringen und damit zu arbeiten.

Ja und an alle Zuhörenden danke fürs dabei sein. Ihr seid die Besten und die Schönsten. Nehmt fleißig das Rad. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

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Sissi Pärsch

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  1. Podcast mit Sven Bernhardt von Comodule: Nach der Elektrifizierung kommt die Digitalisierung

    Ist dein Kühlschrank smarter als dein Bike? Das wäre nämlich eine der Thesen, die Host Sissi mit Sven Bernhardt, Chief Commercial Officer bei Comodule, im Nimms Rad-Podcast diskutiert. Das estnische Tech-Unternehmen entwickelt das Betriebssystem für das vernetzte E‑Bike – vom Dashboard bis zum Diebstahlschutz, von der Fahrzeugdiagnostik bis zur Fernwartung.

    Den vollständigen Artikel ansehen:
    Podcast mit Sven Bernhardt von Comodule: Nach der Elektrifizierung kommt die Digitalisierung

    Noch nicht reingehört? Dann jetzt aber schnell!
  2. Vorweg, ich habe den Podcast noch nicht gehört, aber...

    ...das schöne am Fahrrad ist ja, dass es ein sehr einfach aufgebautes Fahrzeug ist, welches sehr leicht (sofern man keine zwei linken Hände hat) gewartet werden kann. Draufsteigen, losfahren, genießen!

    Immer stärkere Motoren, Elektrifizierung, Digitalisierung, herstellerspezifische Teile, oder gar Anbau"standards" machen aus einem simplen und effektiven Fortbewegungsmittel, ein teures, kompliziertes, evtl. vom Hersteller abhängiges Wegwerfprodukt. Irgendwann braucht das Fahrrad TÜV, eine Zulassung und einen Servicevertrag und die Fahrradfahrenden einen Führerschein...

    Grundsätzlich könnte man ja sagen, dass einfach eine neue Fahrzeuggattung entsteht. Ich habe aber Sorgen, dass der derzeitige Status des Fahrrads durch die (unnötige) Verkomplizierung in Zukunft nicht aufrecht erhalten werden kann.

    Ach, wahrscheinlich bin ich einfach zu alt...
    😉

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