Volkswagen-E-Bikes von n+ Kamera, Radar und 85 Nm

Der Lizenzpartner n+ bringt mit dem Volkswagen Sport eBike und dem Volkswagen Crossover eBike zwei vernetzte Pedelecs mit Yamaha-Mittelmotor, Rückfahrkamera und Radarwarnung. Die Preise starten bei 3.999 Euro, erste Auslieferungen sind nach der EU-Zertifizierung für das vierte Quartal 2026 angekündigt.
Titelbild

Hinter den Rädern steht nicht Volkswagen als Fahrradhersteller: Produziert werden die Modelle von N Plus North America unter Volkswagen-Lizenz, den europäischen Vertrieb übernimmt N Plus Europe. Beide E-Bikes befinden sich noch im Vorserienstatus und können bereits vorbestellt werden.

Volkswagen Sport und Crossover eBike: Infos und Preise

Sport und Crossover basieren auf derselben Antriebs- und Elektronikplattform. Unterschiede gibt es vor allem bei Gabel, Reifen, Gepäckträger, Gewicht und Preis. Das auffälligste gemeinsame Merkmal ist Smart View: eine Kombination aus Rückfahrkamera, Radar und Lenkerdisplay.

  • Modelle Volkswagen Sport eBike, Volkswagen Crossover eBike
  • Rahmen Aluminium 6061
  • Motor Yamaha PW-X3, 250 W Nennleistung, 85 Nm
  • Unterstützung bis 25 km/h
  • Akku entnehmbarer 490-Wh-Unterrohrakku
  • Hersteller-Reichweite bis zu 162 km
  • Optionaler Akku 814-Wh-Gepäckträgerakku, laut n+ bis zu 269 km zusätzliche Reichweite
  • Schaltung Shimano Cues U4000, 9-fach, 42 Zähne, Kassette mit 11–36 Zähnen
  • Bremsen hydraulische Tektro-Zweikolbenbremsen, Bremsscheiben mit 180 mm
  • Laufräder 27,5 Zoll
  • Größen S, M und L
  • Gewicht 27,5 kg Sport, 28 kg Crossover, jeweils in Größe M laut Hersteller
  • Verfügbarkeit Vorbestellung geöffnet, Auslieferung ab dem vierten Quartal 2026 nach erfolgreicher EU-Zertifizierung
  • Preis Sport eBike 3.999 Euro
  • Preis Crossover eBike 4.349 Euro
  • Volkswagen Sport eBike
  • Volkswagen Crossover eBike
n+ bietet die unter Volkswagen-Lizenz entwickelten E-Bikes in zwei Ausführungen an: Das Sport eBike kostet 3.999 Euro, das komfortorientierte Crossover eBike 4.349 Euro.
# n+ bietet die unter Volkswagen-Lizenz entwickelten E-Bikes in zwei Ausführungen an: Das Sport eBike kostet 3.999 Euro, das komfortorientierte Crossover eBike 4.349 Euro.

Smart View kombiniert Rückfahrkamera und Radar

Die Kamera sitzt zusammen mit dem rückwärtsgerichteten Radar am hinteren Schutzblech. Erkennt das System herannahenden Verkehr, wird das Kamerabild auf dem 3,5 Zoll großen Farbdisplay im Lenker eingeblendet. Zusätzlich warnt Smart View vor Fahrzeugen, die sich im rückwärtigen Bereich beziehungsweise im toten Winkel nähern.

Das in Lenker und Vorbau integrierte Cockpit umfasst ein 3,5 Zoll großes Farbdisplay. Bei erkanntem Verkehr zeigt es das Bild der rückwärtsgerichteten Kamera an.
# Das in Lenker und Vorbau integrierte Cockpit umfasst ein 3,5 Zoll großes Farbdisplay. Bei erkanntem Verkehr zeigt es das Bild der rückwärtsgerichteten Kamera an.

n+ integriert Display, Vorbau und Lenker in eine gemeinsame Cockpiteinheit. Neben dem Kamerabild zeigt das Display Fahrdaten und sechs Unterstützungsmodi an. Zur Auswahl stehen unter anderem automatische Unterstützung, Extra Power, High Performance, Standard, Eco und +Eco.

Ein ähnlicher Ansatz aus Kameras, Radar und integrierten Lichtfunktionen kommt beim Tarran T1 Pro aus unserem ausführlichen Test zum Einsatz. Beim Volkswagen-lizenzierten E-Bike sind Kamera und Radar allerdings kompakter im hinteren Schutzblech untergebracht.

Bremslicht und Blinker sind in Deutschland nicht zugelassen

Eine über weite Teile des Oberrohrs verlaufende LED-Leiste soll das E-Bike aus mehreren Richtungen sichtbar machen. Beim Bremsen leuchtet sie rot, bei einem Abbiegevorgang wechselt sie auf Gelb. Beleuchtete Volkswagen-Embleme, ein 100-Lux-Scheinwerfer und ein Rücklicht mit vier Candela ergänzen die Lichtanlage.

Für den Einsatz in Deutschland gibt es allerdings eine wesentliche Einschränkung: Laut n+ ist die Brems- und Fahrtrichtungsanzeige der Smart Lights in Deutschland und Frankreich nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Die Produktseite macht bislang keine Angaben dazu, ob für diese Märkte eine angepasste Ausführung folgen wird.

Smart Helmet und Smart Glasses als Zubehör

Die Elektronik lässt sich um einen Smart Helmet und eine Datenbrille erweitern. Der per Bluetooth verbundene Helm übernimmt die Brems- und Abbiegesignale des E-Bikes und zeigt sie mit eigenen LEDs nach hinten an. Ein integrierter Beschleunigungssensor erkennt laut Anbieter einen Sturz und kann anschließend eine Nachricht an hinterlegte Kontakte senden.

Die Smart Glasses zeigen Navigationshinweise und Warnungen des rückwärtsgerichteten Radars im Sichtfeld an. n+ nennt ein Gewicht von 47 g und bis zu acht Stunden Betriebsdauer.
# Die Smart Glasses zeigen Navigationshinweise und Warnungen des rückwärtsgerichteten Radars im Sichtfeld an. n+ nennt ein Gewicht von 47 g und bis zu acht Stunden Betriebsdauer.

Die Smart Glasses blenden Navigationshinweise und Warnungen des Radars in das Sichtfeld ein. Die Verbindung zur Navigation erfolgt per Bluetooth über das Smartphone. n+ gibt das Gewicht der Brille mit 47 g und die Betriebsdauer mit bis zu acht Stunden an. Smart Helmet und Smart Glasses kosten jeweils 499 Euro.

Smart View wird mit 699 Euro angegeben, ist bei aktuellen Vorbestellungen jedoch ohne Aufpreis enthalten. Das optionale Smart-Security-Paket kostet 149 Euro und besteht aus einem 85-dB-Alarm mit Ortungsfunktion, einem Radschloss und einem Flaschenhalter.

Yamaha PW-X3 mit automatischer Unterstützung

Beide Modelle nutzen den Yamaha PW-X3 mit 250 W Nennleistung und 85 Nm Drehmoment. Der automatische Modus passt die Motorunterstützung an Anfahren, Beschleunigung und Steigungen an. Eine automatische Gangschaltung ist damit nicht gemeint: Die neun Gänge der Shimano-Cues-Schaltung werden weiterhin manuell gewechselt.

Der 490 Wh große Unterrohrakku lässt sich zum Laden und Lagern entnehmen. n+ nennt unter günstigen Bedingungen bis zu 162 km Reichweite. Die tatsächliche Strecke hängt unter anderem von Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Wetter, Reifendruck und Gelände ab.

Für längere Touren ist ein entnehmbarer Gepäckträgerakku mit 814 Wh vorgesehen. Der Range Extender kostet beim Crossover 749 Euro. Für das Sport-Modell werden 848 Euro aufgerufen, da das Paket zusätzlich den benötigten Gepäckträger und dessen Befestigung enthält.

Sport mit Starrgabel, Crossover mit 100 mm Federweg

Volkswagen Sport eBike

Das günstigere Sport eBike setzt auf eine Starrgabel aus Aluminium und 2,2 Zoll breite Urban-Reifen. Mit Schutzblechen, Kettenschutz, Ständer, Klingel und vollständiger Lichtanlage ist es dennoch für den täglichen Einsatz ausgestattet. Ein Gepäckträger gehört nur in Verbindung mit dem optionalen Range Extender zum Paket.

In Größe M gibt n+ das Gewicht mit 27,5 kg an. Der Preis liegt bei 3.999 Euro.

Das Volkswagen Sport eBike kombiniert eine Aluminium-Starrgabel mit 27,5 Zoll großen Laufrädern und 2,2 Zoll breiten Urban-Reifen. Das Gewicht wird in Größe M mit 27,5 kg angegeben.
# Das Volkswagen Sport eBike kombiniert eine Aluminium-Starrgabel mit 27,5 Zoll großen Laufrädern und 2,2 Zoll breiten Urban-Reifen. Das Gewicht wird in Größe M mit 27,5 kg angegeben.

Volkswagen Crossover eBike

Beim Crossover ergänzt n+ die Plattform um eine Federgabel mit 100 mm Federweg und Lockout. Die 2,4 Zoll breiten Reifen bieten mehr Volumen, außerdem gehört ein integrierter Gepäckträger zur Ausstattung. Damit ist das Modell stärker auf Komfort, Gepäcktransport und längere Touren zugeschnitten.

Das Crossover wiegt laut Hersteller in Größe M 28 kg und kostet 4.349 Euro.

Das Volkswagen Crossover eBike erhält eine Federgabel mit 100 mm Federweg, breitere 2,4-Zoll-Reifen und einen integrierten Gepäckträger. Laut Hersteller wiegt es in Größe M 28 kg.
# Das Volkswagen Crossover eBike erhält eine Federgabel mit 100 mm Federweg, breitere 2,4-Zoll-Reifen und einen integrierten Gepäckträger. Laut Hersteller wiegt es in Größe M 28 kg.

Vorbestellung eines Vorserienmodells

Die beiden Volkswagen-E-Bikes lassen sich bereits bestellen, sind laut Anbieter aber noch nicht abschließend entwickelt und zertifiziert. Die Auslieferung soll frühestens im vierten Quartal 2026 beginnen und setzt die erfolgreiche Zertifizierung nach den geltenden EU-Vorschriften voraus.

N Plus Europe gewährt eine zweijährige Garantie, die zusätzlich zu den gesetzlichen Gewährleistungsansprüchen gilt. Konkrete Angaben zur Zahl und Verteilung der Servicepartner in Deutschland nennt die Produktseite derzeit nicht.

Wäre eine integrierte Rückfahrkamera für euch im Stadtverkehr ein echter Sicherheitsgewinn – oder würdet ihr weiterhin auf Spiegel und ein separates Radar-Rücklicht setzen?

Infos und Bilder: n+ / Smart eBike

5 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. 1o46b1xaoer91.jpg

    Weißsagungen mit den Simpsons ?
  2. >> Wäre eine integrierte Rückfahrkamera für euch im Stadtverkehr ein echter Sicherheitsgewinn ?

    Klar, ich würde in Zukunft nie mehr ohne Rückfahrkamera rückwärts radeln wollen. Ich vermute, dieses Volkswagen (merke: das Volkswagen!) verfügt auch über einen sperrbaren Freilauf, um besser rückwärts zu fahren…

    Wie gut, dass sich Volkswagen in schwierigen Zeiten auf seine Kernkompetenzen besinnt!
    (Fahrzeuge mit oft fehlerhafter Software und großen, beleuchteten Logos auf Halde produzieren...)

    Warum glauben eigentlich Verramscher von "Design-Rädern", man müsste völlig harmonische Steuer- und Sitzrohre durch scheinbar verlängerte Oberrohre verunstalten? Wie wärs denn mal mit einer Verlängerung des Sattelrohrs durch den Sattel? Der Sitzstreben durch das Tretlager?
  3. Was für ein hässlicher Eimer. Und dann gleich mit lichttechnischen Einrichtungen versehen, die in den beiden größten europäischen Märkten nicht auf die Straße dürfen. Warum?

  4. die Regel n+1 gehört ja bekannter Maßen zu jedem Fahrradhaushalt,
    hier vll eher n+0

    aber nu hörn wir auf mit der Rumneiderei 😉

  5. Weißsagungen mit den Simpsons ?
    Just Homer's ID. ...
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