Vollfederung, Radar und Kameras: Das Tarran T1 Pro verbindet Hightech mit Alltagstauglichkeit – UVP ab 6.999 Euro
Das Tarran T1 Pro zeigt sein technoid-geometrisches Design: kompakter Long-John-Rahmen mit 20-Zoll-Laufrädern, klaren Linien und vollintegrierter Technik.
Markant und eigenständig: Die Linien des Hinterbaus gehen fließend in den schräg positionierten Dämpfer der Hinterradfederung über.
Familientauglich gedacht: Beidseitige, integrierte Trittstufen erleichtern Kindern das selbstständige Ein- und Aussteigen.
Durchdachte Details im Inneren: Mehrere Staufächer für Kleinteile und ein im Boxboden versenktes Akkufach sorgen für Ordnung im Alltag.
Clever integriert: Das abschließbare Akkufach im Boxboden nimmt einen oder zwei Akkus auf und ist nur per Schlüssel zugänglich.
Hoher Designanspruch: Die formschön in den Boxrahmen integrierte Lichtleiste dient als Tagfahrlicht.
Die Suntour SF22 MOBIE A32 Cargo-Gabel mit 50 mm Federweg sorgt für spürbaren Komfort auf schlechten Straßen.
Am Heck kommt ein Fastace-Hinterbaudämpfer mit 165 mm Federweg und 12-stufiger Rebound-Einstellung zum Einsatz.
Mitgefedert und rahmenfest: Auch Gepäck oder Kinder auf dem Heckträger profitieren von der Hinterradfederung.
Hydraulische TRP C2.3 Scheibenbremsen bieten hohe Verzögerung und gute Dosierbarkeit.
Einstellbare Bremshebel erlauben eine individuelle Anpassung an Handgröße und Griffkraft.
Schwalbe PICK-UP Perf Super Defense Reifen mit TwinSkin-Karkasse für hohe Traglast und Pannenschutz.
620 mm breiter Lenker mit 6° Backsweep und verstellbarem Vorbau für eine anpassbare Sitzposition.
Kabellose Dropper-Sattelstütze mit 150 mm Hub erleichtert das Auf- und Absteigen im Alltag und ermöglicht eine schnelle Anpassung an die Körpergröße.
Der Ergon ST10 Gel-Sattel bietet hohen Komfort auch auf längeren Strecken.
Stufenlose Enviolo-Nabenschaltung in Kombination mit Gates Carbon Drive für leises und wartungsarmes Fahren.
Die integrierte Handyhalterung ist universell anpassbar und verfügt über induktives Laden.
Eine der drei Kameras ist auf die Passagiere und den Fahrer oder die Fahrerin gerichtet.
Der Riemen wird von einer in den Rahmen integrierten Führungsrolle gehalten und gesoannt.
Smart und Sicher: Stützräder und Abstellvorrichtung lassen sich nur elektronisch aktivieren, was wiederum nur mit NFC-Karte oder Handy möglich ist.
Die Vollfederung des Tarran T1 Pro bügelt Kopfsteinpflaster und schlechte Wege souverän glatt – spürbar komfortabler als klassische Longjohns.
Das Dynamic Dualdrive™-System mit automatisch ausfahrbaren Stützrädern sorgt beim Anhalten und Rangieren für hohe Stabilität.
Der kraftvolle Mittelmotor mit 100 Nm sorgt im urbanen Stop-and-Go für direktes Ansprechverhalten und entspanntes Anfahren – auch mit Zuladung.
Steile oder längere Anstiege erfordern wegen der nicht bergtauglichen Enviolo-Gangschaltung Kraft und Ausdauer.
Der Tarran-eigene Mittelmotor liefert 250 Watt Nenndauerleistung, bis zu 750 Watt Spitzenleistung und 100 Nm Drehmoment – ausgelegt auf kraftvolle, fein dosierte Unterstützung im urbanen Einsatz. - In der Praxis zeigte er sich auch angenehm leise im Betrieb.
Das im Boxboden integrierte, abschließbare Akkufach nimmt einen herausnehmbaren 708-Wh-Akku auf; optional sind zwei Akkus mit insgesamt bis zu 1.400 Wh Kapazität für maximale Reichweite möglich.
Die Seilzuglenkung ermöglicht einen extrem kleinen Wendekreis mit nahezu 90-Grad-Lenkeinschlag. - Wenn sie richtig eingestellt ist, trägt sie maßgeblich zum angenehmen und wedigen Fahrgefühl des Tarran T1 Pro bei.
Der Fastace-Dämpfer im Hinterbau bietet eine 12-stufige Rebound-Einstellung, federt selbst in der langsamsten Einstellung jedoch zu schnell aus.
Das integrierte Radar warnt vor herannahendem Verkehr per Ton, Displayanzeige und Lenker-Vibration und erhöht das Sicherheitsgefühl im urbanen Alltag spürbar.
Die sowohl vorn als auch hinten seitlich in der Box integrierten Blinker sind intuitiv zu bedienen und bieten eine große Erleichterung während der Fahrt.
Tarran-Lastenrad-Test Nimms-Rad-67
Die komfortable, einklappbare Sitzbank verbirgt ein praktisches Netzfach für Handschuhe, Mützen oder kleine Gegenstände. - Bei den Gurten handelt es sich um einfach einstellbare, magnetisch schließende Dreipunktgurte.
Tarran-Lastenrad-Test Nimms-Rad-20
Tarran-Lastenrad-Test Nimms-Rad-22
Das Platzangebot im Tarran ist überschaubar.
Bei dieser Lenkereinstellung, passend für 1,80 m Körpergröße, kam es beim Rangieren zu Kollisionen zwischen türkisfarbenem Helm und Bremshebel.
Die elektrisch unterstützten Stützräder des Dynamic Dualdrive-Systems stabilisieren das Rad beim Anhalten, Rangieren und Fahren. - Ganz ausgefahren steht das Fahrrad standfest und kann nicht wegrollen.
Die vielen smarten und automatisierten Funktionen am Tarran wie das automatische Entsperren via NFC, erleichtern den Lastenradalltag mit Kids spürbar.
Über die Lautsprecher des Bikes können auch Lieder oder Hörspiele vom eigenen Handy abgespielt werden.
Das Tarran T1 Pro überzeugt als vollgefedertes, komfortables und sicheres Longjohn-Cargobike für technikaffine urbane Familien – ideal für den Alltag in der Stadt.
Tarran T1 Pro E-Lastenrad im Test
3 Kameras, Stützräder und bis zu 1400 Wh Akku
Tarran T1 Pro im Test: Dieses Lastenrad denkt Mobilität neu – mit einem ungewöhnlich hohen Maß an Integration, Assistenzsystemen und Software. Ein Cargo-Bike, das eher aus der Welt vernetzter Fahrzeuge als aus der klassischen Fahrradentwicklung zu kommen scheint. Doch was bedeutet dies für die Praxis? Wir haben es getestet.
Nachdem das futuristisch anmutende Lastenrad von Tarran 2024 noch als Prototyp auf der Eurobike zu sehen war, startet das Serienmodell nun europaweit mit einem Einstiegspreis von 6.999 Euro durch. Das vollgefederte E-Lastenrad ist für ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 220 Kilogramm ausgelegt und richtet sich klar an urbane Familien und Vielfahrer. Herzstück ist ein eigener Mittelmotor mit maximal 100 Nm Drehmoment, der seine Unterstützung über einen hochauflösenden 40-Hz-Sensor dosiert. Gespeist wird das System von einem entnehmbaren 708-Wh-Akku, optional lässt sich ein zweiter Akku ergänzen, womit eine maximale Kapazität von rund 1.400 Wh möglich ist. Auffällig ist der starke Fokus auf Konnektivität und Sicherheit: Per App lassen sich Standort, Akkustatus und Verriegelung in Echtzeit überwachen, Smartphone oder NFC-Karte dienen als digitaler Schlüssel. Das abnehmbare 5,2-Zoll-Touchdisplay mit TarranOS, integrierte Kameras, Lautsprecher, Radar- und Lichtfunktionen sowie Blinker und Bremslicht unterstreichen den hohen technischen Anspruch. Für den Alltag bietet das T1 Pro Platz für zwei Kinder, clevere Staufächer, einen modularen Cargobag unter der klappbaren Sitzbank und optionales Zubehör wie Kindersitze oder Regenverdeck.
#Vollfederung, Radar und Kameras: Das Tarran T1 Pro verbindet Hightech mit Alltagstauglichkeit – UVP ab 6.999 Euro
Diashow: Tarran T1 Pro E-Lastenrad im Test: 3 Kameras, Stützräder und bis zu 1400 Wh Akku
Diashow starten »
Im Detail
Tarran ist ein junger Hersteller mit Wurzeln in China, Hongkong und Deutschland. Die Gründer stammen nicht aus der klassischen Fahrradbranche, sondern aus den Bereichen Kamera-Technologie, Drohnen und KI – und genau das merkt man dem T1 Pro in nahezu jedem Detail an. Das Longjohn-Lastenrad ist vergleichsweise kompakt mit seinen 20″-Laufrädern, vollgefedert und setzt konsequent auf Integration und Minimalismus, ohne dabei den Anspruch auf Alltagstauglichkeit zu verlieren.
#Das Tarran T1 Pro zeigt sein technoid-geometrisches Design: kompakter Long-John-Rahmen mit 20-Zoll-Laufrädern, klaren Linien und vollintegrierter Technik.
#Markant und eigenständig: Die Linien des Hinterbaus gehen fließend in den schräg positionierten Dämpfer der Hinterradfederung über.#Familientauglich gedacht: Beidseitige, integrierte Trittstufen erleichtern Kindern das selbstständige Ein- und Aussteigen.
Das Design des Tarran T1 Pro wirkt bewusst technoid und geometrisch, ohne dabei überladen zu erscheinen. Markant sind die klaren Linien des Hinterbaus, die fließend in den schräg positionierten Dämpfer der Hinterradfederung übergehen und dem Rad eine eigenständige, fast futuristische Anmutung verleihen. Die Transportbox überzeugt mit durchdachten Details für den Familienalltag: Beidseitig integrierte Trittstufen erleichtern Kindern das selbstständige Ein- und Aussteigen, während mehrere Fächer Platz für Kleinteile bieten. Besonders clever gelöst ist das im Boxboden versenkte Akkufach, das je nach Konfiguration einen oder zwei Akkus aufnimmt und ausschließlich per Schlüssel zugänglich ist. Das zugehörige Schloss sitzt gut erreichbar auf der rechten Rückseite der Box. Gegenüberliegend befindet sich auf der linken Seite der Ladeport zum Laden des Akkus im eingebauten Zustand. Auch beim Thema Beleuchtung zeigt sich der hohe Designanspruch: Eine formschön in den Boxrahmen integrierte Lichtleiste übernimmt das Tagfahrlicht, während Abblend- und Fernlicht separat an der Gabel montiert sind. Das Rücklicht wiederum ist unauffällig und sauber in den rahmenfesten Gepäckträger integriert – funktional wie optisch eine sehr stimmige Lösung.
#Durchdachte Details im Inneren: Mehrere Staufächer für Kleinteile und ein im Boxboden versenktes Akkufach sorgen für Ordnung im Alltag.#Clever integriert: Das abschließbare Akkufach im Boxboden nimmt einen oder zwei Akkus auf und ist nur per Schlüssel zugänglich.
#Hoher Designanspruch: Die formschön in den Boxrahmen integrierte Lichtleiste dient als Tagfahrlicht.
Ausstattung
Motor Mittelmotor mit 250 W Nenndauerleistung, bis zu 750 W Spitzenleistung und 100 Nm Drehmoment
Akku Interner, herausnehmbarer 708-Wh-Akku, optionales Doppelakku-System bis 1,4 kWh
Display 5,2-Zoll-Retina-Touchscreen mit eigenem Betriebssystem TarranOS
Federgabel Suntour SF22 MOBIE A32 CGO 20″ Cargo-Gabel, 50 mm, 1 1/8″, 15 x 100 mm
Dämpfer Fastace 165 mm, Rebound-Einstellung 12 Klicks
Antrieb Enviolo Nabenschaltung, stufenlos
Bremsen Hydraulische Scheibenbremsen von TRP
ReifenCargobike-spezifische Bereifung für hohe Lasten
Sattelstütze Kabellose hydraulische Dropper-Sattelstütze, 30,9 mm, 150 mm Hub
Die Ausstattung des Tarran T1 Pro ist durchdacht auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Die Suntour SF22 MOBIE A32 Cargo-Gabel vorne mit 50 mm Federweg und die Fastace-Hinterradfederung mit 165 mm Federweg und 12-stufiger Rebound-Einstellung schlucken Unebenheiten zuverlässig und sorgen zusammen mit dem gefederten Heckgepäckträger für ein ruhiges Fahrverhalten – auch bei voller Beladung. Die TRP C2.3 Scheibenbremsen mit 180-mm-Rotoren bieten präzise Dosierbarkeit und kurze Bremswege; der einstellbare Bremshebel erlaubt eine individuelle Anpassung an Handgröße und Griffkraft.
#Die Suntour SF22 MOBIE A32 Cargo-Gabel mit 50 mm Federweg sorgt für spürbaren Komfort auf schlechten Straßen.#Am Heck kommt ein Fastace-Hinterbaudämpfer mit 165 mm Federweg und 12-stufiger Rebound-Einstellung zum Einsatz.
#Mitgefedert und rahmenfest: Auch Gepäck oder Kinder auf dem Heckträger profitieren von der Hinterradfederung.#Hydraulische TRP C2.3 Scheibenbremsen bieten hohe Verzögerung und gute Dosierbarkeit.
#Einstellbare Bremshebel erlauben eine individuelle Anpassung an Handgröße und Griffkraft.#Schwalbe PICK-UP Perf Super Defense Reifen mit TwinSkin-Karkasse für hohe Traglast und Pannenschutz.
Für gute Traktion und Pannensicherheit sorgen die Schwalbe PICK-UP Perf Super Defense Reifen (55-406 mm) mit TwinSkin und 2 × 67 EPI. Der Lenker aus Legierung mit 620 mm Breite, 6° Backsweep und verstellbarem Vorbau ermöglicht eine flexible, ergonomische Sitzposition. Die kabellose Dropper-Sattelstütze mit 150 mm Federweg erleichtert das Ein- und Aussteigen, während der Ergon ST10 Gel-Sattel für Komfort auf langen Strecken sorgt. Ergänzt wird das Paket durch integrierte Ständer- und Trittstufenlösungen sowie ein Rahmensystem, das sowohl Front- als auch Hecklast zuverlässig trägt – bis zu 65 kg vorne und 27,5 kg hinten – bei einer maximalen Gesamtlast von 220 kg.
#620 mm breiter Lenker mit 6° Backsweep und verstellbarem Vorbau für eine anpassbare Sitzposition.#Kabellose Dropper-Sattelstütze mit 150 mm Hub erleichtert das Auf- und Absteigen im Alltag und ermöglicht eine schnelle Anpassung an die Körpergröße.
#Der Ergon ST10 Gel-Sattel bietet hohen Komfort auch auf längeren Strecken.#Stufenlose Enviolo-Nabenschaltung in Kombination mit Gates Carbon Drive für leises und wartungsarmes Fahren.
#Die integrierte Handyhalterung ist universell anpassbar und verfügt über induktives Laden.#Eine der drei Kameras ist auf die Passagiere und den Fahrer oder die Fahrerin gerichtet.
#Der Riemen wird von einer in den Rahmen integrierten Führungsrolle gehalten und gesoannt.#Smart und sicher: Stützräder und Abstellvorrichtung lassen sich nur elektronisch aktivieren, was wiederum nur mit NFC-Karte oder Handy möglich ist.
Im Test
Schon nach den ersten Metern wird klar: Das Tarran T1 Pro fährt sich anders als klassische Longjohn-Lastenräder. Die Vollfederung schluckt Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten und schlechte Radwege souverän. Trotz eines Leergewichts von rund 72 Kilogramm in unserer Testkonfiguration bleibt das Rad gut kontrollierbar, wobei das proprietäre Dynamic Dualdrive™-System, so nennt Tarran die automatisch ausfahrbaren Stützräder, vor allem beim Anhalten und Rangieren seine Stärken ausspielt.
#Die Vollfederung des Tarran T1 Pro bügelt Kopfsteinpflaster und schlechte Wege souverän glatt – spürbar komfortabler als klassische Longjohns.
Ein zentrales Element ist der elektrisch unterstützte Ständer mit integrierten Stützrädern. Per Knopfdruck lässt sich das Rad stabil abstellen, rangieren oder kontrolliert anfahren – auch voll beladen. Das erfordert anfangs etwas Eingewöhnung, entlastet im Alltag aber insbesondere kleinere oder weniger kräftige Fahrerinnen und Fahrer deutlich. Entgegen unserer Erwartungen haben wir es bei anderen Longjohns, nachdem wir uns daran gewöhnt hatten, tatsächlich teilweise vermisst.
#Das Dynamic Dualdrive™-System mit automatisch ausfahrbaren Stützrädern sorgt beim Anhalten und Rangieren für hohe Stabilität.
Der relativ hohe Einstieg bringt nicht nur Vorteile, ermöglicht aber in Kombination mit der Vario-Sattelstütze und dem stufenlos höhenverstellbaren Lenker eine enorme Bandbreite an Fahrergrößen. Kleine wie auch große Personen finden so eine passende Sitzposition.
Motor & Schaltung
Der Mittelmotor mit nominell 100 Nm Drehmoment liefert eine kraftvolle und fein dosierte Unterstützung, zeigt im Test jedoch ein klar umrissenes Einsatzprofil. In flachem bis moderat hügeligem Terrain überzeugt der Antrieb mit direktem Ansprechverhalten und hoher Alltagstauglichkeit – insbesondere im urbanen Umfeld mit häufigem Anfahren, Stop-and-Go-Verkehr und wechselnder Beladung.
#Der kraftvolle Mittelmotor mit 100 Nm sorgt im urbanen Stop-and-Go für direktes Ansprechverhalten und entspanntes Anfahren – auch mit Zuladung.
An langen, steilen Anstiegen mit hoher Zuladung stößt das System allerdings spürbar an seine Grenzen, was vor allem auch an der Enviolo-Nabenschaltung liegt, deren Übersetzung nicht für steile Anstiege gemacht ist. Tarran bietet hierfür einen Hill-Assist-Modus, der bei Geschwindigkeiten unter 5 km/h einen kurzfristigen Leistungsschub bereitstellt. In der Praxis empfanden wir diese Funktion jedoch als eher unruhig und deaktivierten sie schnell, da sie sowohl am Berg als auch beim sehr langsamen Fahren in der Innenstadt eher störend wirkte.
#Steile oder längere Anstiege erfordern wegen der nicht bergtauglichen Enviolo-Gangschaltung Kraft und Ausdauer.
Im klaren Umkehrschluss zeigt sich: Für großstädtische Einsatzszenarien ohne lange oder sehr steile Anstiege ist das Motor-Antrieb-Setup des T1 Pro gut gewählt. Die Kombination aus kraftvollem Mittelmotor und stufenloser Enviolo-Heavy-Duty-Nabenschaltung ermöglicht entspanntes, kontrolliertes Fahren selbst bei voller Beladung. Besonders positiv fällt die vergleichsweise kurze Grundübersetzung auf, die das Anfahren erleichtert und dem Rad auch bei niedrigen Geschwindigkeiten Souveränität verleiht. Gleichzeitig bleibt die Trittfrequenz bei Erreichen der Unterstützungsgrenze von 25 km/h im annehmbaren Bereich.
#Der Tarran-eigene Mittelmotor liefert 250 Watt Nenndauerleistung, bis zu 750 Watt Spitzenleistung und 100 Nm Drehmoment – ausgelegt auf kraftvolle, fein dosierte Unterstützung im urbanen Einsatz. – In der Praxis zeigte er sich auch angenehm leise im Betrieb.
#Das im Boxboden integrierte, abschließbare Akkufach nimmt einen herausnehmbaren 708-Wh-Akku auf; optional sind zwei Akkus mit insgesamt bis zu 1.400 Wh Kapazität für maximale Reichweite möglich.
Wie fährt sich das Tarran T1 Pro?
Das Fahrgefühl ist insgesamt sehr stabil, ruhig und komfortabel. Die Seilzuglenkung ermöglicht einen außergewöhnlich kleinen Wendekreis, da sie nahezu einen 90-Grad-Lenkeinschlag erlaubt – ein klarer Vorteil im urbanen Umfeld. Zu Beginn des Tests trat jedoch ein ausgeprägter Wobble-Effekt bei schnelleren Abfahrten auf, der sich als Folge nachlassender Seilzugspannung herausstellte. Nach Rücksprache mit Tarran und einer entsprechenden Wartung anhand eines Anleitungsvideos ließ sich das Problem vollständig beheben.
#Die Seilzuglenkung ermöglicht einen extrem kleinen Wendekreis mit nahezu 90-Grad-Lenkeinschlag. – Wenn sie richtig eingestellt ist, trägt sie maßgeblich zum angenehmen und wedigen Fahrgefühl des Tarran T1 Pro bei.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist der vollgefederte Hinterbau, der nicht nur Fahrer oder Fahrerin federt, sondern auch den fest mit dem Hauptrahmen verbundenen Gepäckträger. Dadurch werden Gepäck oder Kindersitze auf dem Heck deutlich weniger durchgeschüttelt. Kritikpunkt bleibt für uns die Abstimmung des Dämpfers: Selbst in der langsamsten Rebound-Einstellung federt das System für unseren Geschmack zu schnell aus.
#Der Fastace-Dämpfer im Hinterbau bietet eine 12-stufige Rebound-Einstellung, federt selbst in der langsamsten Einstellung jedoch zu schnell aus.
Sehr überzeugend arbeitet das integrierte Radar-System. Akustische Warnsignale, visuelle Hinweise auf dem Display und zusätzliche Vibrationen am Lenker erhöhen das Sicherheitsgefühl im Stadtverkehr spürbar. Auch die Rückfahrkamera erleichtert das Rangieren und steigert die Übersicht im Straßenverkehr. Wofür die Frontkameras gut sein könnten, haben wir während unseres Tests nicht herausfinden können, wobei es bei kleineren Kindern vielleicht von Vorteil sein könnte, ab und zu kontrollieren zu können, ob alles paletti ist. Komplett gefeiert haben wir auch die intuitiv zu bedienenden Blinker – auch eine Funktion, die man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.
#Das integrierte Radar warnt vor herannahendem Verkehr per Ton, Displayanzeige und Lenker-Vibration und erhöht das Sicherheitsgefühl im urbanen Alltag spürbar.#Die sowohl vorn als auch hinten seitlich in der Box integrierten Blinker sind intuitiv zu bedienen und bieten eine große Erleichterung während der Fahrt.
Weniger gelungen sind aus unserer Sicht die Sounds der elektrischen Klingel, die überwiegend als störend empfunden wurden. Ein klassisches Klingelgeräusch hätten wir hier klar bevorzugt.
Die Transportbox aus expandiertem Polypropylen (EPP) ist leicht, stabil und für eine Zuladung von bis zu 65 Kilogramm ausgelegt. Sie bietet Platz für zwei Kinder bis etwa 1,26 Meter Körpergröße (laut Hersteller). Positiv fällt die komfortabel gepolsterte, einklappbare Sitzbank auf, unter der sich ein praktisches Netzfach für Handschuhe, Mützen oder kleine Gegenstände befindet. Die magnetischen 5-Punkt-Gurte lassen sich intuitiv bedienen und vermitteln ein hohes Sicherheitsgefühl.
#Die komfortable, einklappbare Sitzbank verbirgt ein praktisches Netzfach für Handschuhe, Mützen oder kleine Gegenstände. – Bei den Gurten handelt es sich um einfach einstellbare, magnetisch schließende Dreipunktgurte.
Einschränkungen zeigt das Platzangebot der Box: Sie ist vergleichsweise kurz und flach, sodass größere Kinder schneller an ihre Grenzen oder wie in unserem Fall (1,16 m) an die Bremshebel stoßen. Für sehr lange Nutzungszeiträume mit stetig wachsenden Kindern ist das T1 Pro daher nur bedingt geeignet. Babyschalen lassen sich derzeit nicht montieren.
#Das Platzangebot im Tarran ist überschaubar.#Bei dieser Lenkereinstellung, passend für 1,80 m Körpergröße, kam es beim Rangieren zu Kollisionen zwischen türkisfarbenem Helm und Bremshebel.
#Die elektrisch unterstützten Stützräder des Dynamic Dualdrive-Systems stabilisieren das Rad beim Anhalten, Rangieren und Fahren. – Ganz ausgefahren steht das Fahrrad standfest und kann nicht wegrollen.
#Die vielen smarten und automatisierten Funktionen am Tarran wie das automatische Entsperren via NFC, erleichtern den Lastenradalltag mit Kids spürbar.#Über die Lautsprecher des Bikes können auch Lieder oder Hörspiele vom eigenen Handy abgespielt werden.
Auch Details wie die kabellose hydraulische Dropper-Sattelstütze erwiesen sich im Alltag und beim Handling des voll beladenen Bikes als sehr praktisch. Allerdings hätten wir uns hier eine Lenkerfernbedienung gewünscht, da der unter dem Sattel platzierte Hebel nicht immer leicht erreichbar ist und relativ viel Druck erfordert. Ergänzend bietet das T1 Pro integrierte Lautsprecher, über die sich Musik oder auch Hörbücher vom Smartphone abspielen lassen – ein nettes Feature, aber für unseren Geschmack etwas zu leise.
#Das Tarran T1 Pro überzeugt als vollgefedertes, komfortables und sicheres Longjohn-Cargobike für technikaffine urbane Familien – ideal für den Alltag in der Stadt.
Fazit – Tarran T1 Pro
Das Tarran T1 Pro ist ein hochmodernes Longjohn-Lastenrad, das besonders für technikaffine urbane Familien geeignet ist, die ein komfortables, sicheres und vielseitig nutzbares Cargobike suchen. Angesichts der umfangreichen Ausstattung, der vollgefederten Konstruktion und der cleveren Alltagshilfen liegt der Preis von 6.999 € in einem fairen Rahmen. Allerdings dürfte man dafür auch einen namhaften, bereits bewährten Motor erwarten. Wer Wert auf innovative Features, Komfort bei holprigen Straßen und Sicherheit im Stadtverkehr legt, findet im T1 Pro ein rundum durchdachtes Paket. Für steile Anstiege oder sehr lange Touren kann der Antrieb an seine Grenzen kommen, im städtischen Einsatz ist das Setup jedoch ideal.
Tarran T1 Pro – Pro / Contra
Stärken
Vollgefedertes Longjohn-Design, inklusive gefedertem Heckträger, sorgt für hohen Komfort bei Kindern und Gepäck
Elektrischer Ständer mit Stützrädern erleichtert Abstellen, Rangieren und Anfahren
Radar, Rückfahrkamera, Blinker und Bremslicht erhöhen die Sicherheit im Stadtverkehr
Vario-Sattelstütze und stufenlos verstellbarer Lenker bieten flexible Sitzpositionen für unterschiedliche Fahrergrößen
Klappbare Kindersitzbank, Netzfach, integrierte Akkufächer und Cargobag erleichtern den Transport und die Organisation
App-Steuerung, NFC/Smartphone-Schlüssel und induktive Ladung bieten moderne Connectivity und praktische Features
Sehr große Akkukapazität möglich dank Doppelakkufunktion
Schwächen
Platzangebot in der Box ist eingeschränkt
Seilzuglenkung erfordert Wartung, Wobble-Effekt im Test aufgetreten
Hintere Federung zu wenig gedämpft
Antrieb stößt an steilen Anstiegen an seine Grenzen, Schubfunktion bringt Unruhe
Dropper-Stütze lässt sich nicht vom Lenker bedienen und spricht nicht direkt an
Was sagst du zum Hightech-Lastenrad Tarran T1 Pro?
3 Kameras ? Wozu ? Wer sein Lastenrad ohne Kameras nicht mehr bewegen kann (Schulterblick ist beim Radfahren auch keine schlechte Idee), sollte lieber zu Fuß gehen od. den Bus nehmen.
Oder soll die Überwachung durch "Spione" in ch. Produkten jetzt auch auf Bereiche ausgedehnt werden, wo Autos nicht fahren dürfen ?
Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren.
Schau dir die bisherige Diskussion an
oder kommentiere einfach im folgenden Formular:
3 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDen vollständigen Artikel ansehen:
Tarran T1 Pro E-Lastenrad im Test: 3 Kameras, Stützräder und bis zu 1400 Wh Akku
netter Prototyp/Concept.
wann kommt die for real life ?
3 Kameras ? Wozu ? Wer sein Lastenrad ohne Kameras nicht mehr bewegen kann (Schulterblick ist beim Radfahren auch keine schlechte Idee), sollte lieber zu Fuß gehen od. den Bus nehmen.
Oder soll die Überwachung durch "Spione" in ch. Produkten jetzt auch auf Bereiche ausgedehnt werden, wo Autos nicht fahren dürfen ?
Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: