Podcast mit Oskar Kruse Dutch Cycling Embassy – Lernen von den Niederlanden

In der neuesten Nimms Rad-Podcast Episode erfahren wir, wie das niederländische Radkultur-Wissen über die Grenze schwappt. Oskar Kruse, Projektkoordinator bei der Dutch Cycling Embassy, erklärt, wieso die Mongolen nach Utrecht blicken, warum er deutschen Planern zu mehr Pragmatismus rät und er auf seine Heimatstadt Berlin blickt.
Titelbild

Wir wissen, dass wir von den Niederländern in punkto Radkultur viel lernen können: 18 Millionen Einwohner, die auf 23 Millionen Fahrrädern (exklusive Leihräder) 15 Milliarden Kilometer im Jahr zurücklegen – das sind 370.000 Erdumrundungen. Die tiefe, gesellschaftsübergreifende Verankerung des Rads im Alltag ist historisch gewachsen – und mit ihr eine breite Infrastruktur-Expertise.

Die Dutch Cycling Embassy ist eine Non-Profit mit Sitz in Utrecht, die eben jenes Wissen und all die Erfahrungswerte nutzen, um Städte und Kommunen weltweit bei der Planung fahrradfreundlicher Infrastruktur zu unterstützen. Dabei greift das neunköpfige DCE-Team wiederum auf ein großes Expertennetzwerk aus Forschung, Regierung und Privatwirtschaft zurück.

Inspirierender Pragmatismus & Städte-Tipps

Im Podcast spricht Host Sissi mit Oliver Kruse, Projektkoordinator Deutschland bei der DCE, über länderspezifische Unterschiede, Best Practices und Austauschformate. Es geht um den „Einfach-mal-machen“-Pragmatismus der Niederländer, der sich aber auch in Tübingen zeigt, um Oskars Hoffnung (!) für seine Heimatstadt Berlin und natürlich um die niederländischen Städte samt Tipps.

Utrecht: Heimat des größten Radparkhauses der Welt mit 12.500 Stellplätzen – und Heimat der „Catharijnesingel“, einer Autobahn, die zum Kanal mit Uferpromenade rückgebaut wurde. Rotterdam: Die multikulturelle Hafenstadt mit cooler Architektur und good vibes – das „Kreuzberg der Niederlande“. Amsterdam: Von den Grachten bis zum neuen Unterwasser-Radparkhaus direkt am Hauptbahnhof. Groningen: Die Studentenstadt im Norden mit autofreier Innenstadt dank smartem „Fünffinger-System“.

Hier geht’s zur Anmeldung für den Dutch Cycling Embassy Newsletter „Neuigkeiten aus den Niederlanden“.

Schon reingehört?

 


Transkript:

Sissi (00:00.341)
der Podcast. Heute mit

Oskar (00:02.29)
Oskar Kruse Projektkoordinator bei der Dutch Cycling Embassy

Sissi (00:03.781)
Beruf?

Sissi (00:08.526)
Heimatort?

Oskar (00:10.015)
Berlin, aber wohne in Amsterdam.

Sissi (00:12.963)
Gouda oder Bergkäse?

Oskar (00:14.67)
Gauda, aber wenn Alten.

Sissi (00:18.08)
wow. Ich komm aus dem Allgäu.

Oskar (00:21.526)
Haha

Sissi (00:23.258)
Brooklyn oder David Beckham.

Oskar (00:25.326)
Ich habe mich damit wirklich nicht auseinandergesetzt, aber David Beckham, weil ich Fußball gucke, also früher geguckt habe und ja, David Beckham eigentlich.

Sissi (00:28.185)
Wie kann man nicht?

Sissi (00:35.178)
Okay, Bad Bunny oder Green Day?

Oskar (00:38.19)
Bad Bunny mag ich, aber ich bevorzuge Green Day, die Musik.

Sissi (00:46.147)
Oscar, wohin hast du welches Rad in letzter Zeit gerne genommen?

Oskar (00:49.422)
Jeden Tag fahre ich damit zur Arbeit mit einem Fixie, aber wenn ich reisen gehe nehme ich immer das Gravel Bike und gehe auf Radtouren.

Sissi (01:00.167)
und du bist in Amsterdam zu Hause.

Oskar (01:02.503)
Ich wohne in Amsterdam.

Sissi (01:03.927)
Ich dachte, du bist in Utrecht zu Hause.

Oskar (01:06.323)
Ne, in Utrecht ist unser Office und ich wohne tatsächlich in Amsterdam.

Sissi (01:13.357)
Wir sprechen noch ein bisschen über die holländischen Städte. Die für mich alle, also sie liegen alle sehr nah beieinander, das ist schon so eine kompakte Sache, aber sie haben sicherlich alle so ihren Charakter und da will ich natürlich wissen, wo fahre ich hin, warum. Aber da kommen wir später dazu. Erstmal, Dutch Cycling Embassy klingt ja unglaublich sexy, würde ich jetzt mal sagen. Zumindest für jede Person, die sich so…

Oskar (01:16.205)
Ja.

Genau.

Oskar (01:24.718)
Mhm.

Ja.

Oskar (01:34.414)
Mhm.

Sissi (01:38.595)
mit Radmobilität auseinandersetze, sich dafür interessiert, wage ich zu behaupten. Wir haben schon so das Gefühl, dass die Niederlande den Masterplan haben und irgendwie so den strahlenden Leitstern darstellen, den man nur zufolgen hat. Aber wie sehr die Niederlande tatsächlich leuchten und

Oskar (01:44.078)
Mhm.

Sissi (02:05.305)
wie attraktiv die Dutch Cycling Embassy tatsächlich ist, das werden wir herausfinden, als attraktiver Arbeitgeber. Vielleicht. Du kannst wirklich ganz ehrlich sprechen, das hat keine Auswirkungen auf deinen Job.

Oskar (02:13.998)
Ja.

Oskar (02:18.766)
Das hoffe ich. Nein, also ich kann ja mal ein bisschen erzählen, also die Dutch Cycle.

Sissi (02:23.17)
Ja, was ist es denn eigentlich? Was ist die Dutch Cycling Embassy?

Oskar (02:26.41)
Also die Dutch Cycling Embassy ist 2011 gegründet worden und es geht im Wesentlichen darum, also Fahrerkultur an jeden irgendwie ranzubringen und die Welt irgendwie zu bringen und wir haben da so ein Slogan, ist Cycling for Everyone Everywhere. Also das bringt so ein bisschen den Kernpunkt von dem Unternehmen irgendwie. Und die Dutch Cycling Embassy ist eigentlich also

besteht aus einem Netzwerk, aus öffentlichen und privaten Partnerschaften. also das ist von Städten, Ministerien, Instituten bis hin zu Beratungsunternehmen. genau. Also doch, wir sind eine NGO tatsächlich, aber wir haben halt dieses Netzwerk aus diesen Unternehmen, mit denen wir immer zusammenarbeiten und auch wir

Sissi (03:10.863)
Dann ist das keine NGO, oder?

Oskar (03:24.414)
auf die wir zugreifen können, wenn wir Sachen planen oder wenn Leute halt Wissen aneignen wollen. Und dann bieten wir halt verschiedene, ja, bieten wir verschiedene Sachen an. Also einmal machen wir Wissensaustausch. Dann sind das wie so, wir gehen zu Konferenzen, da kann man dann, dann bringen wir Experten mit. Oder wir haben auch Thinkbike Workshops, da gehen wir dann in andere Länder und

Da wird dann an einem konkreten Problem gearbeitet. Zum Beispiel sagt die Stadt in Mongolien war eine Kollegin von mir und die Stadt da war interessiert daran, über Kreuzungen zu erfahren. Und dann greifen wir auf unser Netzwerk zu und haben dann fliegen dann mit den Experten von diesen Unternehmen dahin und haben dann ein Dreitagesprogramm, wo die Stadt dann konkret über

Lösungen erfährt und wie man solche Sachen dann besser planen kann. Also das ist eine Sache. Oder man kann auch in die Niederlande kommen und dann bieten wir sozusagen StudiVisits an, so heißt das. ist dann das, zum Beispiel war die AGFS aus Nordrhein-Westfalen im September bei uns und wollten wir… Arbeitsgemeinschaft für…

Sissi (04:38.301)
Für was steht AGFS? Was ist die AGFS?

Oskar (04:47.698)
Ich weiß es jetzt auch nicht genau. ist wieder so ein deutsches langes Genau, das sind sind das ist sozusagen eine Gemeinschaft aus verschiedenen Städten, aus Planern, die sich halt für Fahrräder und halt Radmobilität auch interessieren. Und die waren dann halt bei uns und wollten mehr über Radschnellwege erfahren. Und dann waren wir haben wir

Sissi (04:49.763)
Aber städtisch oder was? Was ist AGFS?

Oskar (05:15.086)
mit zwei Experten, die einen bestimmten Radschnellweg mit geplant haben in den Niederländen und sind dann von Arnhem nach Nijmegen, also Nijmwegen heißt es glaube ich auf Deutsch, gefahren. Und genau, wenn da halt Fragen entstehen, wurden halt in dem Moment diese Fragen aufgegriffen und beantwortet. Genau.

Sissi (05:35.613)
Ja, klingt, also wie gesagt, finde Dutch Cycling Embassy klingt wahnsinnig attraktiv, weil natürlich diese Ausstrahlung da ist. Die Niederlande als das Example par excellence ist es dann tatsächlich, baut ihr auf diese Expertise und diese Erfahrungswerte auf, die man in den Niederlanden hat und tragt die sozusagen hinaus über die Niederlande in die Welt? Ist das so, wie man sich vorstellen kann, dass Wissen

Oskar (05:42.03)
Mhm.

Sissi (06:05.409)
multiplizieren, die Verknüpfung, die Vernetzung mit all den Stakeholdern, mit all den Experten. Wo kommen die Experten her? Sind es dann aus Städten, Kommunen, ist es aus der Wissenschaft, ist es von überall her?

Oskar (06:18.958)
Also auf die erste Frage zu beantworten, es ist, genau, es geht im Wesentlichen diesen Wissensaustausch und DINIALALANE ist halt schon extrem lange halt mit der Radmobilität dabei und auch irgendwie führend in dieser Position, würde ich jetzt behaupten, aber mittlerweile ist es ja auch so, dass in Europa mehr und mehr Städte auch

interessante Sachen bieten. Also geht es dann im Wesentlichen auch den Wissensaustausch. Zum Beispiel Kopenhagen hat interessante Radmobilität, Paris aber auch. Und da beteiligen wir uns natürlich dann auch in dem Austausch mit diesen Städten. Und den zweiten Teil zu beantworten, wer ist das genau? Also es ist im Wesentlichen alle. Also es sind also auch wirklich von dem Ministerium, mit denen haben wir auch viel zu tun, die da in der Radmobilität

halt die Positionen haben. Aber auch Städte. arbeiten zum Beispiel mit mit Utrecht viel mit den Radbeauftragten. Da würde ich jetzt mal behaupten, mit verschiedenen Kommunen aus ganz aus den ganzen Niederlanden, aber auch mit Universitäten, zum Beispiel mit Windeshain. Die haben Superradprogramm. Das ist zwischen Amsterdam und Utrecht, also ein bisschen noch mehr nördlich.

Mit denen arbeiten wir auch. Da geht es dann halt ja, was lernen eigentlich Studenten? Und dann aber auch mit Beratungsfirmen und Unternehmen. Also das sind dann große wie HoutApp oder dann gibt es Mobility Label, die machen Datenanalyse. Genau, also es gibt wirklich eine Vielfalt und dann ist es halt uns überlassen, also nicht wirklich überlassen, aber je nachdem.

Woran wir gerade arbeiten, arbeiten wir dann halt mit bestimmten Einheiten und kombinieren wir es auch gerne. unser Team ist wirklich relativ klein. Wir sind tatsächlich nur neun Leute und dann haben wir ab und zu ja genau noch Interns. Genau.

Sissi (08:18.147)
Wie groß ist euer Team?

Sissi (08:29.661)
für eine Embassy, Aber ihr habt ja dieses große Netzwerk, das das Ganze ergänzt.

Oskar (08:38.358)
Genau, aber die sind dann nicht angestellt, sondern wir arbeiten mit denen dann zusammen und die kriegen ja auch was davon, wenn sie in Europa oder in der Welt halt auch andere Leute in dem Feldrat kennenlernen. Und es ist ja auch für die sehr interessant. Also es ist wirklich ein geben und nehmen, würde ich jetzt behaupten.

Sissi (09:04.125)
Und wer wendet sich so an euch? Sind das dann Städte, Kommunen oder sind das auch Unternehmen? Wer kommt auf euch zu?

Oskar (09:12.702)
Es sind meistens Städte oder Ministerien, je nachdem welches Land es ist. Zum Beispiel in China ist es das Ministerium, dem im Moment viel gemacht wird. Ein Kollege von mir.

Sissi (09:27.901)
Ist es dann für dich irgendwie so bisschen, dass du für Deutschland zuständig bist, denkst du dir dann, ich würde jetzt schon gerne mit dem chinesischen Ministerium mal interagieren?

Oskar (09:37.606)
Ja, natürlich. Aber die Sache ist, dass, ähm, ähm, für mich jetzt, ich wurde genau dafür halt, äh, ja, ins Team aufgenommen. Äh, ja, wir haben so eine spezifische, also unsere Finanzierung, das ist ein bisschen schwer zu erklären, aber wir haben von …

Sissi (09:48.943)
Für deinen diffisiven Heimatmarkt.

Oskar (10:01.47)
dem niederländischen Staat noch ein bisschen extra Finanzierung bekommen für den deutschen Markt, weil für die Niederlande natürlich der deutsche Markt auch immer sehr interessant ist. Und genau deswegen bin ich halt genau für Deutschland zuständig.

Sissi (10:14.813)
Verstehe ich, aber warum ist der deutsche Markt für die Niederlanden so spannend? Ist es das Invest in euch? Weil profitieren tut ja Deutschland.

Oskar (10:29.198)
Es ist der Austausch tatsächlich zwischen den beiden und der existiert ja auch schon lange. Und ich wohne jetzt schon seit einiger Zeit in den Niederlanden. ja, also die lernen alle. Wir lernen kein Niederländisch in der Schule, vielleicht in ein paar Grenzregionen. Aber die lernen alle tatsächlich Deutsch schon in der Schule. Und das ist, ich, für die ein sehr wichtiger Markt. genau, deswegen wird der Austausch da immer.

Sissi (10:31.353)
Mhm.

Oskar (10:57.966)
sehr gerne gefördert. Und viele, mit denen ich arbeite in den Unternehmen, die sprechen auch sehr gut Deutsch. Also die Niederländer.

Sissi (11:05.373)
Ja, Gott sei Dank, weil mein Niederländisch wäre jetzt dann auch begrenzt. Ich glaube, ich kann Tschüss und Hallo sagen und ich bin so moi, habe ich mal gelernt, als ich sehr jung war. Ja, interessant. Länder klingt sehr, sehr, sehr global. Also wenn wir hier von Asien sprechen, kommt, gibt es Länder, wo du sagst, es ist spannend, was da gerade für Prozesse entstehen.

Oskar (11:08.575)
Genau.

Oskar (11:13.166)
Ja.

Sissi (11:32.997)
dass die sich bei uns melden. Also China hätte ich jetzt zum Beispiel nicht erwartet.

Oskar (11:36.778)
Das ist jetzt auch ganz neu, dass China da sehr interessiert ist. Ja, also wir arbeiten wirklich mit der ganzen Welt. Und wir gehen auch ab und zu natürlich dann auch durch die Niederländer, irgendwie Botschaften, die dann interessiert sind in anderen Ländern auf halt diese Länder zu. Aber da ich jetzt für Deutschland zuständig ist, ist es ein bisschen schwierig,

Sissi (11:38.394)
Mhm.

Oskar (12:04.04)
Genau zu sagen, was jetzt interessant ist in der ganzen Welt.

Sissi (12:07.453)
Ja, ihr tauscht euch da auch nicht beim Mittagstisch aus, sondern sitzt da und denkt ja, ich bin jetzt hier, ich muss mich wieder mit Berlin beschäftigen und andere dürfen Chacarta machen und Sao Paulo und fliegen nach Barcelona oder nehmen den Zug nach Barcelona.

Oskar (12:24.558)
So sehe ich das gar nicht. Ich finde das super, weil ich halt als Deutscher auch in Deutschland sozusagen dann auch bisschen mithelfen kann, würde ich jetzt behaupten. So halt auch niederländische Ideen genau mitwirken kann dann in Deutschland. Und für mich ist halt interessant, der Grund, wieso ich auch das studiert habe, was ich studiert habe und das, ich mache, ist

Sissi (12:38.717)
Mhm.

Oskar (12:53.088)
Ich bin in Berlin groß geworden und bin viel Fahrrad gefahren früher und dachte mir immer Mensch, wieso haben die das denn so hier gemacht? Verstehe ich nicht. Wieso, wieso muss das hier so gemacht werden? Das finde ich ja als Jugendlicher. Ich bin dann immer durch Berlin rumgefahren und habe mich dann aufgeregt, halt typisch deutsch aufgeregt. Wieso ist das so und so halt hier gemacht? Genau und.

Sissi (13:03.897)
Schon so als Jugendliche?

Sissi (13:16.413)
Du bist schon als Jugendlicher da gestanden, hast die Ampelschaltung kritisiert oder was kritisiert man als Jugendlicher Fahrradfahrer in Berlin?

Oskar (13:27.944)
Ja, wieso? Genau, ich hab mir zum Beispiel selbst den Arm gebrochen. Okay, das ist auch bisschen selbstverschuldend, würde ich jetzt behaupten. Nee, absolut, das ist selbstverschuldend. Ich bin auf dem Rad gefahren und ich hab so ein Fixie, also nicht ein Fixie, aber so eine Art Fixie. Also man liegt dann relativ auf dem Rad und ich kam halt aus der Schule und hab’s…

Sissi (13:30.734)
nicht vorhandene Radwege.

Sissi (13:41.956)
Erzähl die Geschichte.

Oskar (13:55.982)
kurz freihändig gefahren und das kann ich auch immer eigentlich ganz gut und wollte mir so den Rücken dängen und in dem Moment kam halt eine riesen Wurzel auf dem Radweg und der Radweg war auch vielleicht 50 Zentimeter breit und dann ist halt mein Vorderrad hoch und hat sich gedreht und dann bin ich über den Lenker geflogen und habe halt den Arm gebrochen. genau und sowas passiert halt.

Sissi (14:11.261)
Mhm.

Sissi (14:16.963)
Was macht man mit sowas zum Beispiel? Darf ich das gleich mal konkret fragen? Weil da habe ich hier in München auch so meine Stellen auf Fahrradwegen, die ich dann tatsächlich fast umfahre oder versuche zu vermeiden, speziell wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin. Was kann man gegen diese schreckliche Natur machen? Gegen diese schrecklichen Wurzeln, die sich da ausbreiten unter dem Teer? Wirklich, ja.

Oskar (14:26.702)
Mhm.

Oskar (14:41.486)
Das ist schwierig für mich zu beantworten, da ich auch nicht genau in diesem Unternehmen oder in diesem Feld bestimmt tätig bin, also die Sachen, die gebaut werden. Aber ich denke halt, dass in den Niederlanden werden die Sachen breiter gebaut. Und es wird viel darüber ausgelegt, die Sachen auch zu erneuern, wenn die halt…

Wenn da solche Wurzeln wachsen oder Löcher drin sind, dann sieht man immer Markierungen. Dann ist das Markierung von der Stadt gemacht. Dann wird da auch relativ viel gemacht. Was dann auch wichtig ist, es wird dann auch immer viel … ummarkiert, dass der Radweg halt noch existiert. Das wird nicht einfach gesperrt. Man wird umgeleitet auf die Straße und die bauen eine Rampe auf die Straße, damit das alles sehr flüssig irgendwie hergeht. Aber …

In Deutschland, ich würde sagen, die Sachen einfach breiter bauen. Es gibt auch Firmen, die arbeiten an so einem bestimmten Asphalt. Also es gibt ja in den Niederlanden diesen roten Asphalt. Die haben sicherlich irgendwelche Innovationen, dafür irgendwie auch zuständig sind, dass halt sowas nicht so schnell kaputt geht. Vor allen Dingen fahren auch die Niederländer extrem viel Rad. Und ich glaube, jede Person gibt es irgendwie zwei Räder.

Personen. Also es wird hier enorm viel Rad gefahren.

Sissi (16:12.549)
Vielleicht haben die Niederlande auch weniger Bäume an Radwegen gestehen. Wir müssten da mal eine Studie in Auftrag geben. Wie funktioniert die Versiegelung hervorragend? Tiefwurzler versus Flachwurzler.

Oskar (16:20.014)
Das… Ja, das…

Kann sein.

Sissi (16:29.109)
Nein, also es ist jetzt mehr scherzhaft gemeint, aber sehr interessant, dass man sich damit als Jugendlicher beschäftigt und sich diese Fragen stellt. Warum liege ich jetzt im Krankenhaus? No-hander, no-brainer, wir wissen warum. Aber das hatte ich schon so angetrieben und dann war klar, ich werde das auch zu meiner beruflichen Aufgabe machen.

Oskar (16:36.054)
Mhm.

Oskar (16:43.694)
Ja.

Oskar (16:52.974)
Ne, tatsächlich war ich ein bisschen unentschlossen am Anfang. kam durch… Also, dass ich jetzt gelandet bin, wo ich bin, kam dann auch erst, nachdem ich mein Bachelor studiert hatte, hab ich zwei Jahre Pause gemacht, war Skilehrer und hab im Restaurant gearbeitet, weil ich kochen auch sehr gerne mag. Hab ich gedacht… Ja.

Sissi (17:13.081)
Und dann sagst du Gouda statt Bergkäse. Also ich fass es nicht. Sorry.

Oskar (17:18.708)
Das ist halt, früher habe ich auch immer Old Amsterdam zu Hause gegessen. Also war es für mich wirklich so, keine Ahnung, Bergkäse war bei uns nicht zu Hause irgendwie so vorhanden. Aber ja.

Sissi (17:22.392)
Wahnsinn.

Sissi (17:27.549)
Ja, aber als Koch und Skilehrer, also ich meine, da musstest du doch in den Alpen gewesen sein oder warst du in irgendeiner Halle?

Oskar (17:30.574)
eigentlich ja nee ich war in der schweiz schiele rattern ja aber genau dann habe ich das zwei jahre gemacht und war unentschlossen weil ich habe kulturenalyse in meinem bachelor studiert und wusste nicht was ich damit anfangen soll also genau und habe mir dann so ein bisschen die frage gestellt was magst du eigentlich was interessiert dich und dann sind diese gedanken halt von früher wieder gekommen ich liebe es

Sissi (17:36.098)
Ach, ich fasse es nicht.

Oskar (18:00.158)
Also ich liebe Städte, wie die aufgebaut sind, was da genau passiert, wie Menschen dort drin leben. Und dann auch Infrastruktur und Mobilität hat mich immer sehr interessiert. Und dann vor allen Dingen auch das Fahrrad. Und dann habe ich urbane Geografie und Humangeografie an der Universität in Amsterdam studiert als Master und viel auch mit Ungleichheiten in Städten, aber auch viel mit Mobilität.

zu tun gehabt und studiert und analysiert und viel dazu getan.

Sissi (18:36.227)
Was ist das für ein Studiengang? das Geografie klar? Ist das auch sehr soziologisch? Das klingt so ein bisschen.

Oskar (18:43.038)
Ja, also Sozialwissenschaften ist also die Hauptwissenschaft da drin, ich jetzt sagen. ich, man befasst sich eigentlich mit Ungleichheiten am meisten in urbaner Geografie. Also das ist dann natürlich städtische Geografie. Und dann gibt es halt so Subthemen wie Infrastruktur und wie Städte eigentlich aufgebaut sind. Zum Beispiel, dass es halt den Kern gibt, wo dann halt

Die Unternehmen sitzen hier in Amsterdam. Beispiel wird, also wer es kennt, es gibt ja die Grachten. Das sind diese großen Wasserwege in der Mitte. Hier werden die Häuser auch aufgekauft von Riesenunternehmen. Weil Leute, der normale Bewohner in der Stadt kann sich das nicht mehr leisten. Das heißt, die werden auch immer mehr rausgedrängt. Und da gibt es halt super viele interessante Dynamiken in Städten, die für mich halt super interessant sind.

Und dann dazu kommt halt, wie die Städte aufgebaut sind. Wie kommen denn Menschen, die auch dann mehr rausgedrückt werden? Wie kommen die denn in die Stadt, da wo sie arbeiten? genau, das finde ich halt super interessant. Genau, richtig, absolut. meine Masterarbeit hatte tatsächlich nichts wirklich mit Mobilität zu tun. So viel. Ich habe über Ungleichheiten in Berlin gesprochen.

Sissi (19:56.059)
Und das ist wieder diese Mobilitätsfrage. Was war deine Masterarbeit?

Oskar (20:12.68)
Es gibt wahnsinnig interessante, ein wahnsinnig interessantes Thema für mich auf jeden Fall vor allen Dingen mit der Wahl zu tun. Und zwar gibt es die Idee, dass es regionale Unterschiede gibt und zwischen Städten, auch nicht außer Ort, außer Ort Regionen, die dann halt populistisch wählen.

Zum Beispiel in Deutschland ist halt die AfD halt sehr prominent und ich habe halt eine Analyse innerstädtisch dann gemacht und mir Berlin genau mal angeguckt und ob man solche Ideen halt auch übertragen kann auf Städte. Und das war halt relativ neu und ich habe dann halt drüber geschrieben wie ja, Marzahn ist halt bekannt in Berlin als so ein Außerordener.

am Rande, so ein Randgebiet. Und die haben halt die AfD gewählt. für mich war es halt interessant, wieso kann man diese Ideen, halt dieser regionalen Unterschiede auch damit auffassen. es hat sich so ein bisschen gezeigt. Aber wenn man, ich habe dann Interviews geführt und wenn man dann mit den Leuten spricht, könnte man das behaupten, aber auch nicht, nicht genau. Die fühlen sich halt

Wir kommen aus Merzahn und dann gibt es die in Berlin. Aber viele sind auch so, nö, also stört mich gar nicht, was da irgendwie in Berlin vorgeht. Für mich ist halt, ich liebe es hier und es ist halt gar nicht so schlimm hier. ja, ist dann, jeder Mensch ist halt anders.

Sissi (21:53.597)
Ja, interessant. Natürlich, also diese Fragestellung, weil es impliziert ja immer, wenn man Studien macht, möchte man auch was verändern. Also man möchte herausfinden, was ist der Status quo. Und impliziert wird schon auch immer, wie können wir das ändern, wie können wir Dynamiken mit Dynamiken eben auch umgehen. Die Frage der Gentrifizierung ist ja auch sicherlich prägnanter Punkt.

Oskar (22:17.422)
Mhm.

Sissi (22:23.181)
Wie können wir sie aufhalten? Also was können wir dagegen tun? Diese Verdrängung ist ja wirklich die Schere reicharm, geht immer weiter auseinander und können Städte diese Last überhaupt noch tragen, diese Last der Schere. Aber ja, das verstehe ich alles. Arbeitet ihr jetzt bei der Dutch Cycling Embassy auch sehr theoretisch? Also kommt ihr so von dem wissenschaftlichen Bereich? Sagt ihr

Oskar (22:32.822)
Genau.

Sissi (22:52.035)
Wir können diese Analysen machen, können hier Workshops machen, aber die Implementierung liegt bei euch. das dann übergebt ihr oder seid ihr auch aktiv involviert?

Oskar (23:01.678)
Also ich finde das so ein bisschen… Also wir machen nicht selbst unbedingt Analyse, aber ich finde dadurch, dass wir extrem viel mit diesen Firmen arbeiten, aber auch mit Universitäten, eignen wir ja ein Wissen selbst an. ich habe jetzt, ich arbeite erst seit September bei der Dutch Cycling Embassy und habe schon extrem viel dazugelernt. Also Thema Radfahren.

Und dann gibt es halt Kollegen von mir, der arbeitet sein ganzes Leben eigentlich schon bei, also nicht bei der Dutch Hikeling MBC, aber in Radmobilität. Und der hat halt selbst extrem viel Wissen und gibt dann auch Talks bei irgendwelchen Konferenzen, wird dann eingeladen, hier mal eine Präsentation zu geben. Wir geben auch selbst Präsentationen und wir stellen halt auch Kataloge zusammen mit

also neuem Wissen und neuen Theorien auch dort mit einbezogen. Dann haben wir sowas wie best practices. Das sind dann die Beispiele aus interessanten neuen Ideen aus der ganzen Welt, aber auch aus den Niederlanden. Genau. Und dann werden da halt auch neue Theorien oder Ideen mit einbezogen.

Sissi (24:25.829)
Also es bleibt schon eher auf der theoretischen Seite, ihr geht ja nicht hands-on in die Implementierung vor Ort, dann in die Praxis, das liegt dann bei den Stadtplanern, Unternehmen, Kommunen vor Ort. Verstehe. Wenn, ja, also das Interessante bei der Theorie ist ja immer, es gibt keine Blaupause. Speziell bei so was, sorry, einen Schluck trinken.

Oskar (24:32.671)
Nein.

Genau. Genau.

Sissi (24:55.709)
Es gibt keine Blaupause speziell bei so Themen wie Mobilität. Jede Stadt ist anders gestaltet, jede Kommune anders gestaltet, jede Kommune, Stadt hat ihre auch länderspezifischen, aber eben auch auf kleinster Ebene besondere Herausforderungen, Befindlichkeiten und so weiter. Wie arbeitet ihr damit? Inspiriert ihr?

Oskar (25:04.237)
Das ist gut.

Sissi (25:19.757)
Schaut ihr euch das genauer an, was vor Ort die Probleme sind, wenn die an euch herangetragen und ihr adaptiert es dann oder wie läuft das?

Oskar (25:27.022)
Also es ist je nachdem natürlich was wir machen. Also wenn wir in eine andere Stadt gehen, informieren wir die Experten natürlich über das genau Problem, also für diese Thinkbike-Workshops und die gucken sich dann natürlich den Ort an und planen halt genau, wie kann man da neue Ideen irgendwie reinbringen und das ein bisschen verbessern und halt die gucken sich die Ansätze genau an.

Aber wenn jetzt zum Beispiel Leute für ein Study-Visit in die Niederlande planen wir das auch so, dass wir in Städte gehen, die vielleicht vergleichbar sind und wo es Ansatzpunkte für diese deutschen Städte, die jetzt kommen, halt gibt. Zum Beispiel wäre es, ja, was kann ich denn jetzt für ein Beispiel geben?

Viele wollen natürlich Utrecht sehen und das Radparkhaus. Aber Utrecht ist nicht sehr übertragbar unbedingt für deutsche Städte. Manche Städte sind dann viel zu groß. Für Stuttgart zum Beispiel wäre es interessant, Rotterdam zu sehen, weil Stuttgart halt viel neu gebaut wird. Ist auch relativ breit und groß. Also groß ist vergleichsweise zu den Niederlanden. Und Rotterdam wurde halt viel neu geplant und neu gemacht. Auch in der Nachwuchszeit.

Rotterdam wurde halt zerbohmt und deswegen haben die alles neu geplant und neu gemacht und da sieht man halt solche Effekte. Wie kann man das übertragen oder die Ideen, die Niederlande da implementiert hat. Wie kann das in Deutschland, in welchen Städten funktioniert das? genau, also da kann man versuchen, irgendwie Sachen zu übertragen. Aber ich gebe dir absolut recht, jede Stadt ist für sich, jede Stadt ist anders.

Genau, es geht halt im Wesentlichen diesen Wissensaustausch, neue Ideen irgendwie heranzukriegen.

Sissi (27:22.589)
Und es gibt sicherlich Erfahrungswerte, die ja fast schon global zählen und helfen den Leuten vor Ort, auch Verständnis zu entwickeln für Entwicklungen. Ja, gibt es Showcases, die du besonders feierst?

Oskar (27:29.614)
Ja.

Oskar (27:41.942)
In den Niederlanden?

Sissi (27:43.165)
Auch global gibt es irgendwas, wo du sagst, boah, das hat mich beeindruckt. Das finde ich sehr cool.

Oskar (27:49.678)
Tatsächlich, also jetzt aus dem, was ich schon mitgemacht habe bei der Dutch Cycling MSC, fand ich zum Beispiel, wir haben Tübingen besucht. Ja, das hatte ich auch überhaupt vergessen zu sagen. Das kann ich ja eben noch erklären. Wir machen auch ab und zu so Feats Missis heißen die. Da gehen wir mit Unternehmen in verschiedene Städte. Das ist dann ein bisschen wie so eine Handelsmission, aber auch

über Austausch. Deswegen sagen wir nicht Handelsmission, sondern eher eine Fahrradmission. Genau, da haben wir halt in Baden-Württemberg drei Schritte besucht und waren dann auch auf dem Radkongress in Heidelberg. Und das war total interessant. Und ich war sehr positiv von der Stadt Tübingen überrascht. Die haben dann eine Brücke gebaut. Die heißt die Blaue Brücke und die haben dann auch so Heizungen da drin.

Sissi (28:24.347)
Okay.

Sissi (28:48.349)
Mhm. Mhm.

Oskar (28:48.538)
den Schnee halt zu schmilzen im Winter, damit Leute auch im Winter Rad fahren können. ja, der erste Gedanke ist natürlich, das muss ja so viel Geld kosten. Und dann waren wir halt mit dem Planer, der das da entwickelt hat und der meinte, wir haben in dem ersten Jahr nur 200 Euro Heizkosten gehabt. Also wirklich minimal. Und das fand ich sehr, sehr beeindruckend. Eine andere Sache, die mich da beeindruckt hat, ist in Deutschland ist es halt immer schwierig, da die

Sissi (29:06.138)
Mhm.

Oskar (29:18.438)
Planer, also wenn ich das jetzt richtig erkläre, ich meine die Planer sind selbstverschuldend. Also wenn da Sachen geplant sind und dann irgendwas passiert und das richtige Verkehrsschild dann nicht da war, könnte es sein, dass der Planer schuld ist. Und deswegen ist man da immer extrem vorsichtig. Und das ist halt so kritisch in Deutschland. Aber Tübingen hat gesagt,

Ist mir egal. viele sind da mit ihren S-Pedalics rumgefahren, aber es gab dafür kein Schild. Also wenn da ein Unfall passiert wäre, gäb’s da Probleme. Und dann haben die in der STVO geguckt und das Schild gab’s nicht. Also haben sie es einfach gemacht und da diese Schilder aufgehangen. Und dann haben sie im Nachhinein erst der Straßenverkehrsordnung gesagt, hey, wir haben dieses Schild entwickelt. Wollt ihr das vielleicht aufnehmen? Und dann haben die gesagt, ja, wieso nicht?

Und ich finde das ein super Beispiel für Deutschland auch mal zu gucken, vielleicht denkt man mal andersrum und sagt, wir machen einfach mal und dann mal sehen, was passiert. genau, erst handeln.

Sissi (30:26.301)
Erst handeln, erst tatsächlich umsetzen, als zu warten, bis die Grundlage dafür da ist, dass alles korrekt umgesetzt werden kann.

Oskar (30:35.464)
Genau. Ja. Und das ist in den Niederlanden so. Das war auch total interessant. Ich hätte mich mit einem Niederländer unterhalten und der meinte dann zu mir, ja, also, wenn ich mir das mal so angucke in Deutschland und den Niederlanden, ist es so, in Deutschland muss immer alles 100 Prozent sein und dann machen wir. Und in den Niederlanden, wir sagen, okay, bei 80 Prozent sind wir gut, wir machen das jetzt einfach mal. Und dann die anderen 20 Prozent.

Die holen wir dann noch raus, indem wir das dann noch mal weiter planen oder weiterentwickeln, nachdem es schon implementiert ist. Und ich finde, so ein Ansatz fehlt manchmal in Deutschland. Einfach mal zu machen und zu gucken, ja, dann können wir immer noch weiter schütten.

Sissi (31:14.659)
Ist es auch etwas, was man den Menschen mitgeben kann, dieses Mindset? Das wäre auch schon so eine Frage gewesen von mir. Was erkennst du, der jetzt doch einige Jahre schon in den Niederlanden gewohnt oder lebt und auch mit Niederländern in unterschiedlichsten Bereichen zu tun hat, also beruflich in den unterschiedlichsten Bereichen, Universitäten, Städte? Also ihr habt ja wirklich ein breites Netzwerk.

Oskar (31:34.958)
Mhm.

Sissi (31:43.501)
das deutsche System sehr gut kennt. Wie unterschiedlich ist das Mindset und meinst du, dass sich so etwas übertragen lassen kann? Vielleicht auch mit einem Generationenwechsel in die deutschen Kommunenstädte?

Oskar (32:00.074)
Also ich finde die Niederländer immer sehr pragmatisch und die sind auch sehr direkt. ich glaube, wissen viele.

Sissi (32:03.334)
Mhm.

Sissi (32:07.46)
Ich finde die Berliner auch sehr direkt, muss ich sagen.

Oskar (32:09.806)
Absolut. Also gebürtig bin ich gar nicht Berliner. Ich komme nämlich aus Düsseldorf eigentlich. deswegen hängt hier, deswegen hinter mir hängt auch ein Fortuna Düsseldorf-Trikot. Aber ich bin dann mit fünf nach Berlin gezogen und auch in Berlin groß geworden. das war auch am Anfang schwierig, denke ich. Also für meine Eltern dann dieses direkte Berliner, die Berliner Schnauze, sagt man.

Sissi (32:15.005)
Daher die Frohnatur.

Sissi (32:38.429)
Mhm.

Oskar (32:39.71)
Genau, die Berliner sind auch sehr direkt, aber finde die Niederländer, sagen das dann und das wird dem, also der, das dann empfängt, der nimmt das dann auch nicht übel. Man sagt dann, okay, gut, interessant, okay, wie können wir von da aus irgendwie weitergehen? Und ich finde das auch total interessant, wenn dann die Deutschen kommen und dann auch mit den Niederländern irgendwie sich austauschen, die sind dann

Ach so, ja, die machen ja einfach hier. Ich finde, davon kann man auf jeden Fall was lernen. Und wie der aktuelle Stand und ob das mit dem Generationswechsel, ob sich das verändert, das glaube ich, ist für mich schwierig zu beantworten, finde ich. Ich weiß es nicht genau, wie halt sich das im Moment in Deutschland, also wie sich die Jugend da entwickelt, aber ich finde, Deutschland macht gute Sachen. Ich finde…

Sissi (33:35.677)
Ja, ich meinte das auch so in den Städten und Kommunen. habe schon das Gefühl, ich kenne so ein paar, ich kenne jetzt hier München in den Mobilitätsreferaten ein paar Menschen. Ich habe immer wieder Austausch mit Leuten, die in Dresden studiert haben. Und ich habe das Gefühl schon, dass da eine andere Generation kommt, die auch woanders gelehrt wurde, vielleicht auch bisschen internationaler gelehrt wurde und womöglicherweise das Mindset, ob

Oskar (33:43.918)
Mhm.

Oskar (33:54.318)
Ja.

Sissi (34:05.749)
sich das dann tatsächlich einschleifen kann. Man muss ja wirklich viel verändern. Beziehungsweise ist das Beispiel von Tübingen toll. Ich kenne natürlich den Radweg. Aber man muss die Geschichte dann noch weiter erzählen. Das ist ja das Spannende. wie wenn du jetzt erzählst, Mensch, was bleibt denn unter dem Strich? Was haben wir denn für Stromkosten jetzt jährlich? Ich weiß nicht, was die Verbauung der Heizung gekostet hat. …

Oskar (34:24.834)
Ja

Sissi (34:27.985)
das weiter zu erzählen und von Tübingen, von den Niederlanden diese Inspiration nach außen tragen. Vielleicht ist das gerade, ist dieser Mindset-Gedanke ja das Spannende und tatsächlich das Schräubchen, das man zu drehen hat, Dinge anzugehen.

Oskar (34:44.358)
Ja, absolut. ich finde auf jeden Fall, ich finde es falsch zu sagen, ja, Deutschland macht nichts. Also ich finde, es wird extrem viel gemacht für Radmobilität und dieser Mindset ist auf jeden Fall da. Leute wollen das und es kommt auch mehr und mehr. ich habe ja, ich habe vier Jahre nicht in Berlin während meines Bachelors gewohnt.

Dann war ich ein Jahr in der Schweiz und dann habe ich wieder zwei Jahre in Berlin gewohnt und dann jetzt wieder zwei Jahre in Amsterdam. Und sogar der Unterschied vor drei Jahren in Berlin, den ich jetzt sehe, Thema Rad, ist extrem interessant und es haben sich extrem viele Sachen verändert. Ich wesentlich viel mehr, ja, wie heißen die denn, Fahrradstraßen sich entwickeln und geplant.

wird auch extrem viel in Berlin und von dem, was ich alles immer höre, wird extrem viel gemacht und ich finde, dieser Mindset ist auf jeden Fall schon da.

Sissi (35:50.639)
Also interessant, dass du gerade Berlin ranziehst, weil das ja wirklich bei uns so als das schwarze Schaf unter den weißen Radwegstätten irgendwie, naja, kursiert.

Oskar (36:01.715)
Ja, es ist halt für mich, ich verbringe halt auch viel Zeit in Berlin und ja.

Sissi (36:11.129)
Aber hast du Hoffnung für Berlin? Ja, also wir kennen Frankfurt, die Entwicklung in Frankfurt. Ich sehe es hier vor Ort in München, wo es sich wahnsinnig viel tut, wo man jetzt irgendwie sieht. Ich wiederhole es immer wieder. Wenn wir so viel Pressure machen und so viel undankbar zeigen und undankbarkeit zeigen. Was hinter den Kulissen passiert bei den Städten, wie viel die für jeden Zentimeter fielten müssen. Und dann kommt es ins Rollen und dann hat man es plötzlich da. Und man müsste eigentlich auch mal.

Oskar (36:18.701)
Ja.

Oskar (36:34.702)
Mhm.

Sissi (36:40.285)
Danke sagen für das, wahrscheinlich in jahrelanger Kleinstarbeit und mühsamer Arbeit passiert ist und wie sich die Menschen für uns einsetzen. Aber du hast Hoffnung für Berlin auch nach der letzten Wahl, nach den Entscheidungen dort?

Oskar (36:48.407)
Ja.

Oskar (36:55.566)
Ja, ist auch immer die Sache.

Ja, schon eigentlich. Ich habe es geliebt in Berlin groß zu werden und ich finde es super, wenn da Sachen verändert werden und freue mich immer über kleine Veränderungen auch schon. Also da sehe ich auf jeden Fall das Positive. Und ich finde es auch immer schön durch Berlin durchzufahren. Aber habe ich Hoffnung für Berlin? Ja, muss man ja haben. Also ja.

Sissi (37:27.441)
Aber das ist doch ein gutes Mindset, da sind wir dann wieder bei dem Thema. Weil dieses ganze Bashing vielleicht bringt es uns auch nicht weiter. Also wenn du sagst, ich freue mich schon über so kleine Erfolge, ist ja auch schon was.

Oskar (37:34.022)
Ja, vielleicht geben dann die Planner irgendwann auch auf. Nein, das glaube ich nicht. Natürlich nicht.

Sissi (37:40.835)
wenn ja, aber dieser Strudel, es hat schon viel mit dem Kopf zu tun. Und wir Deutschen sind nicht nur zögerlich, sondern auch sehr negativ eingestellt und sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr selbstkritisch. Und die Dutch Cycling Embassy steht schon im Namen für stolz. Ja, und wie gesagt, für mich klingt es wahnsinnig sexy. Dutch Cycling Embassy. Und so was könnte man sich

Oskar (37:50.03)
Und… Und…

Oskar (38:00.457)
Ja, absolut.

Sissi (38:06.135)
deutschen Bereich immer so schlecht vorstellen. Aber vielleicht brauchen wir da einen Shift und auch ein gewisses Selbstbewusstsein oder einfach mal eine andere Einstellung zu sagen, lass uns doch das mal mehr feiern, was wir hier haben und den Menschen damit die Dinge anstoßen, auch so viel Rückhalt zu geben, dass sie da weitermachen und weiter kämpfen, weil es ist kein einfacher Job.

Oskar (38:27.006)
Ja, aber eine Sache muss ich auf jeden Fall noch sagen. Ich finde das…

In Deutschland ist das so… Du hattest mich ja auch schon gefragt, ja, mit Thema Wahlen in Berlin. Und das ist immer so politisiert, also in Deutschland, das Radfahren überhaupt. Also es kommt ja auch immer die Idee, okay, dann ist das links-grün Radfahren. In den Niederlanden, muss man sagen. Und das finde ich so super. Es ist einfach, es ist gang und gäbe. Egal was, jeder fährt Rad. Das ist halt, das ist gesamtgesellschaftlich gut. Und es kam halt…

Sissi (38:56.151)
Gesamtgesellschaftlich, ja.

Oskar (39:01.018)
Glücklicherweise, also wer die Geschichte nicht kennt, es kam halt natürlich, gab es die Ölkrise und dann waren extrem viele Leute mit dem Auto unterwegs. Es sollte auch hier in Amsterdam eine riesen, achtspurige Autobahn mitten in die Stadt reingebaut werden. Und dazu kam dann, dass viele Kinder überfahren worden sind.

Und dann haben sich halt die Mütter zusammengeschlossen und die Eltern und gesagt Nein, so nicht. Und dadurch kam, halt so eine Fahrrad Lobby entstanden. Und das gab halt diesen Mindset Shift. Vielleicht, dass Leute gesagt haben, hey, vielleicht brauchen wir das ja in Städten nicht.

Sissi (39:48.797)
Ich verstehe, das ist historisch gewachsen. Und dann hat die Niederlande auch noch einen König, der sich auf dem Fahrrad präsentiert, oder eine Königsfamilie. Und es hat so diese Selbstverständlichkeit, aber wie überträgt man das? Wie schafft man diese Endpolitisierung in Deutschland? Das ist, ich, schon eine große Herausforderung. Und es braucht …

Oskar (39:51.722)
Ja.

Oskar (39:58.626)
Ja.

Oskar (40:12.24)
Das kann ich auch schwer beantworten.

Sissi (40:14.289)
Ja, aber natürlich, es braucht vielleicht eben diesen Spirit von etwas positiver und fröhlicher werden und weniger zum einen belehren, zum anderen immer es passiert nichts. Also diese Mühle, das wirkt ja wirklich sehr grinding irgendwie auch an unserer Seele sehr negativ und der Strudel geht eher abwärts. Also diese Inspiration, das nach oben gehen, das vielleicht auch selbstverständlicher werden auch.

Oskar (40:40.518)
Ich glaube, ist auch miteinander Leben, dass so ein bisschen die Idee in den Niederlanden, wenn man abbiegt, sage ich jetzt mal. Jeder weiß, okay, da könnte jetzt ein Fahrrad sein. Natürlich, weil viel Fahrrad hier gefahren wird. Aber man denkt auch, das könnte auch ich sein. Und in Deutschland ist es sehr nee, das ist jetzt aber mein Recht hier auf der Straße. ist meine Straße. Was macht der Fahrradfahrer da? Ist doch eigentlich genau absolut.

Sissi (41:05.583)
Und umgekehrt auch. ich habe das bei Fahrradfahrern schon auch beobachtet. wenn ich fahre und ausnahmsweise nein, das Auto hält an, mich über den Fahrradweg fahren zu lassen oder es kommt ein Auto aus einer Tiefgarage raus und zieht mich rechtzeitig. Ich bedanke mich immer, obwohl mein absolutes Recht ist, da zu fahren und ich fast Glück hatte, nicht überfahren zu werden. Aber ich bedanke mich immer sehr, sehr, sehr bewusst, weil ich glaube, dass

Oskar (41:28.174)
Ja.

Sissi (41:33.773)
diese kleine Geste, die Menschen eher inspiriert ist, zu wiederholen oder aufmerksamer zu werden, als vorbei zu rauschen und einen bösen Blick zu schicken. Also es sind schon so Kleinigkeiten, die man auch an sich selbst ändern kann. Aber ich glaube, wir haben noch viel zu tun. Aber es ist sehr spannend irgendwie, wie man vielleicht brauchen wir einfach ganz viele Niederländer in Deutschland. Die diesen Spirit. Vielleicht machen wir mal so eine Wohnwagen Kolonie.

Oskar (41:39.563)
Absolut.

Oskar (41:43.054)
Mhm.

Oskar (41:50.262)
Absolut.

Oskar (41:56.078)
Ja.

Sissi (42:02.477)
in den Städten drum herum und sagen, hier ist ein Office, wir stellen es euch zur Verfügung, ihr müsst von euren. Nein. Aber ja, ich hoffe sehr, dass es noch nicht zu festgefahren ist und dass ich da auch einen Wandel vollziehen kann, weil die Punkte, die du meintest.

Oskar (42:03.828)
Ja, das… genau.

Oskar (42:13.614)
Das ist…

Oskar (42:18.83)
Ich glaube schon, es ist halt diese Idee, also was ich auch von Planern höre, es ist auch diese Idee, wir planen nicht für Autos oder für Fahrräder oder für Fußgänger. Wenn irgendwas Neues gebaut wird, dann wird es für alle drei gedacht. ja, ich weiß nicht genau, wie der Ansatz in Deutschland ist, aber es ist immer, es wird sehr, ich glaube,

separat gesehen als verschiedene Einheiten anstatt als ein Ganzes. Ich finde, ist so eine Idee. Es gibt so eine graube niederländische Gelassenheit irgendwie dem Ganzen gegenüber. Wir sind auch mit der Fahrradgruppe, also ich hatte ja über diese Radschnellwege über die Tour erzählt, wir sind da auch mit diesem einen Planer durch eine Fußgängerzone gefahren. Der hat am Anfang der Fußgängerzone gesagt, ja,

Jetzt mal was ganz interessantes für euch. Zufälligerweise wohnt er auch in Deutschland, direkt über die Grenze von den Niederlanden. Aber er erzählt jetzt mal was ganz Interessantes oder Ungewohntes für euch Deutschen. Wir fahren jetzt mal durch eine Fußgängerzone und ihr werdet sehen, niemand wird irgendwas sagen. Die gucken vielleicht mal so, okay. Ja, und dann geht man aber einfach zur Seite, anstatt sich darüber aufzuregen. Es ist Verschwendete Energie, glaube ich, hat er gesagt.

Und ich finde, es ist halt einfach ein Miteinanderleben, was die Niederländer halt irgendwie auch gut machen. Und das ist nicht zu sagen, dass die Deutschen das nicht haben. Aber ich finde, wenn es halt ums Rad geht, ist es immer so bisschen politisiert und es ist halt, nee, das ist aber mein Recht und das ist dein Recht und jetzt warst du im Unrecht und eigentlich ist es ja, wenn es jetzt nichts Gravierendes ist oder irgendwas Schlimmes,

Sissi (44:06.237)
Mmh.

Oskar (44:11.47)
sollte es ja eigentlich, okay, gut, dann geht man halt miteinander dann fährst du halt als erster, dann fahre ich halt als Nächster.

Sissi (44:17.853)
Wenn du jetzt die Deutschlandstrategie anschaust, wie sieht die aus? Was hast du jetzt in der nächsten Zeit zu tun? Wo sind deine nächsten Orte, die du anpeilen wirst?

Oskar (44:32.628)
Also die Deutschlandstrategie gibt es jetzt seit zweieinhalb Jahren und die läuft auch noch bis August. Und bis dahin haben wir noch ein paar Sachen geplant. Und natürlich heißt es auch nicht, dass es damit dann enden wird. Natürlich werden wir auch weiterhin eng mit Deutschland zusammenarbeiten. Genau. Aber was wir jetzt geplant haben, haben jedes Jahr machen wir vier Webinars.

Ich weiß jetzt nicht, wann das ausgestrahlt wird, aber wir haben am 4. Februar ein Webinar über Pendelverkehr in den Niederlanden und was man darüber lernen kann, aber auch mit deutschen Beispielen. Also wir haben einmal jemanden von der niederländischen Verkehrsgesellschaft, ne, Bahngesellschaft, also die NS, das ist so wie die Deutsche Bahn, das ist auch staatlich.

Der erzählt über Door-to-door-Verkehr. kommt man… Ein Beispiel von mir ist, ich fahre mit dem Rad zum Bahnhof, stell das am Fahrradparkhaus ab, steig in die Bahn, fahre nach Utrecht und nehm mir da so ein Leihfahrrad wie Call a Bike. Das heißt dann aber ein OV-Feeds, also ein OV-Bike. Und das läuft alles über eine Karte. Und das ist halt sehr einfach. Das ist direkt an die Bankkarte gekoppelt und das ist sehr flüssig.

Und in Deutschland ist das immer noch ein bisschen schwierig. Und wie kann man das irgendwie in Deutschland übertragen? Ist da die Idee?

Sissi (46:08.643)
Wann finden die Webinars statt? die vierteljährlich oder?

Oskar (46:12.164)
Vierteljähr, jedes Quartal, genau.

Sissi (46:14.135)
Okay, kann man sich da mit einem Newsletter anmelden? Ist das kostenfrei? Kostet das?

Oskar (46:16.36)
Anmeldelink kostenfrei, immer eine Stunde. dann, je nachdem, wir haben dann noch zwei andere Präsentationen, unter anderem auch eine aus Heidelberg. Eine Verkehrsplanerin kommt dann auch. genau, und wir schicken die meistens mit einem Newsletter raus. Die machen wir auch viermal, viermal im Jahr. Dazu kann ich den Link bereitstellen für.

Deutsche, interessiert sind. Das ist super interessant. wir, der Newsletter heißt Neuigkeiten aus den Niederlanden. Da teilen wir dann interessante developments aus den Niederlanden für Deutsche. Die sind dann auch auf Deutsch geschrieben oder übersetzt von mir oder von meinen Kollegen und dann, genau, tun wir da interessante Events unten immer rein.

Sissi (47:10.909)
springen wir in die Show Notes.

Oskar (47:12.722)
Ja, dann gibt es, ja, wir haben ein Study-Visit in die Niederlande. Also es kommt wieder ein Teil der AGFS, kommt aus Nordrhein-Westfalen. Da machen wir so ein Zwei-Tages-Tour mit denen. Dann sind wir auf verschiedenen Konferenzen da. Also als die Dutch Cycling Embassy, nicht unbedingt als Deutschlandstrategie, aber auch…

Ich bin auch anwesend. Also einmal ist das die VeloCity in Rimini werden wir einen Stand haben und an der Eurobike in Frankfurt werden wir auch einen Stand haben und dann mit niederländischen Firmen und Unternehmen auch wieder da sein. Also kommt gerne vorbei, sagt mir gerne Hallo. Und wir machen wahrscheinlich also das ist ziemlich fest, machen wir wieder so eine Feats Missy und diesmal nach Nordrhein-Westfalen.

Genau und lernen da verschiedene Städte kennen und nehmen dann ein niederländische Organisationen und Unternehmen wieder mit.

Sissi (48:17.233)
Cool, sehr gut. Jetzt will ich natürlich zum Schluss noch wissen, Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, du kennst alle Städte. Wo fahre ich hin, wenn ich was will? Welche Stadt hat welchen Charakter und was kann man da alles sehen? Hast du so ein paar Tipps?

Oskar (48:33.71)
Ja, also in Amsterdam, wenn man Tradition Niederlande eigentlich sehen will, ist das ein super Anhaltspunkt. Ich finde die Kachten hier wunderschön. Die Architektur ist wunderschön. Also da kann man so traditionell. Man hat das Gefühl, man läuft in Disneyland rum. Ja, Fahrradfahren würde ich hier eher weniger empfehlen. Also vor allen Dingen in den

in den Karten, also am Wasser ist es relativ eng, da gibt es auch wenig Spielraum, das irgendwie auszubauen. Das ist auch ein Beispiel, wo man, die Niederlande selbst mal gucken muss. Es ist auch nicht alles hier perfekt. Das muss man auch nochmal sagen. Es wird aber auch viel getan, dass es sich verbessert. Utrecht ist auch wunderschön. wurde auch viel gemacht. Da sollte man auf jeden Fall den Katarainen Single mal entlanglaufen oder mit dem Rad fahren. Das war eine Autobahn, die haben sie wieder

Also komplett abgerissen und einen Kanal daraus gemacht. Wunderschön. Also mit Wasser, so eine Promenade auch entlang, kann man schön langlaufen. Und Rotterdam kann man sich coole neue Architektur angucken. Das ist alles ein bisschen breiter gebaut. Und ich finde es ein bisschen, ja, also wenn man Berlin kennt, ist es so ein bisschen das Kreuzberg der Niederlande, würde ich sagen. Also ein bisschen.

Sissi (49:53.405)
Okay, aber ist dann Rotterdam eher so bisschen rough? Amsterdam so Hauptstadt und Utrecht idyllisch oder wie muss man sich so? Ja?

Oskar (49:57.838)
rough.

Ja, also Rotterdam ist sehr, ich finde das sehr industriell, ja genau, da gibt es den Hafen, die Leute, da sagen sogar die Niederländer über Rotterdam, dass die Leute da ein bisschen härter sind und das ist sehr multikulturell da und das gefällt mir persönlich, also als ich da gewohnt habe, hat mir das sehr gut gefallen.

Sissi (50:06.821)
Oder industrial vielleicht eher. Ich weiß es nicht. Ich stelle es mir mit dem Hafen.

Sissi (50:19.805)
Mhm.

Oskar (50:30.954)
Genau gibt es auf jeden Fall sehr viele schöne Sachen zu sehen. da kann man auch, ich finde da die Radinfrastruktur wirklich super. Utrecht ist auch relativ interessant. Da gibt es ja auch die schöne Regenbogenkreuzung. Also da ist ein Zebrastreifen, das ist ein Regenbogen. Und das ist auch eine Ampel, wo alle Ampeln gleichzeitig grün sind für die Radfahrer. Immer ganz schön anzusehen als Radinteressierte.

wie die das da regeln. Also alle fahren da kreuz und quer. Genau.

Sissi (51:03.325)
Und dann natürlich das Parkhaus. Wie viele Parkplätze sind es? 12.500 Stellplätze für Fahrräder waren es.

Oskar (51:11.304)
Ja, die haben da sogar ihre eigenen Verkehrsschilder. Es ist riesig, da kann man sich verlieren drin. Super interessant.

Sissi (51:18.657)
Wegleitsysteme innerhalb des riesigen Parkhauses. Super.

Okay, also Radtourismus darf man nicht unterschätzen. Irgendwie hätte ich da sehr, sehr große Lust, tatsächlich einfach mal in die Niederlande alle Städte abzufahren und diese Punkte eben wie die Kreuzung in Utrecht.

Oskar (51:37.448)
Genau. Und das kann man auf jeden Fall mit uns immer machen. Gerne mir einfach eine E-Mail schreiben und dann kann man gucken, wie man das zusammen plant. dann können wir euch ja so genau so ein bisschen, auch so genau das kann man dann sozusagen auch spezifisch auf Wünsche anpassen und so.

Sissi (51:53.261)
Ihr als Reiseorganisatoren.

Oskar (52:06.09)
Und eine Sache will ich noch sagen, in Amsterdam haben wir auch ein super neues Radparkhaus. ist unter Wasser gebaut, also auch mal eine Reise wert. Also wenn man in Amsterdam irgendwie ankommt, ist direkt am Hauptbahnhof, da man sich auch mal schnell angucken. Ist auch super schön gebaut und letztes Jahr fertiggestellt worden.

Sissi (52:06.429)
Ja,

Sissi (52:26.659)
Alle ab Inzug Richtung Niederlande. Wir kommen. Wenn am besten in den Ferienzeiten, die ganzen Niederländer unterwegs sind, dann werden die Städte leerer und dann haben wir mehr Zeit mit dem Fahrrad auch mal die Grafen zu fahren. Wer weiß. Hey Oskar, vielen Dank für deine Oranje Einblicke. Ich wünsche dir und deinem Team sehr, viel Erfolg, weil wir dann auch wieder davon profitieren werden. Und die Welt.

Oskar (52:28.078)
Ja, genau.

Oskar (52:36.846)
Ja.

Oskar (52:46.176)
Ja.

Sissi (52:54.605)
Wenn unsere Städte schöner werden, egal welche Größe, das muss man ja auch dazu sagen. Es geht hier nicht immer nur große, urbane Städte, sondern eben auch Tübingen. Utrecht ist auch nicht riesig. Wie viele Einwohner hat Utrecht?

Oskar (53:09.742)
Keine Ahnung, muss ich mal gucken. Ich glaube, ein paar hunderttausend würde ich sagen. Also nicht riesengroß. Aber es gibt auch andere Beispiele, die super interessant sind. Zum Beispiel gibt es auch Houghton oder Groningen. Houghton ist eine Stadt, die Radfahren irgendwie geplant wurde. Groningen erlaubt keine Autos in der Innenstadt.

Sissi (53:12.157)
Ist egal. Ein paar haben sie. Okay.

Oskar (53:34.494)
Die haben dann so ein Fünffinger-System. Also gibt es eine Ringbahn, da muss man mit dem Auto stehen bleiben und dann kann man mit dem Rad dann halt in die Innenstadt fahren. Also es gibt da super verschiedene Beispiele in den Niederlanden. Also kommt gerne mal vorbei und schaut euch die an.

Sissi (53:48.842)
Okay, also mit einem langen Wochenende ist es nicht getan. Muss dann schon eine Woche, zwei Wochen sein.

Oskar (53:53.23)
doch, wenn man alles sehen will, dauert es schon ein bisschen. Vielen Dank auch, danke, und vielen Dank, dass ich da sein durfte.

Sissi (53:58.334)
Ja, bring mir mit die Zeit. Hey, super, bedankt!

Sissi (54:07.417)
Wir sehen uns in den Niederlanden und Dank natürlich auch an alle Zuhörerinnen. Habt keine Hemmungen. Ihr habt das gehört. Man darf direkt sein, euch bei mir zu melden. Nehmt fleißig das Rad. Fiene Dork. Ciao.

Oskar (54:11.598)
Ja.

Oskar (54:19.598)
Ja. Tschüss.

Sissi (54:22.013)
Hey, vielen Dank. Cool.

Oskar (54:23.923)
Ja klar.

Episode hören

Teilnehmer

avatar
Sissi Pärsch

Podcast abonnieren

Du willst uns unterwegs hören? Kein Problem: abonniere den MTB-News.de Podcast einfach mit der Podcast-App deiner Wahl. Ein Klick auf den folgenden Button reicht:

Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: