Zum zweiten Mal ist Verbund Service und Fahrrad-Geschäftsführer Uwe Wöll bereits im Industry Insights-Podcast zu Gast – auch um ein paar Punkte zu klären, die er in der Vorgänger-Episode falsch dargestellt sah.
Und so wird es wie erwartet eine unterhaltsame Folge mit spannenden Diskussionen um und über die Lage des Radfachhandels in Deutschland. Es geht um die großen Herausforderungen abseits der Preisinstabilität, um Eigenpositionierung und Professionalisierung.
Stärkung der Partnerschaften
Und es geht um die Frage, was man von einem Unternehmen wie Decathlon lernen kann, das sich in seinem 50. Jahr speziell im Radsegment (und speziell auf dem deutschen Markt) massiver und innovativer aufstellt als je zuvor. Bei der Antwort sind sich Uwe und Industry Insider Alex Thusbass einig: Man muss das holistische Geschäftsmodell nicht kopieren, man sollte allerdings gemeinschaftlich ein entsprechend starkes Ökosystem kreieren. Eine vertikale Integration also, die durch Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette errichtet wird.
Dem steht Uwes Vorwurf gegenüber Herstellern entgegen, die durch ihre schlechte Montagequalität den Handel belasten. Die Endmontage würde bei ihnen im Branchenvergleich zu überdurchschnittlichem Zeit- und Kostenaufwand führen, der
durch Rückrufaktionen zusätzlich verschärft wird. Wie reagieren die Marken auf den Vorwurf und welche Hebel hat der Handel?
Und letztendlich sprechen Uwe und Alex noch über das Sammeln und Nutzen von Marktdaten, was man mit gebündelten Daten alles erreichen kann und bei wem die Hoheit liegen sollte.
Schon reingehört? Dann aber schnell!
Sissi (00:01.03)
Nimm’s Rad, der Podcast heute mit und
Alex Thusbass (00:03.896)
Alex Tuspass.
Uwe Woell (00:05.53)
Und Uwe Woell.
Sissi (00:07.968)
und einer Industry Insights Ausgabe, die auf den Fachhandel blickt, wie das Comeback des VSF-Geschäftsführers Uwe Wöll schon vermuten lässt. Heute haben wir dabei ganz, ganz, ganz frische Gedanken vom SAZ Prolog, der gestern, also am 26. Februar stattfand. Wir haben dabei die Frage, ob der Radfachhandel ausgebeutet wird und wenn ja, von wem.
und wie sich das vielleicht verhindern lässt. Außerdem geht es nichts Geringeres als Macht, also Marktmacht. Und vor allem geht es Uwes kritischen Blick auf die Diskussion, die Alex und ich in der vergangenen Ausgabe zum Thema Handel und dem Ökosystem Dekathlon geführt haben. Das ist nämlich der Anlass, warum du heute wieder zu Gast bist, Uwe. Du möchtest ein paar Punkte korrigieren.
Und das lässt sich nun mal am besten bei einem Glas Wein oder bei alkoholfreiem Bier. Jetzt wollte ich fast den Markennamen sagen, aber das sage ich lieber nicht, weil sonst, wer nimmt dich da noch ernst?
Alex Thusbass (01:08.302)
Die Marke.
Uwe Woell (01:12.941)
Nehm ich keine mehr ernst.
Sissi (01:16.92)
Aber lasst uns doch mal mit dem Wichtigsten beginnen. Uwe, hattest du heute eine frühlingshafte Februarausfahrt?
Uwe Woell (01:25.594)
Ja, ich hab das lange nachgesehen. Und jetzt war’s soweit. Nach vielen, Stunden auf der Rolle in der Bude war ich heute draußen und hab mich echt … Das war wie eine Befreiung. Das hat echt gutgetan.
Sissi (01:38.872)
Super schön. war gestern, jetzt bin ich krank. Es passiert mir immer diese Verkühlung zum Saisonauftakt im Februar. Also das heißt, wenn du heute auf dem Rad warst, der SAZ Prolog hat nicht überhand genommen, kein übermäßiger Konsum von alkoholigen, alkoholartigen Getränken. Wie war der Tag? Wie war die Stimmung? Wie war der SAZ Prolog? Uwe, beginn du.
Uwe Woell (01:59.674)
Nee, das haben wir
Uwe Woell (02:05.914)
Ja, also ich finde, was der SRZ-Prolog schafft, ist, dass die Leute mit einer guten Stimmung und mit so einer Erwartungshaltung da zusammenkommen und total Spaß haben, miteinander sich auszutauschen. Also das schafft er wirklich. Ich hätte auch ein paar Kritikpunkte, aber das ist wirklich was, was sehr, sehr gelungen ist dort. ich würde jetzt mal sagen, dass sie schaffen den Rahmen dafür.
Alex Thusbass (02:22.863)
Ich Ich Ich bin Schule, Ich
Uwe Woell (02:35.222)
Aber es ist auch der richtige Zeitpunkt im Februar, sich mit diesen Menschen zu treffen, die alle irgendwie erwartungsvoll auf die Saison blicken. Das ist genau der richtige Moment, sich auszutauschen und zu quatschen und eigentlich sozusagen zusammen im Nebel zu stöchern.
Sissi (02:51.261)
Alex
Alex Thusbass (02:52.974)
Vielleicht müssen wir für die, den SAZ Prologue und die SAZ vielleicht nicht ganz kennen kurz sagen, dass die SAZ ist eins der großen Industrie-Branchen-Magazine, richtet sich stark an die Händler. Und die machen unterschiedliche Formate. Eines davon ist der Prologue. Das ist im Grunde genommen das dritte Mal, stattgefunden hat. ist übrigens der Soar Auftakt. Die Logik ist richtig gesagt, die ganze Branche trifft sich, es gibt Vorträge.
Sissi (02:58.078)
Gerne.
Alex Thusbass (03:16.782)
Und es gibt auch Auswertungen, Zahlen und es gibt auch noch was Schönes. Das hat uns gestern wahnsinnig gefreut. gibt die Händler, wählen dann jedes Jahr ihre Partner. Die stimmen einfach ab, welche Marke war im letzten Jahr gut, weniger gut. Es gibt zig Kategorien und da wählen dann die Händler und das ist ein bisschen ein Sounding Board, ein ziemlich unbeeinflusbares Sounding Board für die Branche. Und da waren wir gestern das erste Mal dabei. Und es war recht gut und das ist der Prolog. Schöne Veranstaltung.
Ich fand es schön, ich fand schöne Vorträge, ziemlich diverse Vorträge, sehr viel KI und fand ja spannend. Wir haben dann auch auf der Bühne ein bisschen über die Eurobike diskutiert, fand ja ganz gut. Ich fand es ein sehr, sehr klungen Auftakt in der Saison. Vor allem, weil es wieder mal was Gemeinsames ist.
Sissi (03:46.459)
und
Sissi (03:51.934)
Mhm.
Sissi (04:02.886)
Was immer schön ist, schaffen wir es heute nicht über die Eurobike zu sprechen?
Uwe Woell (04:08.75)
Schaffen von mir aus auch.
Alex Thusbass (04:09.486)
Ja, für mich ist gut.
Sissi (04:12.441)
Ja, hervorragend. Alex, wie hast du die Stimmung wahrgenommen?
Alex Thusbass (04:16.75)
Gut, hoffnungsfroh. Es gibt immer noch so ein paar Störgefühle in der Branche. Es gibt ziemlich viele Diskussionen über verschiedene Themen, die wir nicht nennen werden. Da gibt es schon unterschiedliche Sichtweisen, aber ich habe durchaus das Gefühl, dass die Branche wieder langsam, aber ziemlich zielsecher anfängt wieder miteinander zu reden. Und ich habe schon das Gefühl, Kass letztes Jahr, die Ordermesse war der große Auftakt, dass die Branche sich jetzt bisschen drauf besinnt.
Sissi (04:26.56)
Okay.
Alex Thusbass (04:45.102)
Regionalisierung auseinanderfallen ist Marginalisierung, ist Schlechteste, was wir momentan tun können, sondern eher so gemeinsam wieder Sprache finden, gemeinsame Idee finden, wie wir aus den Situationen, die momentan nicht wahnsinnig gut ist, auch draußen im Handel, wie wir da gemeinsam rauskommen.
Sissi (05:03.004)
Uwe, lichtet sich der Nebel langsam oder ist da immer noch so ein Blindflug oder so ein Rumgestocher?
Uwe Woell (05:10.775)
Naja, ich glaube, dass wir alle, wir werden ja als Experten genannt, ob wir das sind, noch mal eine andere Sache, aber das immer wieder gefragt, was wir von dieser Saison erwarten. Und ich hatte in unserem Podcast, Bikes for Future, haben wir drei Gäste gehabt, die wir befragt haben.
Alex Thusbass (05:18.254)
Hmpf!
Uwe Woell (05:32.154)
sich auch niemand mehr da ganz deutlich Stellung zu beziehen und zu sagen, das ist meine Prognose für dieses Jahr. Und zwar nicht, weil sie feige sind, sondern weil eigentlich keiner es wirklich genau prognostizieren kann, was passiert. Und das in den letzten zwei Jahren sich ja bewiesen hat. Aber ich würde jetzt mal sagen, vorsichtiger Optimismus ist es. praktisch mit dieser
Mit dieser Erwartung hat man sich dann praktisch auch in Dreieich, also in der Nähe von Frankfurt, getroffen beim SRZ Prologue. Und ich glaube, war also diese freudige Erwartung, was kommt jetzt dieses Jahr und jetzt starten wir und vielleicht auch mit einer frischen Energie nach einer kleinen Winterpause. Das ist es, glaube ich, das, was dieser Prologue da ausmacht. Und das macht dann auch Spaß. Also da sind ja viele Menschen, sonst nicht zusammenkommen.
Alex Thusbass (06:15.054)
Hm.
Sissi (06:21.12)
Ja, zusammenkommen haben wir immer wieder als Thema. Wir wollen jetzt heute nicht über die Eurobike oder sonstige Messen sprechen. das ist ein gutes Wort. The fair we won’t mention. Nein, nein, nein. ist einfach, wir haben jetzt so viel drüber gesprochen. Es ist immer noch ein spannendes Thema. Aber wir wollen uns heute mal auf was anderes fokussieren, nämlich auch unter anderem den Punkt,
Alex Thusbass (06:27.598)
Da warst du wieder das böse Wort.
Uwe Woell (06:31.594)
Das ist fast Voldemort.
Sissi (06:49.97)
der dich schier von der Rolle gehauen hat, Uwe. Nämlich unsere letzte Ausgabe von Alex und mir. Du hast mich danach kontaktiert und hast gesagt, du hast auf der Rolle Puls bekommen, was du sonst nie bekommst. Und hat es mir geschrieben, ich habe natürlich prompt zum Telefonhörer gegriffen, meines Festnetz. Nein, ich habe dich natürlich prompt angerufen und gefragt, nein, was haben wir getan? Und deswegen bist du hier, weil du möchtest einen
Dinge korrigieren. Also es ging die Frage, im Grunde haben wir über Decathlon gesprochen und dieses Ökosystem, das Decathlon geschaffen hat und jetzt zum 50-Jährigen einen massiven Auftritt hinlegt, also 2026 tatsächlich 50-jähriges Jubiläum. Kurzer Hinweis in eigener Sache, in zwei Wochen kommt der Podcast mit Cédric Moyer, dem Urban Mobility Leader von Decathlon.
Da könnt ihr dann nochmal reinhören. Aber ja, Decathlon scheint massiver und innovativer aufzutreten als je zuvor. wir haben über den Fachhandel gesprochen, wie der sich positionieren müsste. Und Uwe, was hat dich gestört oder wo hast du besondere Pulsspitzen bekommen?
Uwe Woell (08:09.545)
Naja, die Frage ist, die Frage war, und hast du, besonders Stellung zu bezogen, die Frage, wer ist davon betroffen? Und ich finde, wenn Decathlon praktisch mit seiner
mit seiner Struktur, die Sie ja haben, nämlich zu produzieren, eigene Teile zu haben, eigene Komponenten zu haben, eigene Geschäfte zu haben, die ganze Lieferkette in der Hand zu haben, wenn die mit Ihrer Struktur auf den Markt kommen, wen gefährden Sie da eigentlich … im Handel? Und da würde ich gerne auch mit euch noch mal drüber reden, weil ich glaube, es ist nicht per se der kleine Händler …
der dann, wie du gesagt hast, unter einer Million eigentlich keine Existenzberechtigung hat, sondern ich würde sagen, da würde ich widersprechen, es gibt natürlich kleine Händler, die nicht nur einen guten Job machen, sondern auch wirtschaftlich arbeiten. Und die Frage ist halt immer, welchen Fokus sie haben. mit was verkaufen sie, wie viele Marken haben sie, welche …
Rahmenbedingungen haben sie. Es gibt ja auch viele, die haben alte Mietverträge oder Eigentum und können deswegen eigentlich ganz sauber mit 500.000, 750.000 Euro Umsatz mit einer ein oder zwei Markenstrategie sehr schön arbeiten und haben vielleicht auch andere Ziele als das große Geld. Deswegen funktioniert das dann wirklich sehr gut, wenn sie sich modern halten und aktuell halten.
Alex Thusbass (09:25.106)
Hmm.
Uwe Woell (09:46.208)
Wir haben ja einen Blick in den Handel und vertreten alle Handelsgrößenklassen und wissen, dass es auf jeder Stufe funktionieren kann, wenn die Menschen sozusagen am Puls der Zeit bleiben und es hat nichts mit Größe zu tun.
Alex Thusbass (09:51.63)
Uwe, Disclaimer, dass die unter einer Million nicht Existenzberechtigung haben, das habe ich ganz sicher nicht gesagt. Also würde man nie anmaßen, dass ich über Existenzberechtigung spreche, sondern das ist sehr, schwer überlebensfähig zu sein.
Das stimmt, meine Eltern zum Beispiel, haben genauso ein Fahrradgeschäft gehabt. Ich stamme genauso aus einem Fahrradgeschäft. Das ist tatsächlich eigene Immobile, also wirklich am Haus. Also ich kenne es aus der eigenen Vergangenheit. Wäre das jetzt in einer normalen Koststruktur. waren, meine Eltern, die haben das Geschäft mit mir übergeben, die waren da sehr, schlau, die haben das sehr, gut gemacht. Aber da waren natürlich sehr viele glückliche Faktoren. Und nochmal, dass die keine Existenzberechtigung haben, das ist…
Wenn ich das wirklich gesagt habe, wäre das völlig geistig Nachtung gewesen, weil das würde man nie anmaßlich stammen, so. Dann hätte ich gesagt, meine Eltern haben keine Daseinsberechtigung. Also so weit würde ich nicht mehr hingehen, ich habe sehr gut zu meinen Eltern ich habe den Fahrradladen geliebt, ich habe selber drin gearbeitet. Aber was schon Phase ist, ist, dass wir sehr, viele Händler unterhalb dieser Größe haben und mit normalen Kostenstrukturen ist es sehr, sehr schwer wirtschaftlich darstellbar. Das ist ein Nebenerwerb, das wie gesagt mein Eltern war das volle Werb, muss man ganz klar sagen.
Daher müssen wir eine spannende Diskussion führen, weil wir dann auch über das Thema sprechen werden, ob Decathlon, jetzt wirklich die Händler in Ammerang belasten würde, da würde ich sagen, nee, ist der Abstand jetzt groß, aber die Dymenamec, die sowas vorbildlich in Gang setzt, über die sollte man dann durchaus sprechen, was das dann mit dem Handel macht. Aber eins, was ich noch gerne sprechen würde, ist die totale Vertikalisierung, dass du alles in der Hand hast. Ich glaube, ehrlicherweise …
Uwe Woell (11:33.69)
Ja. Ja.
Alex Thusbass (11:42.559)
So Vertikalisierung ist ein interessantes Thema. wird der Rennen starten. Aber das muss man nicht eins zu eins kopieren. kann nicht jeder kopieren. Es gibt ganz andere Modelle. Worauf ich dann gerne später in der Diskussion rausholen will, wenn man sich gegen solche Systeme dann Anführungszeichen zur Wehr setzt, also mit Industrie und Handel und da gemeinsame Sache macht, da man dann sehr gute Möglichkeit, wirkender gegen Anzustinken. Das bedeutet aber gemeinsame Tief- wie vertikale Integration.
Und das ist der Punkt, den ich gerne anfügen würde, dass jederzeit 2. Decathlon werden wird, das gar nicht das Ziel. ist völlig undenkbar. Aber es passiert schon was im Markt, das merkt man schon. Das Vorbild, da gibt es ja ein andere, die setzen sich eine ähnliche Struktur zusammen. Das kennt man vielleicht nicht, aber da passiert schon was im Markt.
Uwe Woell (12:18.106)
Ja.
Uwe Woell (12:30.49)
Ja, aber bin ich total bei dir? es ist nicht … Es gibt keinen Dissens. Dass ab einer bestimmten Umsatzgröße, also, wenn die kleiner ist, ich würde jetzt mal sagen, ab 250.000, dann ist das im Nebenerwerb, bis ab dann kann ein Mensch davon leben. Das ist ja eine Frage der, wie viele Menschen arbeiten da? Und es gibt ja viele Alleinkämpfer, die das irgendwie für sich so gebaut haben, dass sie davon leben können. So, und das auch im Vollerwerb.
unter welchen Bedingungen und so was. Das übersteigt, glaub ich, jetzt im Podcast, wie sozusagen die Situation dann im Einzelnen ist. Aber ganz grundsätzlich ist das natürlich die schwierigste Größenklasse. Also alles, was bis zu, ich sag es mal, anderthalb, zweieinhalb Millionen geht, da ist es sozusagen sehr, sehr schwierig, ökonomisch zu arbeiten. Du hast kein Overhead, du musst alles selbst machen, du drehst dich im Hamsterrad und so weiter. Das ist völlig klar. Also das ist kein einfaches Spiel.
sondern das ist eigentlich das schwerste Spiel in der Branche. Und da hast du mir schon eine Steilvorlage gegeben, da verstehen wir uns als Verband, genau als Unterstützer solcher Händler, dass wir sagen, den Teil, den sie da nicht hinkriegen, den nehmen wir ihnen vielleicht sogar ab oder bieten ihnen als Serviceleistung an, weil sie eben diesen Overhead nicht haben. Und du musst nicht alles so machen wie Decathlon oder wie vielleicht auch andere Filialisten, das muss man auch sagen, gibt ja viele Filialisten,
die vielleicht keine Produzenten sind, aber die dadurch, sie sozusagen einen Board haben, die sich sozusagen den Einkauf kümmern und die Warenversorgung und irgendwie vielleicht auch Versicherungen Co., dass die, das haben ja diese vielen kleinen Händler nicht und da bieten wir immer Unterstützung an.
Alex Thusbass (14:20.847)
Ja.
Sissi (14:21.824)
Ganz kurz, Uwe, merkt ihr ein gesteigertes Interesse an eurem Service? Merkt ihr eine größere Unsicherheit aktuell? Gerade auch die Diskussionen sind wirklich rege, so mein Eindruck.
Uwe Woell (14:36.278)
Naja, was wir merken, und das ist, glaube ich, immer eine Frage, was ist jetzt gerade aktuell das Thema? Wir haben gemerkt, kommen wir später noch auf das Haifischbecken, als wir sozusagen die Auseinandersetzung mit Jobrat hatten, haben wir gemerkt, wie stark dann plötzlich auch noch mal oder wie verstärkt das Interesse ist an Werkstatt-Service und Beratung und Schulung in diesem Bereich.
weil das hat einen Effekt gegeben. die Jobrat Service Pro, der Bonus, der da ausgeschüttet wurde, vielen die Augen geöffnet, dass man vielleicht mit der Werkstatt doch bisschen Geld verdienen kann. Das wissen wir jetzt schon sehr lange. Das ist irgendwie nachweislich so, dass wir da 2009 mit angefangen haben, da ernsthafte Gedanken zu machen. Aber es ist trotzdem so, dass …
dass sozusagen so eine Welle, so ein Boom, so eine starke Nachfrage ist erst sehr spät gekommen. Und das war irgendwie direkt post-Corona. So, und jetzt aktuell ist die größte Welle, dass ganz viele Menschen sich plötzlich ihre Betriebswirtschaft kümmern wollen und müssen. Und wir in diesem Bereich eben Angebote kreieren und versuchen wollen, sie ein bisschen aufzufangen. Nicht selten, leider zu spät.
Sissi (15:43.52)
Mhm.
Sissi (15:54.72)
Mhm.
Uwe Woell (15:54.747)
Also wo man dann auch gar nichts mehr retten kann, aber zumindest so, dass wir sagen können, wir haben die Tools, wir können euch das anbieten, wir werden noch weitere Angebote machen, dass vielleicht auch das bisschen niederschwelliger wird. Aber so diese betriebswirtschaftliche Begleitung und Beratung, das ist glaube ich aktuell total wichtig, weil der Druck ist hoch.
Alex Thusbass (16:03.983)
Ja.
Sissi (16:16.928)
Also betriebswirtschaftliche Professionalisierung. Wer muss ich denn jetzt in deinen Augen warm anziehen oder wer muss ich wie positionieren?
Uwe Woell (16:31.002)
Also meine Antwort ist immer, und das hat auch was mit unseren Erfahrungen, mit den Insolvenzen zu tun, die wir zum Teil zu begleiten hatten. nur irgendwie, wo wir nur Zaungast waren. da, ich sag das mal wirklich so, äh, weinend am Zaun standen und zugucken mussten, wie eins unserer langjährigen Mitglieder irgendwie da weggegangen ist und nicht zu retten war. Und
wir auch nichts mehr tun konnten. Also das ist, das ist was, was uns sehr, sehr geprägt hat. Und warm anziehen müssen sich alle die, die, ich würde jetzt mal sagen, vielen, Jahren, eher Jahrzehnten, ihren Stiefel weitermachen und sich nicht erneuert haben. Und das hat erst mal gar nichts mit Größe zu tun, sondern das hat vor allen Dingen damit zu tun, habe ich geguckt, dass meine Ware aktuell ist, habe ich geguckt, dass mein Verkaufsraum modern ist.
Alex Thusbass (17:16.591)
Okay.
Uwe Woell (17:28.954)
stimmt mein Licht, mein Interieur? Wie ist meine Belegschaft? Sind die mit mir alt geworden oder gibt es auch junge Leute da drin? Wie ist meine Werkstatt strukturiert? Gibt es da Prozesse? Sind die Prozesse so, dass sie schlank sind, dass sie kundenfreundlich sind und dass sie effektiv sind? Und das gibt so viele Ebenen, dass man sagen muss, wenn ich in einen Laden reingehe…
versuche ich mir erst mal ein Bild zu machen und stelle ganz viele Fragen und höre erst mal zu. Aber in der Regel erkennt man das in der ersten halben, dreiviertel Stunde und weiß, was was die Uhr geschlagen hat. So, und ich würde behaupten, jetzt hinzugucken, was sich in den letzten zehn, 15 Jahren nicht geändert hat. Da würde ich sagen, müsste überall, müssen überall die Alarmglocken schlagen.
Und da ist dann jemand wie Decathlon oder Little John oder wie sie alle heißen, sehr schnell da und erobern den Markt. Und du hast keine Chance.
Alex Thusbass (18:34.191)
Hm.
Sissi (18:35.773)
Alex?
Alex Thusbass (18:37.296)
Ja, also das ist letztendlich so bisschen das, Uwe, der Tenor vom letzten Mal. Also der Markt ist in einer Umbruchphase. die Zeit des extremen Angebots, der Nachfrage, also der überbordende Nachfrage, da haben wir wirklich nur verteilt und immer verkauft. Und was man schon merkt, ist auf Industrieseite, aber auch auf Händlerseite, man merkt sehr deutlich im Gespräch, wer
Sie diesen Zug zum Tor, also den Verkaufszug zum Tor bewahrt hat und wer sich so bisschen eingerichtet hat auf dieses, die Saison startet und wir machen uns unter die Tür auf und dann kommen die Kunden, die werden schon kommen. Und ich glaube, jetzt ist es momentan so, dass wir eine sehr raue See haben und wenn es sehr raue See ist, dann glaube ist es wahnsinnig wichtig, den Kurs zu kennen, seine Kiste dichtzumachen, also wirklich hochwetterfest haben und genügend Proviant dabei. Und ich glaube, das ist gerade das größte Problem.
Weil 26 ist nicht zu erwarten, dass plötzlich ein Knallton platzt und plötzlich ist das Leben wieder so, es früher war. Schlechte Nachricht, das wird wahrscheinlich sehr, sehr lang dauern. Vielleicht wird es dann nie wieder so. Das heißt, wir müssen uns jetzt alle strecken und vom Handel bis zur Industrie wieder so etwas wie aktiv auf Kunden zugehen. Wir müssen uns den Markt zurückwenden. Und daher, wir merken es bei unseren Händlern auch, die sind sehr müde. Wir haben viele Händler jetzt in der Schulung gehabt.
sind Händler, also gestandene Geschäftsleute, wirklich… Das tut dir wirklich in der Seele weh. Da waren Leute da, die haben dann gesagt, Alex, gib mir bis zum Montag Zeit, ich weiß nicht, ob es einen Montag noch gibt. Dann sind wir da gestanden und haben ehrlich gesagt, das darf man nicht laut sagen, aber wir haben so ein kleines Tränchen verdrückt beide. Weil das geht an uns nicht… Die sind uns ans Herz gewachsen, das sind Menschen. Und die sind sehr, sehr erschöpft.
Und das Schlimmste, wirklich das Schlimmste ist, dass wir immer dachten, okay, 25 wird es besser. Okay, dann wird es 26 besser. Okay, vielleicht dieses ständig wieder Enttäuschte werden. Das zehrt unglaublich an der Substanz. Und man muss auch ganz klar sagen, wenn wir uns jetzt nicht Mühe geben, dann wird einfach die Kapitaldecke auf allen Ecken und Enden sehr, sehr, sehr dünn. Und da braucht es jetzt ganz viel nimmer. Deswegen bin ich völlig beim Uwe und deswegen ist Segen, dass die BAICO und die VSF, dass sie da wirklich auf die Händler aktiv zugehen und sagen,
Alex Thusbass (20:54.224)
jetzt schauen wir uns mal deine Zahnung. Komm, da gibt es tolle Tools, die entwickelt haben. wirklich, die Verbände sind da, muss man ehrlich sagen, ein Segen. Und wir haben schon bei manchen mitgekriegt, die haben dann tatsächlich, also die sind am Gartenzaun gestanden, aber das Tool noch gefunden, sind reingegangen und haben den Menschen vor Suicide, also vor einem Bewart. Und ich glaube, das ist jetzt, muss man ehrlich sagen, wir, also Suicide, meine jetzt nicht, dass jemand wirklich, sondern wirklich vom, also einfach, wir warten so weiter und es wird schon irgendwann gut gehen. Nee, das tut es nicht.
Uwe Woell (21:23.418)
Mhm.
Alex Thusbass (21:23.819)
Und ich bin da wirklich völlig dabei, dass das eine gemeinsame Aufgabe ist. Ich werde ungefähr hundertmal dieses Wort gemeinsam sagen. ist Verbände, sind wir, die Industrie, und das sind die Händler. Und was wir tun können, wir haben jetzt auch Zahlungsziele teilweise gegeben, also da wird es mir ganz schlecht, weil wir einfach sagen, oder Zeug tatsächlich dann doch noch rausgeliefert, weil wir gesagt haben, okay, wir vertrauen dem. Die Feinen springt man wirklich ins Gesicht und wir uns jetzt dann bald wahrscheinlich töten. Aber wenn wir da nicht ein bisschen einspringen,
unsere Möglichkeiten als kleine junge Firma sind deutlich begrenzter wie bei den großen, dann ist tatsächlich, dann reißt bei manchen einfach wirklich der Faden. Es gibt andere Beispiele, bei denen es tatsächlich so, da haben wir gemeinsam geschafft, dass wir mit der gemeinsamen Anstellung waren, da haben wir mit verkauft und haben einfach mitkäufen und dann ist eine Maschine angesprungen und dann haben sie zumindest unser Zeug relativ gut verkauft, was im Overstock nicht käufen hat, aber zumindest die Kasse und vor allem die Psyche wieder bisschen aufgeregt hat.
Das Schlimmste für einen Verkäufer ist, wenn der Kunde kommt, umschaut und er geht wieder. Das passiert drei-, viermal. Das passiert am Montag. Dann ist die Woche ganz schlimm. Ich habe einen Heidenrespekt vor allen, die sich psychologisch aufrichten. Ich werde am Boden zerstören, ich bin ein schlechtes Verkäufer. Sagt einer nein, sagt er zu mir nein und das tut er ja nicht. Da ist, glaube ich, mal ein Punkt, dass wir die Verbände bedienstwirtschaftlich und wir gemeinsam …
was jetzt Support betrifft und ein Stück weit auch die Psyche. Wir haben es gemerkt, wenn wir bisschen fort sind, ein bisschen mitverkaufen, das ein bisschen anspringt und dann die Psyche dahinter wieder ein Stück weit ein bisschen stabilisiert hat, dass es ein bisschen was nutzt. Es ist kein Wunder, aber ist zumindest vielleicht der kleine Schritt in richtige Richtung.
Uwe Woell (23:05.28)
Ich habe eine andere These. Wir Verbände arbeiten ja schon zusammen. dieses Gemeinsam haben wir ja zum Beispiel mit der BAICO, mit der Akademie und wir arbeiten auch was in anderen Stellen zusammen, also die Warenversorgung. Unserer Händler übernimmt auch die BAICO. Also wenn es da irgendwie Fragen gibt oder Bedarfe gibt, dann springt die BAICO da ein und an einer anderen Stelle machen wir einen Job, den die BAICO nicht macht. Also so eine Zusammenarbeit gibt es ja schon.
Ja, und wir überlegen auch, wie wir sozusagen auf der betriebswirtschaftlichen Seite, gerade über die Akademie, unsere Händler insgesamt auch ein Angebot machen können. So, diese Zusammenarbeit gibt es schon. Was ich erkenne, ist das, was du vorhin gesagt hast, nämlich, irgendwie lange muss man nicht verkaufen. Und jetzt muss man praktisch verkaufen lernen, weil die Zeiten sind andere. Die Ware wird einem nicht mehr aus den Händen gerissen. Ich würde sogar eine andere steile These anschlagen.
die Händler konnten noch nie verkaufen. Also es ist jetzt irgendwie keine populäre Aussage, aber es ist tatsächlich so, dass in den ganzen Jahren davor man ja sehen konnte, dass es immer leicht irgendwie jedes Jahr so ein leichtes Plus gab. Es war wie so ein ruhiges Fahrwasser. Wenn man sich die die nach Nullerjahre anguckt, also irgendwie 2010 bis 2020, dann wird man sehen, dass es ganz kontinuierlich jedes Jahr eine Umsatzwachstum von ich glaube 12 Prozent gab.
Ganz gesund, ganz normal, total ruhig, überhaupt nicht spektakulär, es gab keine Ausschläge. Und das haben die Händler dann alle so mitgemacht und mussten dafür nichts tun. So, und dieses Verkaufen lernen ist ja was ganz anderes als nur Ware verteilen oder Menschen zu beraten. So, und das ist, ich, der Teil, den sie lernen müssen, weil das irgendwie ein eigenes Spiel ist und weil sie das auch unterscheidet vielleicht von dem …
Alex Thusbass (24:56.847)
Mmh.
Uwe Woell (24:59.226)
Händler nebenan oder vielleicht auch von, ich sage jetzt mal der Aushilfe, die beim Decathlon arbeitet, das mal böse zu sagen. Und jetzt wird es spannend. Meiner Meinung nach muss da auch die Industrie mit rein. Das nämlich das, was in anderen Industrien völlig normal ist. Schulungen.
Alex Thusbass (25:18.287)
Hm.
Uwe Woell (25:18.834)
Ortbildung, Weiterbildung, das Entwickeln von Händlern, so dass sie professionell werden, die wurden ja auch die ganze Zeit allein gelassen. Wir haben eine Verkaufsschulung angeboten über drei Jahre, die kostete 9.000 Euro, ging über ein Dreivierteljahr. Wir haben es wirklich ernst gemeint, haben gesagt, nur so lernst du richtig. Du lernst nicht durch einen Vortrag, wenn du da einmal irgendjemanden zuhörst. Du musst das trainieren, du musst in die Geschäfte reingehen, du musst das üben. Mit dem Team üben.
kostete 9000 Euro und es gab ein paar Händler, die haben sich das geleistet. Aber eigentlich muss doch die Industrie genau das gleiche Interesse haben. Die muss mit der Industrie an Bord gehen. Und das, glaube ich, das tun wir jetzt gerade. Wir fangen jetzt an, in der Akademie auch umzudenken und sagen, diese Dinge müssen von der Industrie mitgetragen werden. Von mir aus auch mit zwei, drei Lieferanten zusammen. Ja? Und den Händler fit machen, den unterstützen, dafür zu sorgen, dass er das kann, was man von ihm erwartet. Und nicht nur zu sagen, ich erwarte das von dir.
Alex Thusbass (25:53.679)
Ja.
Uwe Woell (26:16.832)
Und das finde ich, wird höchste Zeit. Da lernen wir von anderen Industrien und haben da dringenden Nachholbedarf.
Alex Thusbass (26:16.943)
Ja.
Alex Thusbass (26:24.367)
Ja.
Sissi (26:24.796)
Kurze Zwischenfrage ist diese Sehnsucht nach Preisstabilität. Die scheint ja irgendwie so der Treiber zu sein. Ihr sprecht beide davon, man von Jahr zu Jahr zu Jahr diese Hoffnung hatte, die Preise werden sich stabilisieren. Das ist das Übel. Das killt unsere Margen. Spürt man da jetzt, dass da noch mehr kommt?
die Einsicht kommt, dass das nicht der einzige Hebel ist und dass man da noch was anderes spielen muss, weil der Blick auf Decathlon, den finde ich schon sehr interessant, weil im Grunde könnte man auch sagen, Decathlon öffnet eine ganz neue Käuferschicht oder eine sehr spannende Käuferschicht. Und was machen wir? Das ist ja auch noch so ein Punkt, oder?
Alex Thusbass (27:07.247)
Jetzt, es nicht so gemütlich werden zu lassen. die Preisdestabilisierung hat vor allem damit zu tun, dass wir, ganze Industrie, gleiche Produkt bauen. Das immer das Gottverdammte gleiche Produkt. Da steht einfach irgendeiner anderen Name drauf, den der Kunde nicht kennt. Und sobald bisschen eine Krise kommt, ist bei der Industrie eigentlich immer, was überbleibt, der Preiskampf. Weil es sonst kein Differenzierungsmerkmal gibt. Und ganz ehrlich,
Den Zahn müssen wir uns jetzt alle mal ziehen. ist sowieso einer der größten, wie soll ich sagen, ihr Glauben in der Industrie und mittlerweile generell, dass die Marke automatisch dir die Marge stabil hat. wir haben im Fahrradmarkt, im Konsummarkt, im Breitenmarkt, wir Fahrradnamen, aber keine Marken. Die ungestützte Bekanntheit von Fahrradmarken liegt so weit von allem entfernt, was normale, starke Marken
die wirklich einen Preis-Effekt haben, ausmachen. Klar, wenn man jetzt in einem spezialisierten Bereich geht, Menschen, sich damit beschäftigt haben, schaut die Sache anders aus. Nur, quantitativ ist es nicht besonders groß. Und das Thema Marke, glaube ich, ist ganz ehrlich, ich komme aus dem Design, auch aus der Markenberatung. habe auch lange Zeit dieses Thema total promoted. Aber man kann ja mal Porsche fragen, wie viel in der Marke für diesen kompetenhaften Abstieg der letzten oder der ganzen deutschen Atomobilindustrie, was denn Porsche, jetzt Marke, ob die in irgendeiner Farbe
den Fahrrad bremst hat. ich würde mal sagen, ich habe sogar beschleunigt. Porsche ist eine Marke, nur durch Gewinnen definiert. Siehe KTM, genau das Gleiche. KTM Motorrad, ganz vorsichtig. KTM Motorrad. So eine Marke hat einen kompetenhaften Abstieg und du bist immer nur so gut wie der letzte Produkt, fertig. Und diese Hoffnung, dass die Marke über alles drüber trägt, ist völlig falsch. Und die ist doppelt falsch im Fahrradbereich. Warum? Weil wir gar keine Marken haben.
Und deshalb, wenn wir nicht aufhören, gleiche Produkt zu bauen, alle miteinander, dann wird es immer zum Schluss die Marge fressen. Und dritter Punkt, damit ich mich total unbeliebt mache, Marge, Eingangs- und Ausgangsmarge, sind zwar völlig unterschiedliche Dinge und wir haben, was wir nennen, so versteckte Margenkiller. Das ist nicht nur die Marge, der Händler auf das Produkt hat. Da gehört Vormontagequalität dazu, da Serviceabwicklung dazu, da gehört Zuverlässigkeit dazu, da gehört die
Alex Thusbass (29:23.163)
die inneren und außen Dienst dazu gehört, Nachorderfähigkeit, die Fähigkeit, man Overstock wieder in der Nachverfüßung, die Redeaps, ich kriege es nicht raus, also neu verteilt und dann also so Themen, dass ich Dinge nachordern kann. Bis dorthin, ob sich ein Produkt schnell dreht, dass ich nur Upselling betreiben kann, dass die Industrie klug genug ist, dass sie Produkte liefert, bei denen der Händler dann schön noch zusätzliches Zubehör verkaufen kann oder sie stopfen alles rein, damit es zu teuer ist, damit er ja
noch ordentlich Discount geben muss. Und deshalb muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin gleich fertig, ich erst einmal sagen, ich suche das immer erst einmal bei uns als Industrie, dass wir da halt noch sehr viel anderes Dinge machen müssen. Da habe ich tatsächlich jetzt tatsächlich einen besseren Stand, weil wir tatsächlich in einer ganz wenigen Marken waren, die jetzt zum UVP verkaufen können und die sind tatsächlich also genauso bewertet, weil wir haben es jetzt schwarz auf weiß. Wie denn bei dieser Auswertung?
Uwe Woell (29:52.885)
Okay.
Alex Thusbass (30:18.319)
Wir setzen schon einen ganz gewissen Grund, weil es jetzt quasi keine Werbeeinblendung sage den Markennamen nicht, auf einen eigenen Antrieb. Weil dieser Antrieb, den gibt es nur bei uns, damit sind wir aus einer Vergleichbarkeit heraus. Wir reißen uns alles, was wir tun können, auf, damit wir ja aus dieser Vergleichbarkeit rauskommen, dass die Partner da draußen, dass wir ihnen einen Pfeil in ihren Köchersteg mit dem sie scharf schießen können und der nicht einfach zig fidtern lässt. Und daher sage ich ja, ich bin bei Uwe, also verteilen ist nicht verkaufen.
Die Händler, die wir kennen, da sind viele dabei, können gut verkaufen. und ich habe großen Punkt, deswegen habe ich eine ganz große Hoffnung auf die Verbände in der Ausbildung. Der Nachwuchs, da schaut es tatsächlich anders aus. da ist der Verkaufen ein ein bisschen ein anrühriges Thema. Zumindest unsere Händler sagen dafür, wir haben bisschen Problem, wir kriegen keine Leute mehr, die wirklich verkaufen wollen. Nicht nur beraten, sondern verkaufen.
Sissi (31:12.128)
Uwe hat genickt wie so ein Mettler beim Prentera Konzert.
Alex Thusbass (31:16.398)
Haha!
Uwe Woell (31:17.306)
Die Videobereichung…
Sissi (31:21.264)
Ja, möchte trotzdem, also jetzt die Händlerseite und auch nochmal dieser Punkt, ist Preisstabilität immer noch da draußen das Keyword oder hinterfragt man sich auch mal anderweitig?
Uwe Woell (31:33.6)
Ja, ich glaube, es waren jetzt so viele Sachen, die Alex gesagt hat, ich versuche. Genau, ist die Verwirrungsstrategie, glaube ich. Und ich muss jetzt mit so viel reden. Ich muss mit paradoxer Intervention jetzt kontern. Ich mache vielleicht mal ganz am Anfang. Du hast was von gesagt, welche Marken sind bekannt. Jetzt würde ich behaupten, der Handel muss natürlich in den …
Sissi (31:36.934)
Das macht er immer so. Der hat so viele Köche in seinem Fall, die stecken da alle drin.
Alex Thusbass (31:42.666)
Ja genau, einfach so viel reden.
Sissi (31:49.728)
Super.
Alex Thusbass (31:50.094)
Uwe Woell (32:02.508)
Da bin ich nicht drauf eingegangen, weil ich finde, das wird zu komplex oder führt zu weit. Der Handel muss anfangen mit seiner eigenen Marke. Also, wer ist er? Was will er mit seinem Laden? Wie präsentiert er sich? Was stellt er da? Was sind seine Ziele? Was verkauft er? Was passt dazu? Wenn er das nicht gemacht hat, hat er sowieso schon ein Problem. Diese Frage, wer bin ich und was will ich mit meinem Laden erreichen, muss er sich stellen und muss authentisch sein.
Alex Thusbass (32:12.655)
Mh. Ich Ich bin in ich Ich in Schule Ich in Schule
Uwe Woell (32:30.554)
Es gibt auch Händler, die jetzt im Moment in ihrer Not Dinge anfangen, wo ich sagen würde, wie passt das zu dir? Wo kommst du jetzt plötzlich? Seit wann bist du Sportler? So. Und willst aber in den Sportbereich rein. Und das wird nicht funktionieren. Da kann ich jetzt schon sagen, das wird schnell scheitern. So, weil … Was weiß ich? Reiseradler oder Alltagsfahrer, aber kein Radsportler. Und trotzdem tummeln sie in dem Bereich. Und da gibt es viele, die das sehr, sehr toll machen. So, deswegen …
Natürlich fängt es mit Markenarbeit an und mit Selbstverständnis, mit Corporate Identity. Das ist völlig klar. Wenn du dann Marge ansprichst, dann auch da natürlich, da habe ich wirklich genickt wie ein Metal, weil für mich ist völlig klar, wir betrachten schon lange die Konditionen der Lieferanten nicht nur …
Alex Thusbass (33:24.116)
Mhm.
Uwe Woell (33:25.274)
anhand der Zahlen, sondern auch anhand der Vormontagequalität. Weil da ist sozusagen das größte faule Ei. Wenn du bei jedem Rad eine Dreiviertelstunde länger brauchst, dann verlierst du einfach schon mal 1,5 Punkte. So, oder 1,4 oder wie auch immer. Also, es kommt jetzt noch mal drauf an. Und das ist den meisten Händlern gar nicht klar. Sie nehmen das in Kauf und sagen, ich hab ja so tolle Konditionen und rechnen das nicht um. Der Lieferant spart sich sozusagen die Vormontage.
Alex Thusbass (33:32.719)
Mhm. Hmm?
Uwe Woell (33:54.17)
Und der Händler macht sie dann, da geht ihm Zeit verloren, das geht auf die Marge, und das tut echt weh. Und diese Schmerzen spürt er an einer ganz anderen Stelle und weiß nicht, wo kommen jetzt meine Schmerzen her. So, und der zweite Schritt, da sind wir auch richtig laut geworden, wenn man dann noch Gewährleistungen, was schon lange ein Problem ist in der Branche, da haben wir schon 2005, mal richtig laut geworden. Und würde sagen, die Noten haben sich jetzt auch bei der SAZ-Lieferantenbewertung überhaupt nicht geändert.
Alex Thusbass (34:05.903)
Mh.
Uwe Woell (34:24.054)
Also du bist bei den Noten immer ein Punkt schlechter als in den anderen Bewertungen, in den anderen Kriterien. Das heißt, Frage, wie gehen die Lieferanten mit der Reclamation und mit der Gewährleistung und was kriegen die Händler tatsächlich bezahlt, das ist auch ein Margenkiller und wird nicht berücksichtigt. Und der Gipfel ist es dann, wenn du bei Rückruf, und das ist wieder ein ganz anderer Fall, wird gerne in einem Topf geschmissen, dann auch noch verpflichtet bist.
und dann deine Arbeit nicht bezahlt bekommst, dann tut’s richtig weh. Und deswegen wehren wir uns so.
Sissi (35:00.912)
Ihr habt das im Januar, glaube ich, publik gemacht und zwar massiv. Ihr habt auch einen Markennamen genannt. Möchtest du den nennen, möchten wir spezifisch darauf eingehen. Er schüttelt den Kopf wie kein Mettler. Und es geht darum, dass der hohe Montageaufwand, so habe ich es verstanden, den Fachhandel, der, wie ihr es formuliert habt, glaube ich strukturell sowieso schon unterfinanziert ist, noch weiter unter Druck.
Uwe Woell (35:12.154)
Ne.
Sissi (35:30.44)
setzt bzw. auch die Rückrufaktionen, die das Ganze zusätzlich verschärfen. Für mich als Lion, die von außen draufblickt, ist es tatsächlich so, dass die Vormontage bei den Lieferanten, bei den Herstellern so unterschiedlich ist.
Uwe Woell (35:45.031)
Ja, also das können wir nachweisen, weil das können die Händler, die wirklich eine saubere Werkstatt haben, die trecken die Zeiten und die wissen, dass es bei Lieferant A in der Regel und im Schnitt
eine dreiviertel Stunde dauert. Das wäre, glaube ich, ein relativ guter, aber auch normaler Schnitt für ein Rad, es verkaufsfertig zu machen. Da zerlegst du das Rad auch nicht, sondern du machst es gründlich, so dass, weil du der Inverkehrbringer bist, auch sauber vormontiert den Kunden übergeben kannst. Dreiviertel Stunde. Und es gibt andere Lieferanten, dazu gehört auch den, den wir im Januar genannt haben. Da brauchst du im Schnitt eineinhalb Stunden.
Und das kriegst du von allen Händlern unwiderrufend belegt. Also, ist nicht so, dass das dann irgendwie ein Händler sagt, bei mir dauert’s zwei Stunden, und der andere sagt, nee, ich krieg das in 50 Minuten hin, sondern alle sagen sie, dass es anderthalb Stunden dauert. So, und das ist eine Dreiviertelstunde länger, als es sein muss. Das musst du natürlich in der Marge merken. Und wenn das sozusagen vergütet wird, über eine bessere Kondition, ist es ja fair enough. Dann ist es Teil des Deals. Also, da bin ich auch wirklich …
Alex Thusbass (36:28.494)
und
Uwe Woell (36:56.054)
Da bin ich auch tiefenentspannt und sage mir, wenn das der Deal zwischen Lieferant und Händler ist, dass du weißt, du brauchst länger in der Montage, dann ist es ja fair. Aber beim Rückruf ist es dann nicht mehr fair, weil da musst du, du hast keine Wahl, was du da tust. Du musst reagieren, du musst arbeiten. Du musst auch Fremdfahrräder, die nicht bei dir gekauft worden sind, musst du bearbeiten. Du darfst dem Kunden keine Zusatzkosten in Rechnung stellen, sondern musst das wirklich mit dem Geld
Alex Thusbass (37:05.034)
Hmm.
Uwe Woell (37:25.21)
was ein Lieferant dir bietet. Und wenn das dann nur, ich sag jetzt mal, ein Viertel von dem ist, was dir rechtlich zusteht, dann haben wir ein echtes Problem. Dann wird hier sozusagen … Dann wird hier auf dem Rücken der Händler was gedealt und was ausgebadet, was richtig böse werden kann. Im letzten Jahr hatte dieser Lieferant zwei Rückrufe. Und das waren wirklich in nennenswerten Stückzahlen, wurden da Arbeiten ausgeführt.
Also ich kenne einen Händler, hat verkauft 500 von diesen Rädern und musste 300 Rückgrufe bearbeiten. Da geht es dann schnell um 15.000 Euro. Die er verliert.
Sissi (38:02.56)
Jetzt habt ihr das rückgespiegelt. Kommt da eine Reaktion?
Uwe Woell (38:11.638)
Gar keine. Also wirklich gar keine. Also wir haben auch, bevor wir es veröffentlicht haben, immer gefragt, lass uns reden, lass uns sprechen, lass uns verhandeln, lass uns einen Deal finden, der für beide Seiten in Ordnung ist. Wir haben keine Rückmeldung gekriegt. Es ist eher umgekehrt so, dass ich jetzt erfahre, jetzt sind es sozusagen die ersten Wochen, der Rückruf auch beantragt wurde, dass unsere Händler unter Druck geraten, weil sie in unserem Verband sind.
So, heißt also, kriegt jetzt hier, das kriegt hier auch eine Entwicklung, die nicht nett ist und wo wir auch aufpassen müssen, wie wir da reagieren.
Alex Thusbass (38:50.126)
Mh.
Sissi (38:51.335)
Welchen Hebel hätte der Handel?
Uwe Woell (38:56.218)
Das ist Marktmacht. Wir haben es ja schon mal erlebt, dass es Marktmacht und der Handel muss extrem vorsichtig sein, weil er sonst den Referanten verliert.
Alex Thusbass (39:07.466)
Also da wollen wir kurz reinspringen. Ich glaube, da eine Selbstreinigungskraft von Markthürtenschaft. Also wenn jemand wirklich so das macht, dann gibt es sicherlich jemanden, der alternativ, das muss ich vorsichtig sagen, also wir merken schon, dass viele Hände sich neu orientieren wollen und die ganz klar sagen, ich möchte mir perspektivisch da wegentwickeln, weil das mache ich nicht mehr mit. Das geht nicht schnell, aber da möchte ich mich jetzt entwickeln. Also das heißt, da reinigt sich der Markt.
über die Zeit hinweg. Aber, und das muss man ganz klar sagen, dieser Markt ist, wir haben einen sehr schwierigen, wir nennen den Tags the most market. Das heißt, auf Zulieferseite, aber teilweise auf Markenseite gibt es Spieler, die den Markt so stark, ich sag mal so, die letzten Jahre dominiert haben, dass es für Markt ungesund geworden ist. Aber ganz ehrlich, jeder Markt reinigt sich in den Punkt. da kannst du jetzt wirklich drauf warten.
Ich möchte nur zwei Dinge anführen, das man nicht vergessen darf. Gerade bei kleinen Händen, wie bei meinen Eltern zum Beispiel. Wenn da so Montage, wenn du erstmal wirklich Dreifelstunde brauchst, die haben teilweise auch wirklich eine Dreifelstunde braucht, bis sie eine Kiste wirklich fahrbereit gehabt haben. Das kommt ja ein bisschen auf Anspruch an, aber der war halt einfach so, wenn du ein schlecht montiertes Bike in den Verkaufsraum stellst, dann ist die Probefahrt gefährdet. Nicht nur wirklich technisch gefährdet, sondern einfach, das klappert, das schäbert, dann verkaufst du es nicht. Jetzt hast du aber zwei Effekte. Du stehst in der Werkstatt und während du in der Werkstatt stehst, bei einem kleinen
Unternehmen hast du zwei zusätzliche Kosteneffekte. Erstens, du stehst nicht im Laden und verkaufst. Und B, der Werkstatt wird gerade blockiert. Du brauchst gerade ein neues Radar, was eigentlich nicht unbedingt deine komplette Arbeit sein sollte. die Werkstatt hinten, die Warteschlange wird immer länger. Das heißt, der geht auch da nochmal umsatzvoll an. Oder wie bei meinem Vater, der ist einfach nächtelang da in der Werkstatt gestanden. Und ein kleines Beispiel, ich habe wahrscheinlich den Hintergrund ein bisschen am Blättern.
Ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut, man muss sich vorstellen, die Händler bewerten da unterschiedlichste Dinge wie Order, Montagequalität, Ersatz, Verfügbarkeit in den Außendienst und geben da Noten ab. Und was der Oberbürgermeister gesagt hat, zum Beispiel bei der Montagequalität ist die Spreizung riesengroß. Also da haben wir tatsächlich so, dass der erste Durchschnittsnote von 1,57 hat und die Platz 23, lustigerweise genau die Marke, die du genannt hast, 3,96.
Alex Thusbass (41:24.255)
Das sind fast 2,5 Punkte Unterschied. Da sieht man, extrem groß diese Spreizung ist. Und das Gleiche im Rückruf. Bei Reklamationsabwicklung gibt es auch der erste 1,5. Und die Nummer 23, wieder diese Marke, da bleiben wir mit 4,03 drin. Und anhand dieser großen, es ist wirklich die größte Spreizung. Bei den anderen legen die Ergebnisse besser beieinander. das stimmt, in allen Punkten haben sie sich alle verbessert. In den beiden Punkten sind die Schritte …
Uwe Woell (41:28.286)
Genau.
Alex Thusbass (41:54.388)
zumindest weniger groß gewesen. Also von dem her gibt es dieses Thema. Ich bin noch völlig dabei. Was meiner Meinung nach die neue Partnerschaft zwischen Handel und Industrie ausmachen muss, ist, dass man solche versteckten Margenkiller, dass die Industrie, dass wir uns Mühe geben müssen. Weil eins muss klar sein, ohne Händler ist die Industrie nichts wert.
online verkaufen, e-Bikes, schöne Idee, wird nicht funktionieren. Da können wir mit allen anderen Liedsingen. Das heißt, unser vitales Interesse in der Industrie, und jetzt rein aus der Industrieperspektive, muss es sein, dass wir gute und gesunde Händler haben. Und das kann nur so gehen, dass wir Dinge tun, sie wirklich zu unterstützen. Und das bedeutet nicht, dass wir sie auf irgendeine dumme Insel einladen, oder einen schönen Joyride machen, oder auf irgendeine blöde Hausmesse und da stundenlang bespaßen, weil das Geschäft wird unterm Jahr gemacht. Und da gehören solche Dinge auch dazu, dass das dem Vormontagequalität stimmt.
und dass eine Abwicklung auch tatsächlich insofern auch funktioniert. Und ehrlicherweise, es gibt viele Händler, sagen, bitte gib uns ordentliche Datenqualität, weil wir haben teilweise auf unserer Webseite, auf unseren Internet-Jobs, wir brauchen teilweise bis zu einer Stunde, so ein dummes Produkt zu integrieren, weil die Daten halt einfach völlig lückenhaft sind. Und da gibt es ja mittlerweile wirklich gute Möglichkeiten.
Uwe Woell (43:17.268)
Ich glaube, Datenqualität ist genau so ein Punkt. Es geht ja im Grunde und zwar bei allen Themen darum, wo ist ein Zeit- oder ein Ressourcenkiller? So, also wenn du ein Lieferant bist, dann musst du es doch deinem Händler und einer Händlerin möglichst leicht machen, dass die mit dir zusammenarbeiten können. Und zeitsparend und ökonomisch und irgendwie entgegenkommend und so weiter. Und du musst es
Und das muss auch ein Zusammenspiel sein. Umgekehrt muss es der Händler die auch leicht machen, dass du irgendwie die Ware reinliefern kannst und es nicht kompliziert wird. Und der sagt dann kannst du nicht liefern, dann kannst du auch nicht liefern und dann, ich hab nur einen Slot von zwei Stunden in jeder Woche, wo du deine Ware abgeben kannst. Also ich finde, es geht ja auf allen Ebenen darum, dass wir hier die Ressourcenverschwendung, die in dieser Branche stattfindet, endlich mal aufhören.
Alex Thusbass (44:03.471)
Ja.
Ja.
Uwe Woell (44:09.61)
Und das fängt bei den Daten an, aber hat auch bei Gewährleistungen und Reklamationen auf jeden Fall auch einen Punkt. und also mir geht es ehrlich gesagt überhaupt nicht einzelne Lieferanten. Mir geht es auch nicht das Benennen von Einzelnen und das Bashen, sondern mir geht es darum, dass wir hier einen Grundthema haben, was wir bei Fachkräftemangel, den wir nachgewiesenermaßen eklatant haben, uns gar nicht leisten können.
Alex Thusbass (44:24.062)
Hmm.
Uwe Woell (44:37.922)
Und dann kommt so eine Schimanu-Studie raus, die sagt, die Menschen fahren weniger Rad, weil der Service so schlecht ist in Deutschland und weil sie so lange auf ihre Fahrräder warten müssen. Und wir wundern uns über das Ergebnis. Wir haben uns überhaupt nicht zu wundern, sondern wir haben dagegen zu arbeiten. Das ist so meine Intention dabei, dass wir möglichst viel dafür tun, dass möglichst viele Menschen Lust haben, aufs Rad zu steigen und
die Möglichkeit bekommen, dass unsere Servicezeiten kürzer werden und dass die Händler in dieser Arbeit unterstützt werden. Und eine Sache ist ja ganz klar. wenn der Händler da Geld verliert, ist im Handel, da würde ich jetzt mal andersrum sagen, ist ja nicht so, dass es immer, dass die immer nicht gut wirtschaften können. Weil, Sissi, so was Ähnliches gesagt hast vorhin, dass die
Alex Thusbass (45:16.573)
Hm.
Uwe Woell (45:28.282)
dass die alle irgendwie am Existenzminimum arbeiten. Das ist nicht der Fall. Sondern es ist so, dass es je nachdem, in welcher Größe sie sind, schon sie sehr gut wirtschaften können. Aber diese Grundbedingungen, nämlich den beim Leasing 6 Prozent weg oder haben die sozusagen Rückruf, kriegen sie 15 Euro für eine Arbeit, die eigentlich 50 Euro abgerechnet werden kann.
Da wird es dann schnell grenzwertig und kostet sie, macht den Ertrag aufs, bringt den Ertrag ganz runter. So, und das können sie sich auf Dauer nicht leisten und gerade in diesen Zeiten überhaupt nicht.
Alex Thusbass (45:56.174)
Mmh.
Alex Thusbass (46:05.326)
Hm?
Sissi (46:09.47)
Also mich schockiert so ein bisschen dieser, Alex du meintest das Wort, das du am häufigsten sagen würdest, heute ist gemeinsam und jetzt haben wir hier so ein bisschen den Blick auf den anderen Teller, wo schnappt man sich noch einen Krümel weg, während man nicht daran arbeitet, den Kuchen einfach größer zu backen und mal schaut, was da noch für Potenziale da draußen sind, weil die sind einfach riesig und Uwe, du sagtest, also die Leute fahren weniger, die Shimano-Studie kam raus, es wurde
Alex Thusbass (46:09.646)
Hmm.
Sissi (46:39.072)
wirklich deutlich, dass die Menschen nicht aufs Fahrrad steigen, weil das Fahrrad nicht fahrtüchtig ist. Und wir haben immer noch das Thema, ich bring’s jedes Mal wieder auf, Frauen, die nicht adressiert werden. Und dafür blickt man dann eben auf den anderen da drüben und schaut, wo holt man sich da jetzt noch ein paar Krümel und schadet.
Alex Thusbass (46:52.974)
Hm?
Sissi (47:03.472)
Diese Räder ineinandergreifen, ist ja eben das, was du meintest, Alex. Oder wir müssen alle gemeinsam diese Schmiere voranbringen oder diese Schmiere haben, uns gegenseitig zu unterstützen.
Alex Thusbass (47:07.266)
Also wir sollten einfach eins wirklich mal wahrnehmen, dass der Handel ohne Industrie und die Industrie ohne Handel nicht durchkommen wird. Da kann auch nicht ein anderer sein. Es ist eine Partnerschaft, aufeinander ist, es ist Symbiose, die aufeinander ist, Symbiotische Beziehung, Punkt. Wer das versucht zu ignorieren, kann viel Spaß. Also wir haben genug Erfahrung mit Online-Sales und so weiter. Das heißt,
Sissi (47:31.504)
und spannend, dass Decathlon genau dieses Ökosystem selbst aufbaut.
Alex Thusbass (47:34.918)
Ja, aber das ist der Händler, der zum Hersteller wird. Die Richtung geht, aber andersherum geht nicht. Muss man mal ganz klar sagen. Also es gibt keinen Hersteller, ich hatte das Zweifel auf den Vergnügen, bei einem Hersteller zu arbeiten, der hat das probiert, sogar, dann haben wir gesagt, Gottes himmels willen. Aber das ist ja genau der Punkt, auf den ich raus will, dass diese Vertikalisierung bedeutet nicht, dass die gesamte Wertschöpfung du komplett owns, sondern wir schielen eben nicht auf den Krümel der beiden Händler, sondern wir teilen den Kuchen.
Uwe Woell (48:03.258)
Ja.
Alex Thusbass (48:03.657)
Das ist zum Beispiel so ein paar Beispiele. wir sind tatsächlich, das haben wir schon lange vor, wir haben jetzt extra kleine LKWs gekauft, bei denen wir versuchen wollen, wir bieten es den Händlern an, wenn sie es haben wollen, können sie es machen, dass wir eine 100 % Vormontagequalität haben und die Räder werden unverpackt geliefert. Warum? Das Auspacken kostet Zeit, das Entsorgen kostet Zeit, die Vormontage, wenn wir das machen, das ist nur vormontiert, nicht entmontiert. Entmontage ist wirklich, aber
Das ist was, was der Händler macht. Ich als Händler würde mir das auch nie von irgendjemandem meine Endmontage machen lassen. Aber es ist vormontiert. Das heißt, wir garantieren, das Ding kommt fertig zu dir. Du schiebst das aus dem LKW direkt in den Verkaufsladen rein und ab dem Zeitpunkt, also 10 Minuten später, kannst unter Umständen schon verkauft haben, theoretisch. Wir haben mittlerweile ein entwickelnd tatsächliches System. Das haben wir jetzt tatsächlich draußen. wie gesagt, Vorsicht, es ist keine Eigenwerbung, sondern wir wollen tatsächlich mal bisschen beweisen, dass es geht.
Uwe Woell (48:40.122)
Das
Alex Thusbass (49:02.135)
Und ehrlicherweise, wenn es keiner tut, es gibt nichts Gutes, also man tut es irgendwann, muss es vielleicht mal machen. Wir haben jetzt ein ergonomisches Einstellungssystem, VARCH, ein einfaches System, das wir mit Kiew-Biomeister zusammenarbeiten, das auf der Webseite, dort beginnt nämlich ganz oft die Customer Germany, die beginnt tatsächlich ganz oft auf der Händler-Webseite. Siehste, das brauche ich dir nicht zusammen, ich habe ja gelernt, dass du die Altair-Studie ja sehr gut kennst. Und was wir tun wollen, ist, wir da die Webseite jetzt, jetzige Webseite schmeißen weg und bauen eine komplett neue Webseite, bei der die Beratung beginnt. Wir helfen schon mal bisschen.
Grundberatung. Wir sammeln schon mal ein die Einladung der Informationen und wenn der Kunde das dann will, dann übergeben wir jetzt den Händler. Der Händler weiß schon mal ein bisschen was über den Kunden, die wir ihm schicken. Plus bis zu der kompletten Einstellung für das E-Bike ist dann, wenn er das dann will, das muss er nicht mal, es kann er mal, dass er weiß, dass wenn der Endkunde kommt, das Thema Ergonomie. auch daran wird die Testfahrt sicher nicht scheitern.
Und da haben wir einige Themen, die wir jetzt tatsächlich ausprobieren und mit dem Handel auch probieren. Tiefe Datenintegration gibt es ganz viele Händler, die da wirklich komplett offen sind. Das wir einfach gemeinsam im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung, wenn der Kunde zustimmt, dass wir das austauschen, dass wir sagen, wir schauen, dass wir die Kunden mehr oder weniger in unseren Tunnel kriegen, unseren Pfandel kriegen und dann dem Händler möglichst helfen, dass die Beratungszeit kürzer wird.
Wir sind keine Gutmenschen, das ist ganz vitales Eigeninteresse. Warum, wenn ich eine perfekte Einstellung für Hefer habe, dann schicke nicht und der verkauft dann doch, ich sage nicht, was wart ihr jetzt nicht. Also das ist schon Eigeninteresse dabei, aber es ist pures Eigeninteresse. Ein gesunder Händler, der gut verkauft wird, einfach ein guter Partner sei. Und andersrum, der wird nicht zu einer anderen Marke gehen, der wird uns dann plötzlich rausschmeißen, sondern der wird dann für uns immer bisschen mehr nehmen. Aber da musst du den Händler bemühen.
Uwe Woell (50:29.274)
Ja.
Alex Thusbass (50:46.603)
Punkt. Und anders wird es nicht gehen. Und nochmal, das ist völlig wurscht, wie gut du in der Vergangenheit warst. Du bist immer noch so gut, als wäre dein aktuelles Programm läuft. Wie du deinen Händler aktuell behandelt. Weil an Marken und an Partnern da draußen handelt es den Händlern wirklich nicht.
Uwe Woell (51:04.207)
Ja.
Sissi (51:04.218)
Also Produktentwicklung nicht nur am Rad, sondern an der gesamten Journey sozusagen. Uwe, du wolltest noch?
Alex Thusbass (51:07.851)
an der ganzen Kette. Genau.
Uwe Woell (51:12.103)
Ja, es gibt einen Punkt, hattest du dann, der war sozusagen, der war so zwischendrin und da habe ich gedacht, irgendwie so, das ist jetzt der Ansatz, den wir, der uns schon seit fünf Jahren begleitet und Schmerzen macht, weil wir irgendwie wissen, da ist eine der größten Verschwendungen in der ganzen Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Händlern. Jetzt sind wir wieder bei der Vormontage.
Die Vormontage müsste bei euch und bei uns oder müsste bei uns gar nicht eine Dreiviertelstunde, sondern es reicht eine halbe Stunde. So, weil wir sind ja ein Verkehrbringer. Du hast völlig recht. Wir müssen am Ende die Hand anlegen und müssen die wichtigsten Sachen kontrollieren. Aber wir wüssten ja gerne, welche wir noch machen müssen. im anderen Sinne wissen wir ja, das am Lenker und am vielleicht die Sattel vielleicht noch mal festziehen und so weiter, weil du die Höhe einstellen musst. Ja.
Aber, und die Pedale musst du vielleicht auch dran machen, wenn das irgendwie doch verpackt kommt, aber du musst doch bitte nicht mehr die Kurbel abbauen und das Tretlager überprüfen und so weiter. Und das ist bei allen nicht beschrieben. Also wir kennen keinen, vielleicht gibt es einen, der das macht oder zwei, das machen, die beschreiben, was sie getan haben und was du als Händler nicht mehr machen musst, weil du hast es schon getan. Und jetzt muss man sich vorstellen, da gibt es bei …
Auch bei Manufakturen gibt es in der Zwischenzeit wirklich einen sehr, guten Qualitätssicherung. Da gibt es einen Menschen, checkt das Rad nochmal richtig durch. Monteur, Qualitätssicherung, da kommt das Rad im Handel. Der nimmt es erstmal wieder komplett auseinander, es wieder zusammenzubauen, dann für den Kunden fertig zu machen. Wie absurd ist das? Und diese Verschwendung, also…
Alex Thusbass (52:49.39)
Das ist
Uwe Woell (52:53.13)
Wie lange sind wir schon da dran und stoßen immer wieder gegen Barrieren? Ja, ihr müsst das Ding auseinandernehmen. Wir können euch nicht genau sagen, was wir gemacht haben und so weiter. Das muss mal aufhören. Und da haben wir so viel, da setzen wir so viel Kapazitäten frei, die schon allein an der Stelle in Werkstattleistung oder mehr Produktionskapazitäten sich umwandeln lässt. das ist ein richtiger Pain.
So, das ist vielleicht das erste, was mir einfällt, wo ich sagen würde, das wäre so leicht. Macht an euren Rädern eine Liste und sagt, das haben wir schon erledigt, da musst du keine Hand mehr anlegen. Wir sind da fertig.
Alex Thusbass (53:32.11)
Grundsätzlich so zum Beispiel Motor im richtigen Anzugstreben, also alle sechs Schrauben im richtigen Anzugstreben, wenn ich drauf schreibe, dass wir das schon erledigt haben, würde ich mir das Händler verarscht vorkommen, weil davon gehe ich einfach schlichtweg aus. Man müsste eigentlich sagen, pass auf, das ist zu tun. Und ehrlicherweise der Anspruch muss sein. Ich möchte jetzt eins klar sagen, also Montagequalität, die Konsistenz zu halten, ist eine riesen Aufgabe. Du hast nämlich tatsächlich in der Montage plötzlich irgendjemand, es gab mal eine Zeit,
Fun Fact, da gab es bei VW immer totale Beschwerden, dass bei manchen Autos ein unangenehmer Geruch war. Bis ich herausgefunden habe, dass es ein Kollege war in der Montage, der immer, wenn er Schicht gehabt hat, ein extrem aggressives DIO drauf gehabt hat. Das heißt, sobald Menschen irgendwas zusammenschrauben, wird es ein Stück weit schwanken. Und ich möchte, das werden wir nicht vertiefen, aber ich bin ganz ehrlich, ich bin jedes Mal wieder total tief schockiert, also zu tief schockiert. Ich bin nicht überwältigt, ich finde das nicht gut.
wie extrem komplex so ein Fahrrad in der Produktion ist. Es ist wirklich völlig absurd, wie anachronistisch das Ganze noch in der ganzen Montage ist, wie unfassbar aufwendig es ist, einen Aluminiumrahmen zu machen. Übrigens, sind fast alle Rahmen, 90 % sind handgeschweißt, das ist alles Anderarbeit. Schreib keinen Mensch drauf, weil es einfach Standard ist. Das heißt, wir bauen die Fahrräder eigentlich immer noch so, das hat sich seit 50 Jahren kaum weiterentwickelt.
Und ich bin jetzt auch ganz ehrlich, werden wir ansetzen. Das heißt, ganze Komplexität, diese versteckte Sammelsührungskomplexität an so einem Fahrrad deutlich zu reduzieren, damit es in der Montage einfacher wird, damit man Fehlerqueren viel besser ausschließen kann, damit man auch automatisiert fertigen kann. Das bedeutet nicht, Arbeitskräfte zu sparen, das bedeutet, eine Qualitätskonsistenz und Nachverfolgbarkeit hinzubekommen.
Und dann auch den Service eher in kompletten Baugruppen zu denken, die man halt einfach schneller austauschen kann, der Service viel reibungsloser wird. Das heißt, du musst ja ganz vorne schon beginnen, damit es hinten für den Händler im Service leichter wird. Das ist nur etwas, das muss man mittel- bis langfristig betrachten. Mittel- bis langfristig, wenn man sagt, die Industrie sagt, ja, okay, das ist der St. Nimmerleins-Takt, das wird sowieso nie kommen. Aber da muss ich ganz ehrlich sagen, das ist so die Aufgabe der Industrie, da sollten wir mal wirklich hart ansetzen.
Alex Thusbass (55:49.302)
Weil das ist einzige, wir lösen können, sonst überhaupt nichts und niemand.
Sissi (55:53.536)
Ja, ich würde langsam zum Schluss kommen. Wir haben noch ein Thema, das sozusagen hinten rauskommt und vorne wichtiges Futter ist. Das war kein schönes Bild, aber es ist spät am Abend. Uwe, du wolltest noch über Marktmacht sprechen und zwar über die Macht über Daten.
Alex Thusbass (56:06.19)
Das ist der Helmut Kohl Satz.
Sissi (56:19.078)
Er erinnert sich. Vage.
Alex Thusbass (56:19.854)
Hm.
Uwe Woell (56:22.33)
Also vielleicht will ich das mal so erklären. Auch da wieder Zusammenarbeit. Wir haben ja mit dem ZDV zusammen die D-Bike gegründet. das ist der Hintergrund, dass wir ja 2005 aus dem VSF heraus, das haben nicht der VSF erfunden, sondern aus dem VSF heraus von Mitgliedern ist Velo Connect entstanden und Velo Connect ist eine Schnittstelle.
die die Warenwirtschaften der Händler mit den Warenwirtschaften der Lieferanten kommunizieren ließ. So, und das hat den Händlern wirklich das Leben erleichtert. Und zwar richtig fett. Also, die konnten plötzlich aus ihrer Warenwirtschaft heraus Bestellungen abschießen. Und mussten nicht mehr in die Shops der Lieferanten reingehen. Die konnten irgendwie sehen, wo sie Mindermengen haben und konnten das automatisieren. Sie konnten einen Preisvergleich machen und so weiter. Das hat …
Das hat wirklich bei den Händlern sozusagen das Arbeiten revolutioniert. So, und das hat sich auch durchgesetzt. Das heißt, waren dann irgendwie schon fünf Jahre später waren es irgendwie knapp 100 Lieferanten, die dann angeschlossen waren. Es waren nahezu alle relevanten Warenwirtschaften, die damals ja nicht ganz so zahlreich waren, wie sie heute sind und so weiter. So, und das heißt irgendwie so, das hat auch wirklich eingeschlagen. Es hat gut funktioniert und es ist zum Standard geworden. So, und weil wir
Weil das Ding kostenlos ist, haben wir es dann auch so laufen lassen und haben irgendwann dann 2015 festgestellt, da ist aber jetzt bisschen Nachholbedarf. Jetzt müssen wir uns bisschen kümmern um das Kind, weil das ist, so langsam ist es irgendwie erwachsen geworden, aber irgendwie sind die Haare nicht geschnitten. So, jetzt wird es höchste Zeit, dass man mal irgendwie guckt, dass man das auf den aktuellen Stand bringt. Und das kostet Geld.
Dann wurde es schwierig. Dann mussten wir Geld eintreiben und uns darum kümmern. Wir haben selber mit einem Menschen oder einer und halben Menschen dran gearbeitet. Das war eine ganz schwere Zeit, weil wir es nicht konsistent halten konnten und weiterentwickeln konnten, wie das der Markt braucht. Deswegen ist die D-Bike entstanden. Mit der D-Bike haben wir jetzt endlich eine Gesellschaft, die sich darum kümmert, dass
Uwe Woell (58:43.77)
wie der Connect weiterentwickelt wird als ein Werkzeug und damit sowohl für den Lieferanten als auch für den Handel sozusagen die Kommunikation immer besser wird, also die digitale Kommunikation. Und der zweite Punkt ist, dass ja beim ZDV jetzt der Marktdatenservice auch installiert wird, das heißt über den ZDV
gibt es jetzt einen Marktdatenservice, an dem die Händler auch angeschlossen werden sollen und dann da ihre Daten sozusagen in den Marktdatenservice einspeisen. Warum? Weil wir nämlich genau das ein Problem der Corona-Krise, also der Post-Boom-Krise war. Wir wussten zwar, was die Lieferanten in den Handel rein verkauft haben, aber was verkauft wurde, wussten wir nicht. So und genau das ist natürlich ein Fail gewesen, wo
dann immer wieder reingeschoben wurde und reingeschoben wurde. ich glaube, das ist auch die Datenlage, sozusagen wesentliche Ursache dafür war, dass wir in diese Krise gerutscht sind, in die wir die letzten zwei, drei Jahre hatten. So, und da brauchen wir endlich mal so was wie, wie soll ich sagen, wie ein Überblick über das, was im Markt passiert, ohne jetzt in einzelne Läden reinzugucken, sondern anonymisiert so ein Überblick, was passiert da draußen eigentlich. Und
Das passiert über den Marktdaten-Service. Deswegen kann ich nur dafür werben, das mitzumachen. Und ich sage mal einen wesentlichen Grund. Sowohl bei Velo Connect als auch bei dem Marktdaten-Service halte ich es für unbedingt wichtig, dass die Verbände die sind, die diese Daten halten. Weil wir haben kein kommerzielles Interesse daran. Wir arbeiten nicht … Also unsere Jobs, die wir machen für die Branche, sind nicht kommerziell. Es ist nicht so, dass wir hier irgendwie …
in jedem Produkt irgendwie ein Geschäftsfeld sehen, sondern wir sehen Aufgaben, die gelöst werden müssen, damit es der Branche besser geht. Und mit dieser Intention, das kann ich wirklich sagen, hab ich beim letzten Podcastauftritt ja auch schon gesagt, sind die Verbände auch unterwegs. Und das machen sie auch bei der Frage, wie gehe ich mit Daten seriös dass es sinnvoll für die Branche verwendet wird. Und diese Daten sollte besser nicht …
Uwe Woell (01:01:03.774)
in private Hände kommen. Also ich hab mich sehr dagegen gewehrt, dass VeloConnect bei einem Privatanbieter landet oder bei einem, der es kommerziell nutzt und der dann, wenn er dann auch, sag ich jetzt mal, zum Standard geworden ist, die Preise rauf und runter regulieren kann, wie er will, weil alle abhängig sind. Also diese Abhängigkeiten möchte ich gar nicht herstellen, sondern ich möchte, dass die Verbände das halten und damit dafür sorgen, ja, dass seriös mit den Daten umgegangen wird und immer …
Da gibt es eine schöne Formulierung, bronchennützig gearbeitet wird.
Sissi (01:01:39.868)
Super schönes Wort. Ein Verbandsplädoyer. Zum Schluss, Alex, noch eine Anmerkung dazu.
Uwe Woell (01:01:44.346)
Ja.
Alex Thusbass (01:01:48.238)
Ja total. wenn man andere Branchen anschaut, wie die Daten teilen und wie die alle wirklich aktiv mitmachen, weil sie wissen, dass sie mit den Daten einfach bessere Entscheidungen auch für sich selber treffen können und eine Trends erkennen können, dann hilft das allen. Und ja, bin total dabei, dass das in eine neutrale Perspektive, also neutrale Hände gehört. Das wird keiner gerne machen, dass er seine Daten teilt und es immer bisschen Gefahr läuft, dass da ein neues Geschäftsmodell entsteht. Das haben wir ja so bisschen mit.
Jetzt online schon bisschen gewerkt. Und das ist die einzige Möglichkeit, dass die Daten erteilt werden, weil sonst ist gerade die Farbindustrie, glaube ich, sehr, sehr, doch die geringe Differenzierung hat jeder wahnsinnig Angst, seine Daten zu teilen. Und die hat wirklich herzügemer Angst, dass er damit irgendwie transparent wird, wobei man das ehrlicherweise zum großen Teil auch schon ist. Also ich werde sehr viel davon, wäre gerne ein Nutzenübster von den Daten, würde gerne mitmachen. Wir haben ehrlich gesagt, wir haben die Anfrage schon bekommen, wir haben sie bis jetzt noch nicht bearbeitet, weil wir so viel Thermos haben.
Arbeit momentan haben, aber wir sind da auf jeden Fall so was dabei. Wir müssen LKW fahren, wir sind ein Fahrerzirkus, wir sind momentan ein Wanderzirkus.
Sissi (01:02:48.448)
weil du so viele LKWs bestellen musst.
Sissi (01:02:56.468)
Ihr braucht den autonomen Lkw, könnt ihr das auch machen. Ja, super. Vielen Dank für diesen wunderschönen Abend mit euch beiden. Uwe, du bist wirklich jetzt schon Dauergast, glaube ich. Zwei Mal ist man das bei uns. Vielen Dank dafür. Wir trinken immer sehr gerne Wein oder alkoholfreies Bier mit dir. An alle drei draußen natürlich vielen Dank fürs Zuhören. Nehmt fleißig das Rad. Adieu.
Uwe Woell (01:03:08.422)
Hahaha!
Garnet
Sissi (01:03:25.093)
Mensch, Jungs, ihr seid toll.
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