Industry Insights Podcast Wer sind die Big Player von morgen?

Wenn sich die Fahrradindustrie neu definiert, wie sehen dann die Gewinner von morgen aus? Alex Thusbass und Sissi Pärsch diskutieren im neuesten Industry Insights-Podcast über vertikale Integration, den Gebrauchtrad-Markt als Gamechanger und warum Canyon jetzt schnell eine Entscheidung treffen muss.
Titelbild

Es bleibt nicht aus: Zum Auftakt der ersten Industry Insights-Folge 2026 geht es kurz um die aktuellen Eurobike-Entwicklungen, um die Hoffnungen und Bedenken zu der Annäherung zwischen Organisator fairnamic und den Verbänden ZIV und Zukunft Fahrrad. Die Scheidungskinder freuen sich noch verhalten…

Wem gehört die Zukunft?

Doch dann tauchen die beiden in das Hauptthema ein und Sissi möchte von Alex wissen, wer die großen Player von morgen sein könnten bzw. was diese mitzubringen haben. Welche Kompetenzen werden sie mitbringen? Wie werden sie sich aufstellen?

Als Rahmen stellt Sissi zwei konträre Unternehmen gegenüber, die aktuell jeweils mit News in den Medien präsent sind: Zum einen Canyon, der „traditionelle“ Hersteller – einst selbst der große Disruptor – der sich nach der Rückkehr von Gründer Roman Arnold deutlich verschlanken und auf Schlüsselbereiche fokussieren wird. Zum anderen Decathlon, die ihre holistische Unternehmensstrategie seit Jahren konsequent verfolgen und nun als neuer Mehrheitseigner von Rebike Mobility und bikeleasing ein geschlossenes System aus In-House-Lösungen schaffen.

„Diese komplette Integration der gesamten Kette muss die Industrie machen, sonst wird sie einfach völlig aufs Kreuz gelegt.“

Alex Thusbass

Was es braucht: Fachhandel. Leasing. Gebrauchtrad.

Alex und Sissi blicken tiefer in die vertikale Integration, sprechen über die Fahrradleasing-Herausforderungen, über die Entwicklung im Fachhandel und über Refurbishment: Wird die Wiedervermarktung der Leasing-Rückläufer zu neuen Partnerschaften und gemeinsamen Geschäftskonzepten führen? Alex: „Muss. Wer sich das nicht anschaut: good luck.“

Es geht um Vertrauen und Beziehungen, um die konservative Gen Z und Komplexitätsreduktion, um Riesenchancen und Wettbewerbsvorteile. Viel Spaß beim Zuhören!

Den Rad-Report von Alteos findet Ihr hier.

Recht herzlichen Dank fürs Zuhören! Lob und Kritik wie immer an [email protected], danke!


Transkript:

Sissi (00:01.012)
Nimm’s Rat, der Podcast heute mit.

Alex Thusbass (00:03.918)
Alex, tust Spaß!

Sissi (00:05.982)
Überraschung des Monats?x

Alex Thusbass (00:08.575)
Überraschungsmonat war, dass Kenyan doch sehr viele Mitarbeiter hat. Die haben ja Stellen gestrichen und das war für mich so, wow, weit über 1000. Ja, das ist groß, weil wir wissen, wie so ein Wahrheitsgeschäft sie rechnen. Also da wundert mich nix mehr. Es war übrigens bei allen eine Überraschung. Ich hab gesagt, what?

Sissi (00:16.586)
So viele Leute arbeiten da.

Sissi (00:27.521)
Wie viele Angestellte hat HeFA?

Sissi (00:36.243)
Mast sie oder machst du des Monats?

Alex Thusbass (00:40.037)
Für mich ein Must-Hear, und zwar Streets of Minneapolis von Bruce Springsteen. Einen Samstag geschrieben, Sonntag aufgenommen, Montag veröffentlicht, Protest-Song, also Unterstützung für eine völlig klare Ansage und glaube ich weltweit auf Nummer 1 grad. wirklich. Und das Schöne daran ist, dass ich hoffe, zwei Dinge, dass natürlich inhaltlich bin ich voll dabei und das Zweite ist,

Sissi (00:44.013)
Sehr gut.

Sissi (00:55.184)
klare Ansage.

Alex Thusbass (01:06.885)
dass die Musik ihr revolutionäres Potenzial wiederbekommt und nicht einfach nur so bisschen Berieselung ist. Und es fühlt sich so bisschen an wie die 70er. 60er, 70er.

Sissi (01:16.75)
Wow, und danach tanzen wir zu Harry Styles. Good News des Monats.

Alex Thusbass (01:22.149)
Ja, man spricht wieder miteinander. Ich glaube, die Good News ist, wir sind ja Scheidungskinder, das haben wir ja festgestellt. Wir alle in der Industrie und Mama und Papa scheinen gerade wieder so bisschen miteinander zu sprechen. Die Scheidungsachse wurde wieder aufgehängt. Es gibt jetzt wahrscheinlich so bisschen eher so Annäherung. Muss man mal schauen, was daraus wird, aber man redet immer gut. Schauen wir mal, wie es dann weitergeht. Also es geht die Eurobike, falls das jetzt zu kryptisch war.

Sissi (01:48.5)
Ja, klär mal kurz auf. Vielleicht noch, dass es der Scheidung auch ein kleines, großes Opfer gab. Also Stefan Reisinger, der ehemalige Geschäftsführer von der Fernermeg ist nicht mehr da. Er wurde ersetzt durch Philipp Ferger. Kennst du Philipp Ferger? Eigengewächst, der Messe. 40 Jahre habe ich nachgeschaut und seit 17 Jahren bei der Messe. Also tatsächlich starkes Eigengewächs.

Alex Thusbass (01:56.101)
Ja, ja.

Alex Thusbass (02:11.556)
Also, da sehe ich eigentlich nichts.

Sissi (02:14.77)
Genau, und jetzt kam heraus, dass das gesprochen wird und zwar nicht in Frankfurt, sondern in Brüssel. Am Rande der ECI Launch Reception hieß es. Also ECI ist ja schon eine Zusammenführung von Cycling Industries Europe und Konnebie. Und da kamen die Verbände, also ZIV und Zukunft Fahrrad, mit eben der FANAMIC zusammen und man spricht über einen

Neustart der Eurobike 2027, aber auch schon über Veränderungen 2026. Wobei heute auch verkündet wurde, dass Shimano sicher nicht dabei ist 2026 auf der Eurobike. Ja, we will see. Ich hoffe auf einen guten Neustart.

Alex Thusbass (03:00.848)
Ich finde es ein interessantes Timing nebenbei bemerkt. Ich habe lange überlegt, diese Überraschung des Monats tatsächlich der Rauswurf von Stefan Reisinger Ehrlicherweise war schon klar, das war ja wirklich ein Offensgeheimnis, dass die Verbände ihr Zielkreuz auf dem Stefan hatten und dass das für sie, warum auch immer, eher muss gehen. Und das war…

Sissi (03:10.67)
Mhm.

Sissi (03:14.67)
Mhm.

Ja klar.

Sissi (03:27.209)
Ja, die Personalien.

Alex Thusbass (03:29.584)
tatsächlich, also ich glaube da hätte Fernand mit gar noch mal anders reagieren können als wenn sie überhaupt sprechen wollen, dann war das eine fällig klare Forderung, der muss weg. Da kann man jetzt davon wirklich halten, was man will und ich bin mir jetzt nicht unbedingt sicher, wenn der eine Mensch weg ist, dass dann wird alles gut, aber es war einfach eine Forderung der Verbände offenbar, gut jetzt haben sie sich erfüllt und jetzt spricht man wieder.

Sissi (03:48.718)
Ja, ich würde mir halt wünschen, dass man mit weniger Ego miteinander spricht, dass man mit mehr Offenheit miteinander spricht, weniger Eigeninteresse, mehr Weites Interesse auf die ganze Branche legend. Ich verstehe es immer nicht so richtig, wenn man so viele Jahre sehr erfolgreich war, verstehe ich, dass man glaubt, man weiß, wo es lang geht, aber man ist doch im Grunde nur erfolgreich, wenn man viel Neugier mitbringt, viel Offenheit.

und auch viel Interesse an der Meinung von anderen. und ich glaube, ohne Inklusivität und Vielfalt ist wirklich auch unsere Branche kann dieses Potenzial, das sie hat, nicht ausschöpfen. Das wird nicht passieren.

Alex Thusbass (04:36.389)
Ja, also ich bin völlig dabei und es gibt dann anscheinend noch ein Messebeirat. Da bin ich schon sehr gespannt, wer da alles drin sitzt und wie es dann ausschauen wird. Aber letztendlich, glaube, die Bewegung ist jetzt deswegen reinkommen, weil zwei extrem starke verhärtete Fronten mit sehr viel Ego, also wirklich richtig viel Ego, aufeinander trafen und jetzt ist eine Ego-Seite rausgenommen worden. Weil einfach der Schuss schon laut und deutlich war. Jetzt kann man sagen, super Erfandungserfolg der einen Seite. Erinnere ich mich so ein bisschen bis gerade draußen in der Welt.

Sissi (04:36.511)
Meine Meinung.

Alex Thusbass (05:04.325)
der ganzen Weltgeschehen läuft, schmeißt erstmal eine Handgranate und sagt so, bevor die zweite kommt, jetzt wird verhandelt. Und ja, kann man machen, muss man nicht. Wie gesagt, die Good News, sie reden, es gibt vielleicht sowas wie eine Zukunft. Ehrlicherweise, die Kratzer, die der Eurobike abkriegt hat, bin ich mir nicht sicher, ob man den wirklich noch mal kippen kann. Vielleicht gibt es ein komplett neues Messekonzept für 26, jetzt hat Shimano abgesagt, wirklich einen Tag, nachdem er wieder miteinander spricht.

Wir haben jetzt, da kann man jetzt sagen, man will, aber die Eurobike ist wirklich zerstört worden und das ist wirklich krass, was momentan passiert. Wir waren jetzt auf Händerschulung, haben die Händler gefragt, wie viel von den fast 200 Händlern, mit denen wir gesprochen haben, waren eh sogar mehr 250, wie viel kommen auf die Eurobike und es war unter 10. Weil sie gesagt haben, naja, macht keinen Sinn mehr, die ganzen Marken sind ja nicht mehr da. Und das ist, hu.

Sissi (05:36.543)
Ich habe ja…

Sissi (05:57.582)
Mhm.

Ja, wir werden sehen. Ich habe LinkedIn genommen, dass du beim SRZ Bike Prologue dann Ende Februar auch über die Zukunft der Messe sprechen wirst. Mit noch einem Mann, einem anderen Mann und noch einem Mann.

Alex Thusbass (06:12.645)
Das ist auch so Thema. Anscheinend ist Messe nur am Männerthema.

Sissi (06:16.978)
Also nur so als Hinweis, man kann wirklich Veranstaltern auch als Teilnehmerdruck machen, indem man sagt, sorry, aber ich nehme nicht an einem All-Mail-Panel teil. Das ist durchaus eine Möglichkeit, die man äußern kann als Mann. Sagen, mir ist dieses Panel zu männlich. Ich wünsche mir mehr Diversität. Es gibt Frauen. Es ist heute am 30. Januar in

Alex Thusbass (06:28.517)
Also

Sissi (06:44.488)
Wiesbaden, der Women in Cycling Summit mit 100 Frauen. Und wenn ich dann immer wieder sowas lese, fühle ich mich, es ist fast schon eine Unterstellung, dass diese Frauen, in der Branche sind, diese 100 Frauen, die in Wiesbaden sind und die anderen darüber hinaus, alle so inkompetent sind, dass sie auf keinem Panel, in keiner Keynote, in keiner Moderation ja. Wahrscheinlich werdet ihr moderiert von der Frau, weil Frauen kennen ja gut schlichten.

Es ist so enttäuschend. Aber gut.

Alex Thusbass (07:16.357)
Ja, allem vor der Tatsache, das stimmt, also mindestens die Hälfte der Kunden sind Frauen. es zeichnet sich weder der Industrie noch im ganzen Handel, zeichnet sich das wirklich lustigerweise ab. Auch ehrlicherweise ganz viel im Portfolio nicht. Und es stimmt schon, ist ein Thema, das haben wir jetzt vorhin im Vorgespräch schon immer mehr bewusst geworden, dass es eigentlich völlig groteske Sintration ist. Und da geht es jetzt wirklich nicht unbedingt so, wie Sie sagen, so

Sissi (07:41.375)
Total grotesk.

Alex Thusbass (07:46.058)
so politisch korrekt zum Seishauen, es ist wirklich einfach Blödsinn. Es ist einfach Blödsinn. Ganz ehrlich, haben mindestens die Hälfte der Menschen sind Frauen, die Hälfte der Menschen, die Fahrräder kaufen, sind Frauen. Frauen sind die deutlich intelligenteren Konsumenten, das muss man auch ganz klar sagen. Sie kommen einfach nicht vor.

Sissi (07:59.822)
Wir sind treuer. Ich meine, es gibt so viele Argumente, die brauchen wir jetzt gar nicht alle rausziehen. Es ist nur immer wieder so frustrierend, das heutzutage noch tagtäglich so zu erleben. Wirklich tagtäglich. Und ich hab dir im Vorgespräch gesagt, ich bin einfach so müde. Ich bin so müde, ich bin so erschöpft. Und ich hab auch gesagt, als 1,60-Frau kannst du nur so und so oft so und so viel nach oben springen. Und hast vielleicht auch gar keine Lust zu springen, gehört zu werden, gesehen zu werden.

irgendwann bleibst du einfach stehen und sagst dir, ich setze mich jetzt hier hin und ich schaue nur zu. Aber ich glaube halt immer noch an diese Branche, ich glaube an das Potential und es ist bezeichnend, dass wenn eine Branche in der Krise ist und wahrscheinlich die erste richtig große Krise für diese Branche, dass man dann in dieser Situation auf Verhärtung geht und nicht auf Öffnung und aufeinander zugehen.

Alex Thusbass (08:36.301)
Ja, aber vielleicht…

Sissi (08:58.478)
vielleicht auch mal einen Schritt zurückgeht und sagt, jetzt ist vielleicht auch mal Zeit für etwas anderes, für jemand anderes Gehör zu bekommen. Aber we will see.

Alex Thusbass (09:08.619)
Ja, das führt jetzt in größeren Bogen, aber was grundsätzlich an der ganzen Industrie gerade fehlt, ist, und da muss ich alleweise sagen, dass sie jetzt momentan überhaupt nichts zu niemand, also auch nichts in die Verbände, irgendjemand, zusammenführt, da ist eher so, da ist viel Spaltung drin. Die Eurobike, dann diese ganze Leistungsdiskussion bei E-Bikes und es fehlt so ein Integrator. einzige, das ich tatsächlich momentan sehe, der im Markt

herrlich unpolitisch unterwegs ist. Und nicht Redezeit und Hut ist tatsächlich die Bike & Co. Mit dem ORDER Festival letztes Jahr, das war Wahnsinn. das erste Mal. Das haben wirklich alle Hersteller gesagt. Wir haben alle wieder miteinander gesprochen. Und die haben nur ein paar Themen jetzt vor, die die ganz, ganz, ganz spannend finden. Und das Ganze immer so bisschen agnostisch. Also nicht das eigene Ego vor sich hertragen oder die komplett eigene Zielsetzung. Das liegt natürlich halt so bisschen im Wesen dieser Vereinigung.

Sissi (09:46.158)
Mhm, hat es dir erzählt,

Alex Thusbass (10:06.725)
Das finde ich ganz spannend. Das ist mir ehrlich gesagt beim VSF gegangen, das haben wir am Udo gehabt, das sind einfach die Persönlichkeiten her. Wobei die schon ein bisschen politischer sind, ist okay, aber so jemand wie die Baik und Co., die momentan wirklich integrieren, die den Handel in der Hand nehmen, versuchen da wirklich aktiv zu helfen. Und da würde man unglaublich wünschen, dass es davon einfach mehr gibt. Weil wir müssen eines dürfen wir nicht vergessen. Also wir haben jetzt momentan, der draußen läuft schlecht, richtig schlecht im Handel, also es ist wirklich…

Sissi (10:13.239)
Mhm.

Sissi (10:28.439)
Mhm.

Alex Thusbass (10:35.949)
Das wird ein ganz böses, böses Frühjahr. Ganz viele Händler sind wirklich ganz kurz vor Knappindustrie, ganz genauso. Und da gibt es natürlich die Rahmenbedingungen, die draußen sind denkbar schlecht, aber das Problem ist, wir haben in der Branche eine unglaubliche eigene Schwäche. Wir verkaufen seit fünf Jahren das gleiche Produkt. Es gibt kaum Produktinnovationen, also die Kaufimpulse, woher sollen sie denn kommen? Klar, gibt einen Grund, einfach der Overstock, die Lager sind immer noch voll, aber die Händler, das möchte man nicht zusätzlich noch …

verschärfen durch neue Produkte, verstehe auch, aber es fehlt natürlich ein Sales-Impuls. Und das zweite ist, und das ist tatsächlich ein viel zu großes unterschätzendes Problem, für die Menschen da draußen ist das E-Bike ein Sorgenkind. Genauso wie die deutsche Matribindustrie ist momentan auch ein Sorgenkind und kein Mensch kauft sich gerne Sorgenkinder. Und wenn wir das Narrativ und diese Meinung nicht drehen, dann ist das in Grunde genommen, wir zumindest, können wir uns aus einer Eigenschaft nicht aus dieser Krise.

Und das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, dass wir unsere Industrie genau in dieser Krise schon bisschen neu erfinden müssen. Und solche wie Bike und Co. dann ein bisschen rausspinnen.

Sissi (11:43.758)
Vielen Dank für den Ball, Hervorragend, den Ball zugespielt. Nein, das ist wirklich sehr gut gemacht. Denn ich habe mir heute als Thema aus Erkoren ausgedacht. Es ist mir aufgefallen, es waren zwei Unternehmen in den Medien in der letzten Zeit und ich dachte mir, ist ja ganz interessant. Man könnte anhand dieser beiden Unternehmen mal schauen, generell, wo geht es denn hin mit der Zukunft der Fahrradindustrie?

Ist es eine Industrie, die sich neu definieren möchte? Und wenn ja, wie? Beziehungsweise auch wer oder von wem? Das heißt, wer sind die vielleicht auch neuen großen Player von morgen? Wie stellen die sich auf? Welche Kompetenzen braucht man für die Zukunft? Genau, und die zwei Unternehmen, die durch die Presse gingen, den hattest du schon genannt, also zwei ganz unterschiedliche Unternehmen.

auf der einen Seite Kenyon als traditionelle Fahrradmarke, die aber auch schon mal disruptiert hat durch sein Direktvertriebsmodell. Aktuell, nach Jahren des großen Wachstums, über zwei Meter Wachstum durch Basketballunterstützung, etwas strauchelt Gründer Roman Anno ist wieder operativ am Steuer, sagt, 20 Prozent der Stellen werden gestrichen und sie fokussieren sich auf das, was läuft.

Das sind zum einen die Performantenlinien bzw. auch e-bike und auf der anderen Seite Decathlon, die mehr oder weniger die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette ausbauen. Ja, eigene Entwicklung, eigener Vertrieb natürlich, eigener Service. Und dazu kommt jetzt die Integration des Leasings-Geschäfts. Also die News war, dass sie von

Brockhaus Technologies. Dort war Bike Leasing für Ankerlzee 2021. Bike Leasing übernehmen 52 Prozent. Und zwar für 240 Millionen. Und gekauft wurde es von Brockhaus Technologies 2021 für 300 Millionen. Also Decathlon sichert sich die Mehrheit an Bike Leasing und sie sichert sich die Mehrheit an Re-Bike Mobility.

Sissi (14:09.332)
Alex, viel Information zum Auftakt. Was sind deine Gedanken zu diesem Duo, das ich jetzt hier mal so positioniert aufgestellt habe?

Alex Thusbass (14:20.577)
Also ich glaube, spannend ist, dass du Köln als traditionellen Fahrradhersteller bezeichnest, weil das stimmt total und das stimmt überhaupt nicht. Also gestartet sind sie erst einmal als Disruption, das heißt Direktvertrieb, das war einer der ersten, der tatsächlich sehr sichtbar dieses Thema Direktvertrieb angegangen ist, damals auch mit Preis-Leistungen, also die ganzen Vorteile ausgeschöpft. In einer Zeit, wo die Welt noch in Ordnung war, es gab keine E-Bikes, es gab vor allen Dingen normale Fahrräder und Köln war sehr sp…

Sissi (14:30.684)
Ja.

Alex Thusbass (14:49.765)
kommt ja aus der Geschichte von Neumann-Allnacht. Sehr sportiv, high involvement Konsumenten, also Konsumenten, die sehr genau wissen, was sie da kaufen, die das da wirklich gerne zusammenbauen, die sich wirklich sehr, sehr stark mit dem Produkt beschäftigen. Das hat dazu geführt, dass das tatsächlich relativ gut funktioniert hat, weil diese Zielgruppe, sehr traumhafte Zielgruppe ist, weil da ist so mit Direktversand und so weiter und wie gesagt Aufbau nicht das große Thema.

Problematisch wurde es dann, dass plötzlich aus einer Preisalternative ein sehr gestandener Markenhersteller geworden ist, dem der Preis nicht mehr der totale Fokus war, sondern wo plötzlich die Marke Produktinnovation immer stärker in Rolle spielte, was auch gut ist und was sie wirklich verdammt gut gemacht haben, muss man ganz klar sagen. Es hat sich dann bisschen verschoben, hat auch noch wunderbar funktioniert und dann gab es irgendwann den Peak und da hat der Gründer zum richtigen Zeitpunkt

dann auch das Ding jemand umgegangen, weil zu dem Zeitpunkt war es dann schon klar, dass der Markt wahnsinnig verändert. Das heißt der Zug geht mit voller, völliger Kalottien Richtung E-Bike und das E-Bike ist online nicht verkaufbar. Und damit, ja schwer verkaufbar, gibt, ich komme dann gleich dazu, es gibt eine schöne Studie, die hat mir beinahe vom Mocker gerissen, wo man tatsächlich merkt, dass das E-Bike in der jetzigen Form online

Sissi (16:04.127)
schwer verkaufbar.

Alex Thusbass (16:17.565)
an der Grenze zu oben Verkauflichkeit ist. also Hifa hat online gestartet. Wir sind jetzt mittlerweile mindestens über 90 % offline, also Händlervertrieb. Wir haben das komplett umgestellt, genau aus dem Wissen heraus. Wir haben viel probiert, viel ausprobiert und haben da auch selber, wirklich kann man wirklich als eigene Erfahrung sprechen. Es gibt einen Preispunkt, der funktioniert online. Es gibt aber einen gewissen Preispunkt, der funktioniert fast nicht mehr. Die Art und Weise, wie du online verkaufst, wirklich, teilweise wirklich grotesk. Also du fährst ein Reden mit Anlassern, weil im Grunde genommen du kaufst da Traffic.

Sissi (16:18.082)
Na, cool.

Alex Thusbass (16:47.191)
und machst es rein über Statistik. Klar, wenn du zwei sind, schmeißt und drei sind, sie raus oder 2,1 sind, kommen sie raus, dann lohnen sie es noch. Aber es ist verdammt hartes Business. Also von dem her ist dann, dann Canon hat sich stark verändert und ist dann plötzlich so bisschen zwischen Welt und ist plötzlich traditioneller Hersteller geworden auf der einen Seite mit einer Form als innovativen Vertriebssystem. Jetzt ist aber das Problem, das E-Bike ist wesentlich demokratischer, wesentlich weniger spitz.

Erkennt man schon daran, dass es überhaupt kein Rennformat für das E-Bike gibt. gibt diese Hochspezialisierung nicht. Auch dieses totale extreme High-Involvement. Das gibt es, aber es verschwindet gering. Die restlichen 99,5 % der Menschen wollen in Grunde genommen nur E-Bike fahren. Oder nur Fahrtenpunkt. Und damit beginnt tatsächlich die extreme Herausforderung der ganzen Onliner. Zusätzlich, das haben die letzte Mal schon besprochen, haben die natürlich das Problem…

dass die ihre ganzen Überbestände, die sie genauso gesammelt haben, nicht einen Händler weiterpresst, das Risiko weitergehen kann. Das ist mir in einem Lager gelegt. Jetzt haben Sie Schwächeln nach Nachfrage gehabt. Sie haben das Problem, dass durch die extremen Discounts draußen Ihr Preisverteil auch weg war. Das führt dazu, dass Kauber praktisch insorvent ist, Whitey insorvent war, Sushi verschwunden ist, Kenyan, ich glaube minus 40 Millionen sind die mittlerweile.

Da ist momentan richtig feuernd am Dach, sagt die extreme Schwäche dieses aktuellen Vertriebssystems. Von dem her muss nur da bisschen, stimmt es, dass es eine traditionelle Hersteller ist, der eigentlich aber völlig untraditionell ist. Wir müssen ja eigentlich nur einen Dritten dazu nehmen, der wirklich mit Händlern zusammen ins Rennen geht. Den lassen wir jetzt erstmal aus. Und dann gibt es natürlich Decathlon. Und Decathlon ist ein Händler. Ein Händler mit angeschlossener Fahrradfertigung. Er ist ein Händler, der zum Fahrradfertiger wird.

Das ist tatsächlich der wesentlich nachhaltigere Weg. Es ist der Weg, der tatsächlich funktionieren wird. Warum?

Sissi (18:40.174)
Aber Fahrradfertiger auch schon länger als Canyon existiert. Also 1986 das erste Rad aus dem Hause Decathlon.

Alex Thusbass (18:44.037)
Ja, ja, das ist ja. Ja, aber muss man ehrlicherweise sagen, also die Geschichte ist, das war meistens White Label, einfach, das hat irgendjemand, man hat einen eingekauft, die Eigenmarke draufgepappt und fertig war der Lack. Das hat dann immer so bescheiden funktioniert. Warum? die waren günstig, aber die ganze Vertriebsstruktur war nicht so wahnsinnig gut drauf ausgelegt. Das ist immer so bisschen ein Side-Business gewesen. Wenn man mal schaut, die ganzen

Sissi (19:12.0)
Seit wann nimmst du Decathlon auch als Marke mit einem starken Entwicklungsteam wahr? Also wir als Deutsche sind ja sowieso ein bisschen, wir sind nun mal keine Franzosen, aber seit wann würdest du so grob überschlagen?

Alex Thusbass (19:19.789)
Hmm?

Alex Thusbass (19:28.439)
Also auf dem Raura ist es tatsächlich so, vor 5, 6 Jahren ist es tatsächlich so auf dem Markenrad auftaucht. Warum? Da haben sie relativ eigene Impulse. Es war wirklich so, kein Follower, kein Cheap Copy. Also Whitelabel ist immer, du bist immer 2 Saisons hinterher, magst es halt günstig und schöne Stangenware, die du halt halblieblos irgendwie fertigst, damit es irgendwie verkauft wird. Also Whitelabel ist immer die günstige Alternative zur A-Ware.

Sissi (19:31.574)
Mhm.

Mhm.

Alex Thusbass (19:56.994)
Da passiert im Markt jetzt relativ viel. Thema Eigenmarke beginnt an vielen Stellen jetzt tatsächlich eine andere Rolle zu spielen. Die ganzen Whitelabers haben jetzt vor allen Dingen die letzten fünf Jahre unglaublich schwer gehabt. Warum? Weil der preisliche Vorteil, das war der einzige echte Vorteil, klar die Vertriebsmaschine, weil das ist Eigenmarke, das heißt der Händler hat ein betales Interesse daran und das zweite war einfach immer x % günstiger. Jetzt ist aber durch den ganzen Overstock die Preise so kollabiert.

dass der preisige Abstand völlig erodiert ist. Und jetzt plötzlich konntest du eine A-Marke teilweise günstiger haben als die No Name White Devil Brand und damit hast natürlich unfassbar unter Druck. Decathlon glaube ich hat

Sissi (20:39.726)
Aber nicht im Lastenradbereich. Das finde ich ganz interessant, weil ich habe so das Gefühl, dass Decathlon auch stark im Lastenradbereich, so verankertweise, so in diesem urbanen Segment, noch mal spezialisiert im Lastenradbereich mit sehr, sehr interessanten Preisen. dort die Preise nicht so runtergekommen sind und die Preise einfach sehr, sehr, hoch. Sehr, hoch. Weil viele Spezialisten, viele kleine Marken, abgesehen von den Niederländern.

Alex Thusbass (20:54.903)
Ja?

Sissi (21:07.358)
aber die auch populär sind. Und dann kam da Decathlon rein. Superspannend, ja.

Alex Thusbass (21:11.725)
Aber das ist genau der Punkt. jetzt kurz eine Kommentation. Lastenräder sind deswegen immer deutlich teurer, weil sie in die normale Fertigungslogik überhaupt nicht passen. Also zum Beispiel, ein Fahrrad keinen Sattelrohr hat, dann ist es kaum fertigbar, weil die meisten Produktionen werden über die Sattelrohre, Kopfhühner, also das ist wirklich auf normale Fahrräder ausgelegt. Sobald es spezieller wird, ist es der Montage schon mal schwierig. Das zweite ist ganze Versand ist unfassbar viel teurer. Also unfassbar viel teurer.

Und das summiert so auf, dass die Lastnähte immer sehr teuer sind. Und klar ist es momentan noch nicht so im harten Volumen angekommen, dass es so wirklich so Ökonomie aufs Geld gibt.

Sissi (21:45.934)
Mmh.

Sissi (21:50.056)
Absolut und auch noch ein junges Entwicklungsfeld mit viel Innovationsarbeit immer noch viel ausprobieren.

Alex Thusbass (21:55.206)
viel Eigenarbeit und viel, weil du doch die extrem hohen Belastungen, du bist ja bei 200 Kilo plus, hast du auch viele Komponenten, deutlich teurer sind, jetzt tatsächlich teilweise, am Anfang hast du ja wirklich nur Bremsen nehmen können, die aus dem Downhill Bereich teilweise kamen. Also ganz am Anfang, mittlerweile ist das schon anders. Und damit wird das natürlich alles teurer. Und genau in dem Punkt hat vor fünf Jahren, circa fünf Jahren würde ich es jetzt mal so ganz grob schätzen, hat’s Decathlon.

Sissi (22:06.702)
Sicherheitsfragen.

Sissi (22:11.438)
Mmh.

Alex Thusbass (22:22.145)
plötzlich so ein eigener Wille entstanden, ein eigenes Zeichen. Das ist immer noch preisig super attraktiv, klar, weil sie natürlich ganz viel Marge rausnehmen, weil sie halt vertikal sind. Aber es ist auch sehr viel eigene Impulse, eben wegzukommen von dieser Logik, von dieser Weitleben-Logik hin zu einer aus sich selbst heraus funktionierenden Logik. So bisschen wie Ikea.

Die ist preislich attraktiv, aber es hat immer so einen eigenen Spin. Es nimmt immer irgendeine eigene Position ein. Und das hat Decathlon damals schon gezeigt. dann, Weg danach, und dann sind sie auf Einkaufstour gegangen. Da hat man dann schon gemerkt, wo die beteiligt sind, an welchen Antriebsherstellern, dann auch in neuen Antriebssystemen. Super interessante Studien, die ja wirklich gut gemacht waren. Das ist dann deutlich geworden, wir haben einen eigenen Willen.

Das ist kein White Label Brand mehr, sondern das wird unsere eigene Kernmarke. Für uns war das so wow, sehr ernst zu nehmen. Mittlerweile ist es in der Industrie, zumindest wie bei EFA, Decathlon ist tatsächlich, muss man ehrlich sagen, schon eines der größten Fahrradhersteller in Europa. Wenn die es so weitermachen, wird es der größte werden. Warum? sie das mit Abstand Wichtigste dabei haben.

Sie haben den gesamten lokalen Handel dabei. Jetzt kommen wir meiner lustigen Studie. Den würde ich jedem empfehlen. Es gibt die Alteos, das ist eine Fahrradversicherung, es nicht kennt. Sie haben jetzt Sivi, das ist eine relativ große Agentur für Umfragen. Marktforschung, war das Wort. Die haben den sogenannten 25-25-Grad-Report. Da sind ein paar Dinge drin, die haben wir wirklich vom Hocker kauen. Also teilweise so, dass das wirklich

Sissi (23:45.134)
Mhm.

Sissi (23:54.862)
Marktforschung.

Alex Thusbass (24:07.103)
die lieben mit den Augen, die ist anscheinend tatsächlich so, dass sie repräsentativ ist. Und da war zum Beispiel für mich eins der härtesten Erkenntnisse in dem, die Frage, wo die Informationsquelle vor dem Kauf bei den Kunden ist, dann war bei fast 60 % persönlich im Geschäft. Und dann dachte ich, ja super, das sind ja die ganzen Silveger.

Dann war es komplett vorbei, dass die 18- bis 29-Jährigen 55,6 % persönlich im Geschäft. Also 18 bis 29, Generation Z. Also nichts digital, also nichts online. Ich bin jetzt kein Retailer alles Retailer, nee, ganz und gar nicht. Für mich ist die Zukunft irgendwo dazwischen. Die am wenigsten …

in das Geschäft gehen wollen, sind 47,4 Prozent die 30-39-Jährigen. Klar, steht mit kompletter Latte im Berufsleben und das steigt dann bis zu 63,7. Das sind natürlich die 65 plus. Ist klar, bei denen ist tatsächlich auch so die Zeit, die Unsicherheit technologisch wahrscheinlich am allerhöchsten. Aber man muss es ganz klar sagen, wenn man das so anschaut, also dieses reinen digital, reinen online, gerade Fahrräder und E-Bikes, selbst bei der ganz grunden Generation wird man da weniger als die Hälfte erreichen.

Das bedeutet aber, Junkerschlussau, hast du keine Probefahrt, keine persönliche Beratung und ergonomische Einstellung, Ergonomie ist ein unfassbar großes Thema, also eine riesen Erwartungseite der Kunden, dann wirst du im Online-Vertrieb unfassbar schwer tun. Das heißt, wenn du 100 Euro setzen müsst, links oder rechts zwischen Kenian und Decathlon, dann wirst du genau wo ich dich hinpartiziere, weil die eben genau dieses Thema dabei haben. Und das Zweite, Decathlon-Verkäufer, ja, was denn?

kann man jetzt so sehen, wie man will, wenn Sie das in Griff kriegen, und Sie sind schlau genug, dass Sie das in Griff kriegen, dann haben Sie tatsächlich schon mal diesen ganzen Handelsteil mal richtig adressiert. Plus, und jetzt kommt es ich rede mir jetzt ganz weit aus dem Fenster, Dienstrad Leasing stottert wie die Sau. Der Händler hat mir gestern erzählt, haben 57, ausgesprochen 57, unterschiedliche Dienstrad Leasing-Anbieter, die Sie be…

Alex Thusbass (26:27.973)
bespielen müssen. Die mittlerweile, man hat’s ja gelernt, also das Jobrad hat die ersten Leute rausstellen müssen, es läuft nimmer so rund, der ganze Motor stottert. Für mich ehrlich gesagt völlig logisch, weil Dienstag hat lang funktioniert, von Mitarbeitern zu halten. Wenn man die Arbeitssituation, die Arbeitswerte draußen ausschaut, dann steht das gar nicht vor so wahnsinnig großem Kurs. Und es gibt noch einen Punkt, der wird uns jetzt bald ziemlich um die Ohren fliegen.

Sissi (26:50.574)
Hmm.

Alex Thusbass (26:54.927)
Ich mir nicht sicher, wie lange sich der Staat diese Restwertberechnung anschaut, weil die Restwertberechnung beim Leasing, beim Leasing ist ja völlig grotesk. Mit dem echten Leasing wird ja überhaupt nichts gemeinsam. Und ich glaube, dass Decathlon einen sehr richtigen Schritt geht. Ich glaube, dass die das Thema Leasing, tatsächlich eigenes Leasing mit einem geschlossenen Kreislauf anbieten und zwar, dass die ein Second Life Leasing machen. Das heißt,

Sie produzieren die Produkte so, dass sie zweimal verkaufbar sind, dass die Qualität entsprechend ist, dass sie sehr genau wissen, wie die Kisten sind. Damit werden die Leasing-Raten für den Erstbesitzer deutlich attraktiver, damit haben sie einen extremen Vorteil vor der ganzen Konkurrenz. Sie refurbischen das Ding wieder in den geschlossenen Kreislauf und können es dann ein zweites nochmal entweder nochmal neu verließen oder dann verkaufen. Ist wahnsinnig schlau, geht tatsächlich aber nur, wenn du diesen Kreislauf unter kompletter Kontrolle hast. Und von dem her

Sissi (27:45.646)
Ja, das ist das, was Sie tun. Ja, sehe ich auch so, diese vertikale Integration. Und Decathlon beeindruckt mich eben auch schon seit einigen Jahren. Ich werde auch bald mit Decathlon sprechen, weil dieser Kreislauf, den Sie sich aufgezeichnet haben, die verfolgen diese Vision schon sehr zielstrebig und konsequent und auch ganz still irgendwie, klammheimlich fast.

Alex Thusbass (27:47.679)
macht es Dekadron tatsächlich sehr schlau.

Sissi (28:13.582)
durch all die Krisen, weil von denen hört man überhaupt nichts. Es ist wirklich schwer irgendwie an Decathlon ranzukommen. Ich hab’s jetzt endlich geschafft, auch schon eine Weile dran, rumgebohrt und geschraubt. was wollte ich sagen, dieser Kreislauf, ist schon lange aufgezeichnet und das ist ein ökologischer wie ein ökonomischer Kreislauf. Und das ist schlau gedacht und konsequent durchgeführt.

Und somit auch wirklich anders als jetzt so eine Marke wie Canyon, wie sie da steht, aber jetzt nochmal zurück auf vielleicht die einzelnen Punkte.

Fangen wir vielleicht mal mit Leasing an. Ich sehe es genauso. Also die Probleme sind aktuell. Employer Branding ist nicht mehr das Ding, wie es halt noch vor ein paar Jahren war. Also ja, kommt wellenartig, wird vielleicht auch wieder kommen. Wer weiß, in welcher Form. Aber jetzt sind gerade die Personalabteilungen nicht darauf aus, unbedingt, weiß ich, 36 Monatsverträge dir unterzubringen hier, dass du lange gebunden bist, sondern vielleicht eher so …

kurzfristig wie möglich, weil schwer berechenbar und eher der Stellenabbau im Vordergrund steht als jetzt irgendwie Corporate Benefits. Konjunkturprobleme, sehr viele Leasingfirmen, auf den Markt gekommen sind, ganz, ganz wild. Siehst du da schon irgendwie so eine Bereinigung? Bekommst du damit, dass da schon die ersten kleinen wieder gefallen sind oder Händler sagen, also hier die sortiere ich aus, das ist eine Katastrophe mit denen zusammenzuarbeiten?

Alex Thusbass (29:46.95)
Die Händler jammern wahnsinnig drüber, weil sie sagen, zigfach neue Prozesse, bei denen muss man die Versicherung, der braucht das. Also sie müssen sich da drauf einstellen. Aber natürlich, momentan ist der Handel so, wenn jemand reinkommt und genau diesen Nischen-Leasing-Computer hat, wir den wegschicken. Dann machen wir den Vertrag, mein Gott, dann haben wir den halt auch noch. Das heißt, die Händler gehen das mit, weil momentan der Verkauf draußen schwierig ist.

Sissi (29:49.326)
Mmh.

Alex Thusbass (30:14.993)
Die Hände sind nicht in der Position, dass sie Kunden ablehnen. Die Marktbereinigung da draußen in die Leasinger, bitte. Der Fahrradmarkt ist sowieso lustig. ist der Walking Dead. Ich glaube, es gibt 10.000 tote Marken, die die sind tot, zack, stehen sie wieder da. Und ich weiß nicht, bis heute noch nicht, wer das macht. Und ganz ehrlich, Problem ist ja immer persönlich Schicksale. Von dem her es ja ganz schlimm.

von der marktstrategischen Seite, also Konsolidierung in diesem Markt auf einer Ebene, in der er bitter notwendig sei. Wir wissen, dass die Corona war, also die Vor-Corona und die Corona-Situation war Steroidspritze, also die Vitaminspritze, die Adrenalinspritze, jetzt habe ich es, die zu manches Schlagen des laumes Herz wieder in den Schwung gebracht hat. Und das Problem ist,

Sissi (31:07.283)
Keratin, was auch immer.

Alex Thusbass (31:12.389)
ein Markt, so artificiell verzerrt wird, dass er durch frisches Kapital das einfach am Leben erhalten wird, verzerrt den Markt ja brutal. von dem her glaube ich, gilt ja dann genauso für die ganzen Leasing-Gesellschaften. Ich habe gar nicht gewusst, dass es überhaupt so viele Leasing-Gesellschaften gibt. Da gibt es ja teilweise Firmen, eigene Leasing-Gesellschaften schon gegründet das ist völlig absurd und der Markt logisch völlig widersprechend.

sechs Besten durchsetzen. von einer großen Konsolidierung, zumindest ich, ohne dass ich in den Thema so tief drin stecke, würde ich jetzt momentan noch nichts sehen. glaube, dafür ist es einfach nochmal so, irgendwie der Fahrradbereich, wo stellen Sie alles durch, ein Marken, ein Händler.

Sissi (31:57.918)
Ja, aber das muss doch kommen. Also der Handel hat ja auch gar nicht mehr die Kraft und die Kapazität darauf zu reagieren. sie können auch, also ich glaube jetzt in der aktuellen Lage, wenn schon die Großen kämpfen oder was heißt kämpfen, auf jeden Fall mit ersten Rückschlägen kämpfen, dann werden das die Kleinen, die digital auch noch null aufgestellt sind. Also da habe ich auch ganz, ganz schlimme Sachen gehört. Dann wird sich da schon irgendwas aussortieren müssen.

Bleiben wir vielleicht beim Handel. Also ich kenne die Alteos-Studie recht gut. Disclaimer, ich habe den Ratreport verfasst, dass das nur außen vor ist. Also redaktionell und habe mich natürlich damit beschäftigt. Und mir ging es ähnlich wie dir. Ich wusste jetzt nicht, dass du auf die Studie referenzieren wirst.

Alex Thusbass (32:36.153)
Mhm. Okay. Ja, es tut, ja.

Sissi (32:54.51)
Ich es sehr beeindruckend und auch sehr beruhigend, dass das Menschliche, Information, diese Interaktion, dieses Erleben des Fahrrads noch so im Vordergrund steht und die Information durchaus digital stattfindet, aber die Kaufbereitschaft tief verankert ist und verbunden ist mit dem Handel. Meine Frage an dich, der du jetzt mit 250 Händlern gesprochen hast.

Alex Thusbass (33:20.779)
Also ich glaube, wir voll text.

Sissi (33:23.214)
Nachdem du mit 250 Händlern gesprochen hast, die nicht gerne ein. Aber du hast ja sicherlich einen breiten Eindruck bekommen jetzt über die Wochen. Sortiert sich auch der Handel neu? Ist da eine neue Definition? Also wir haben schon immer gesagt, ja, Service spielt schon immer eine wichtige Rolle im Handel. Das hatten wir jetzt schon die letzten Monate, als das Thema immer wieder aufkam. Aber auch die Alteus-Studie, die man übrigens runterladen kann, also die ist frei verfügbar.

auf der Alteo-Seite einfach nachschauen, kurz googeln. Ist dort so ein Shift hin zu Professionalisierung des Service, Ausbau des Service, Digitalisierung des Service und so weiter da? Oder ist da noch nicht so viel Bewegung drin und ein paar einzelne Player sind sehr gut aufgestellt?

Alex Thusbass (34:16.693)
Also das war im Handelsschimmer extrem heterogen. Man muss, glaube ich, verstehen, der deutsche Fahrradfachhandel, vielleicht dass ich mich ein bisschen einordnen kann, wir haben fast 5200 Händler in Deutschland. Und die sind aber extrem unterschiedlich verteilt. Also es ist tatsächlich so, dass ein Prozent der Händler 40 Prozent des Umsatzes

Es gibt ein paar wenige sehr, sehr große, sehr, sehr professionelle. Also z.B. XXL, die haben den größten Online-Shop für Fahrräder und E-Bikes. Europawald. da war schon immer, die waren immer schon, also auch andere, sehr, sehr digital und sehr professionell unterwegs. Little John, 60 viel Jahren, BOC, Motion, 100 viel Jahren.

Sissi (35:09.4)
Ich habe jetzt wieder welche dazugekommen.

Alex Thusbass (35:11.421)
Genau, und Werner Robert Pesch ist ein wahnsinnig schlauer Kerl, kommt von Aldi, kennt, wie man so was auch groß macht. Die sind wirklich verdammt gut und die denken natürlich alle wahnsinnig neu. Wobei man vorsichtig sein muss, es gibt ein paar Großhändler, haben es auch jetzt schwer. Grundsätzlich gibt es natürlich ganz viele kleine Händler und fast die Hälfte ist

Händler mit einem Umsatz unter 500.000 das geht nur im Nebenerwerb. Also ein Fahrergeschäft wirklich einigermaßen davon leben zu können, circa Millionen. Und darunter ist es sehr schwierig. Geht, wenn du eigene Immobilie hast und viele Faktoren zusammenkommen, dann geht das schon. Aber über Millionen geht es dann los, da hast du dann Händler, die dann wirklich davon leben können. Und dann geht es natürlich rauf bis zu den Händlern, da gibt es Händler, machen weit über die dreistelligen Millionen im Bereich.

Es gibt Häuser, also ein Fahrergeschäft, das einen zweistelligen Millionenbetrag allein Umsatz macht. Also man sieht schon, es ist extrem heterogen. Gerade in ganz großen Mitte, da ist momentan die größte Problematik, weil entweder groß werden, professionell werden oder klein werden in Anführungszeichen und das ist irgendwie so, es ist gesund schrumpfen. Wie immer bei Krisen ist die Mitte am schwersten. Und ich glaube das Wichtigste, was man bei den Händlern jetzt momentan verstehen muss, ist, die sind wahnsinnig erschöpft.

Sissi (36:36.909)
Hm.

Alex Thusbass (36:37.921)
frustriert und erschöpft und haben Angst. Also ganz viele, die haben wirklich verschuldet oder unverschuldet, wie ja immer, sind in einer sehr, schwierigen Situation. Wir haben das 50 Jahre der Krise, irgendwann geht es einfach, geht es wirklich an die Finanz und vor allen Dingen geht irgendwann richtig an den Geist. da gibt es ganz, ganz viele… Ja, fünf Jahre, also das fünfte Jahr, die wir so richtig… Nein, so schlimm ist nicht. Nein, aber fünf Jahre Krise und ja klar, Corona und vor Corona war teilweise auch schon Krise. Warum?

Sissi (36:53.576)
Wie viel Jahre Krise? Was meintest du gerade? Ach, fünf Jahre. Ich habe 50 verstanden. Ich dachte, Gott, was ist denn hier los?

Alex Thusbass (37:06.885)
Riesen-Nachfrage, nichts zu liefern, ganz schlecht gelaunte Kunden, dann Corona, dann natürlich Post-Corona mit ganz, ganz schweren Verwerfungen. Also wirklich ein unglaublicher Rollercoaster. Das ist für die Händler wahnsinnig anstrengend. Es gibt ganz viele Händler, die einfach wirklich sagen, ich mag jetzt nämlich, höre jetzt auf. Auch ohne Nachfolge. Und dann hast du natürlich auch noch das Problem, Nachwuchs zu finden, wahnsinnig schwierig. Und die Banken gehen aus dem Fahrradbereich raus. Die lesen natürlich die Zeitung, die haben natürlich auch Heldereports.

sehen die ganzen Zahlen, vor allen Dingen Fahrrad-Diäbeleite, One-Move-Beleite, richtig schön laut. Die Axel, die wirklich jeden Grund zur Sorge gibt und weiterhin einfach ein völlig schwerer Patient ist. Die sehen die Banken und an Stufen natürlich dann den ganzen Fahrradmarkt als immer größeres Risiko. Die Konditionen werden deutlich schlechter, bis dahinter ist sie einfach überhaupt nicht mehr reingehend und sagen, wir warten jetzt erstmal ab. ihrer Perspektive nicht ganz unverständlich.

Das bedeutet aber auch, dass manch Händler einfach die Kreditlinie gestrichen wird. Dann können die, Industrie kann es sich nicht mehr leisten, langen Zahlungsziele zu geben. war wie an Corona fast USUs, du bekommst das Bike jetzt, zahlst das 180 Tage, teilweise 200 Tage, teile 300, 300 Tage später. Völlig absurd. Das kann sich die Industrie aktuell nicht mehr leisten, weil momentan jetzt kommt schon langsam wirklich, was das Cashflow betrifft, Banken auch sehr schwierig werden. Jetzt muss man da tatsächlich sehr, sehr vorsichtig sein.

Die Händler sind verständlicherweise wahnsinnig erschöpft. bleibt mal wieder jeder Warte drauf, dass es ein bisschen besser wird. Wird es dann wieder nicht. Jetzt hofft natürlich jeder, dass das Wetter nicht so doof bleibt, wie es vielleicht letzten Tage war. Also da gibt es ganz, ganz viel erst einmal Survival. Und dann gibt es natürlich einige, das sind vor allem die Großen, bei denen immer schon, und dann so die mittlere Größe, die tatsächlich einigermaßen gut durch die Krise gekommen sind.

und die das Zeichen der Zeit erkannt haben, wo vielleicht eine neue Generation jetzt hinkommt, weil die ältere Generation sagt, ich kann nicht mag nicht mehr, mach du das. Und da merkt man schon, das muss man ganz klar sagen, unglaubliche Offenheit für Neues. A, die Zusammenarbeit ist mittlerweile, also Datenaustausch ist mittlerweile, Velo Connect usw. Das sind die Fragen, ein guter Händler stellt, er sagt, ist für mich Grundvoraussetzung, weil ich kann, Stunde brauchen wir, und sonst hat er schwierige Händler, der braucht eine Stunde bis in seinen Online-Job.

Sissi (39:12.718)
Mmh.

Alex Thusbass (39:29.133)
Produkt integriert, weil die Produktdaten so schlecht sind. ist das, die neuen Händler, die neue Generation überhaupt nicht mehr akzeptiert. Und aus der Perspektive ja, auch Click und Collect, wir bieten es mittlerweile an, das nehmen die Händler wirklich sehr gern an. Mittlerweile ist es so ein Konzept, dass wir ihnen die Kunden, also auf unserer Webseite, vorbereiten und ihnen dann die Kunden schicken. Da gibt es die Hälfte, die traditionellen sagen, ich feiche von mir dem an, das muss ich selber machen.

Sissi (39:41.646)
Mhm.

Alex Thusbass (39:56.066)
Und der Rest, die sagen, wo muss ich unterschreiben, das ist natürlich klar, damit. Da merkt man sofort, wie sie momentan die Kulturen Stück weit teilen. dumme Antwort ist gibt beides. Aber die Händler, die momentan nicht völlig in der Ecke stehen und bei denen so ein bisschen, die spüren, dass jetzt gerade die Volumen neu verteilt werden, bei denen geht der Zug schon richtig ab, dass sie neue Dinge ausprobieren. Und die Großen sind von vornherein dabei. Die Großen sind immer schon …

Sissi (40:19.847)
Ja, interessant. Super.

Alex Thusbass (40:23.691)
Die sind deswegen groß, weil sie immer schon so gedacht haben.

Sissi (40:26.702)
Ja, also was die Alteos-Studie, ich möchte da gar nicht, also eigentlich möchte ich immer so bisschen meine unterschiedlichen Jobrollen auseinanderhalten und schön auseinanderdividiert halten. Aber was in der Studie doch deutlich herauskommt, ist, dass man sich vom Verkäufer als Händler, vom Verkäufer zu einem Art Service-Partner aufbauen sollte.

durch die die ganze Digitalisierung Dinge vereinfachen und so weiter. du Sorgen hast, wenn du Ängste hast, dann bist du paralysiert, dann wirst du auch noch kein neues Invest machen, dann wirst du dich auch nicht mit Schulungen beschäftigen und so weiter und so fort. ich begleite oder hoste auch die Webinars, die begleitend zu der Altius-Ratstudie laufen. Das waren bisher drei, es kommen jetzt auch wieder drei.

Und ich kann dir gar nicht sagen, was ich am Anfang erwartet habe und was dann passiert ist. Also das richtet sich an Fachhändlers an diverse Themen mit Handelsgästen sozusagen, Experten aus diesen Reihen, mit Karl Lassommer, mit Karl von Dreis und mit… Boah, das muss ich jetzt nachschauen, weil sonst kriege ich hier die Krise. Wie heißt er denn? jetzt muss ich hier schneiden. Der Lastenra…

und mit Easycargo in Berlin, die wirklich federführend sind und die ganz, ganz offen ihr Wissen geteilt haben. Und ich dachte, mein Gott, werden vielleicht zehn Leute sich anmelden und zehn Leute dabei sein. Wir hatten bis zu 100 Leute, die von Anfang bis zum Ende dabei waren. Wir haben es danach noch nach einer Stunde offen gehalten, weil die Diskussionen so rege waren, weil die Frage und vor allem auch der Austausch untereinander so gut war. So ein richtiges Community-Gefühl.

Alex Thusbass (42:04.869)
Problem,

Alex Thusbass (42:14.309)
Ja, ja.

Sissi (42:15.998)
Wahnsinnig nett, wahnsinnig supportive von allen Seiten, großes Interesse und auch sehr bunt. Also gar nicht groß von nur Filialen, große Häuser. Superspannendes Thema. War mir gar nicht so bewusst.

Alex Thusbass (42:26.521)
Hm?

Lustig, dass du das sagst, weil wir, ich möchte jetzt auch nicht über Hilfe reden, aber wir waren jetzt einfach unterwegs. Wir waren jetzt unterwegs und haben wirklich, ich glaube, 250 Kennenler waren es insgesamt oder Personen, sagen wir mal so, die da waren. Und da war es genau das Gleiche. Also erst einmal die Schulungen waren voll. Das hat uns total erkundet. Das Interesse war riesengroß. Die Fragen waren super.

Sissi (42:39.027)
Jaja, wie immer mit unserer Doppelrolle.

Alex Thusbass (42:56.261)
Und vor allen Dingen gab es ganz viel Austausch. Es war total bunt von einem Einmann-Servicebetrieb bis zum Großfühlerlisten, also den ganz Großen. Und was man merkt ist, die, und ich habe das Gefühl gehabt, die waren wahnsinnig offen für neue Themen und die sind total auf der Suche nach Orientierung. Also innerliche Orientierung, auch, wie soll man unsere Zukunft aufstellen. Wir haben viel, dann auch in den anderen Gesprächen, jetzt

Der neue Handel, schaut das aus, ist online zu offline. war tatsächlich auch so, dass wir uns erst mal gedacht haben, wie langweilig sind die Totore, wenn man über die neuen Daten, Datenaustausch, Velo Connect und dann also das neue Zusammenspiel, haben wir diese neue Partnerschaft. Und zwar, ehrlicherweise nicht so als Verkaufstext, sondern so, wie müssen wir das machen? Was wünscht ihr euch denn? Und dann ein Konzept vorgestellt und das haben wir dann relativ gut besprochen. Was ich gespürt habe, das ist damals ein Kassel-Show,

Zumindest die Händler rotten sich ein Stück weit zusammen und sagten, da waren Händler, die waren tatsächlich halbnachbar, die hätten sich wahrscheinlich früher mit der Kolle erschlagen. Und ich hab gesagt, nee, das schaffen wir irgendwie alle nur gemeinsam. Ich glaub so ein bissl. Das war bei mir damals in Kassel, also letztes Jahr in Kassel mit der Balkon-Kokora-Messe, der Einster, da hat die ganze Industrie wieder einem angesprochen, da hatten plötzlich alle Händler mit einem angesprochen. Da waren die ganzen Feindschaften, da ist ganz viel.

Sissi (43:58.702)
Mhm.

Sissi (44:10.126)
Eins, mhm.

Sissi (44:15.374)
Mhm.

Alex Thusbass (44:19.557)
Unbilder der letzten Jahre, das war plötzlich so bisschen vergessen. ohne dass wir es irgendwie, dass jemand gesagt hat, wir müssen gemeinsam ertragen, irgendwie haben wir das Gefühl, müssen uns gemeinsam da ein bisschen unterstützen. Und das fand ich wahnsinnig spannend. Das war auch bei den Händlern und wir sind jetzt auch bei der Balkonkrieg, bei den Regionalmessen mit dabei gewesen. Da waren andere Industrie-Teilnehmer dabei.

Ich habe noch nie so viel Offenheit erlebt. Uns ging es immer. ein bisschen anders. Das war so, dass die uns gar nicht mögen. Das ein super Austausch. Das ist das Moment, das ich im Markt spüre. Die gesamte Industrie sucht noch Orientierung. Da wird natürlich ein Kenner angeschaut, wird ein Decathlon angeschaut. Was können wir daraus lernen? Können wir uns was abschauen? Können wir uns da leiten lassen?

Und deswegen wundert mich nicht, dass das Webinar auch so voll ist. Weil die Händler, es verstanden haben und die es jetzt noch können oder teilweise auch müssen, die orientieren sich jetzt einfach neu. Und das ist, ich, eine Riesenschance im Markt. Muss ich ehrlich sagen.

Sissi (45:21.678)
Ja, also toller Geist, nicht nur des Interesses, sondern auch eben diese, wie du meintest, dieses Bedürfnis oder auch Bereitschaft, sich auszutauschen und voneinander zu lernen und ruft mich gerne an, ich habe schon mit XY gearbeitet, ging es beispielsweise Softwareprogramme und so weiter und so fort. Sehr offen und sehr unterstützend und dieses Gefühl.

Das ist doch schon etwas, das sich dann wiederum gegen das stellt, was wir jetzt am Anfang hatten, dass verhärtete Fronten eigentlich nicht funktionieren. Die bringen uns nicht vorwärts.

Alex Thusbass (45:57.478)
Ich glaube, dass die viertesten Fronten ganz oben sind. Das sind die ganz großen Ego-Shooter und unten in der Basis, in Anführungszeichen auf der Arbeitsebene, da geht komplett der andere Post ab. Und ganz ehrlich, wenn, dann machen wir eine Revolution von unten. Punkt.

Sissi (46:11.218)
ist wie in der Geschichte bisher immer so passiert. Dann vielleicht noch der allerletzte Punkt in diesem Aufbau. Gebrauchträder, refurbished bike, re-bike, wie siehst du dieses Thema?

Alex Thusbass (46:13.701)
Genau.

Alex Thusbass (46:24.069)
Riesenthema, wir hatten einmal vor langer Zeit, das ich SvA schon sein, einen der Vorstände von KTM, Hannes Harnschmidt, KTM von der Piragi, super schlauer Kerl, der hat mir damals so bisschen erklärt, wie in der Automotive-Industrie das Thema die Leasing-Raten zustande kommen. Ich habe ehrlich gesagt nicht gewusst, ich habe keine Ahnung gehabt. Und der hat mir das erzählt,

Ich in das, ich habe es ehrlich gesagt nicht nachgeprüft, aber es sich für mich sehr schlüssig an. Wenn du ein neues Produkt bringst, ob es BMW, Audi oder sonst irgendwas ist, dann gehen die zur Leasing-Bank, es kann ja ja eigene Bank sein, und pitchen dieses Produkt, pitchen insofern, dass es ein neues Deep-Stall-System das heißt wird weniger klaut, Service deutlich vereinfacht, der ganze Preis vereinfacht, bedeutet alles was die laufenden Kosten, damit den Wertverlust reduziert, haben wir auf ein gutes Niveau gebracht. Dann wird das richtig falsch und du bist dann irgendwann in die Bank und sagst, ok.

Nach unserem statistischen Methon glauben wir, dass das Ding am Wertverfall von X hat, doch das ergibt den Leasing-Faktor. Das heißt, wenn du ein sehr zuverlässiges Produkt hast, mit sehr gutem Diebstahlschutz, das sehr gut zu reparieren ist, dann ist es völlig unerheblich, teuer das Ding ist, weil nur der Wertverlust in die Leasingrate einschlägt. Das heißt, es gab einmal eine Zeit, da der Porsche, hat sogar eine negative Leasingrate theoretisch gehabt, weil die Wertentwicklung positiv war. Die Zeiten sind ziemlich vorbei. Das waren noch Zeiten.

Sissi (47:44.219)
Das waren noch Zeiten.

Alex Thusbass (47:47.842)
Und daraus entstehen diese ganzen Zweitverwertungen. Das heißt, der Autohersteller verkauft gerne das Auto zwei oder vielleicht sogar dreimal. Und das ist, ich, Thema, das müssen wir uns erfahren, dass die alles sehr deutlich anschauen. Das heißt, wir verkaufen ein Bike ja nur einmal und dann, wenn es bei uns im Lager draußen ist und bei den Händlern ist, dann interessieren uns das ganze Bike nicht mehr. Also, falsche Denken. Die ist nicht besonders nachhaltig, ehrlich zu sein.

Und die ist vor allen Dingen insofern falsch, weil wir immer nur davon ausgehen, der Fahrradmarkt war klassischerweise ein Komplettkaufgeschäft. Das heißt, du hast einfach gekauft und fertig war es. Echtes Leasing gab es nicht. Es aber ehrlich gesagt die Notwendigkeiten, weil die Produkte relativ günstig waren. Jetzt durchs E-Bike hat sich das total verändert und Dienstag Leasing hat das ganze Stück weit verzerrt. Das Ganze ist natürlich total charmant, weil es staatlich gefördert ist und blablabla.

Ich habe wahnsinnig Schläge dafür gezogen, weil ich gesagt habe, es ist schon klar, das ist keine gesetzliche Regelung, sondern nur eine Regelung, die sich jederzeit kippen kann. Der Gesetzgeber kann ohne gesetzliche Änderung des Dienstratbriefleges kippen. Kann sein, dass es sich mittlerweile geändert hat, aber es ist relativ …

Sissi (48:54.355)
Ich glaube, die Entscheidung steht jetzt dann auch 2026 an, oder? Soweit ich weiß.

Alex Thusbass (48:58.155)
Und Gnade uns Gott, wenn das passiert. sind tatsächlich auf die ganze Industrie, 25, ca. 25 % ist Dienstratleasing. Ist das weg, dann fliegt uns mal richtig alles die Ohren. Also wir sind extrem abhängig von diesem Dienstratleasing geworden. Und das halten wir wirklich schwierig. Und daher sind auch wir, ehrlicherweise, dran, dass das völlig andere, also Business-Innovationen, wir schauen mal, wir haben die andere Industrie gemacht, wir könnten mal was anderes machen.

dass wir das Produkt tatsächlich noch mal deutlich nachhaltiger auslegen, weil du sagst, der Wertverlust ist ja eigentlich das Entscheidende. Und wenn das Produkt einfach 3-mal theoretisch verkaufbar ist, dann wird’s, wir müssen den Kanal nicht freischießen, dann wird man neues Produkt verkaufen, damit es schnell kaputt geht. Gut, machen wir es sowieso nicht und passiert da draußen auch nicht, weil zum Beispiel dieses Thema Akku, dass die Reihenweise kaputt gehen, das gibt es einfach nicht. Die Akkus halten sehr lang.

Unsere Motoren sind super zuverlässig. Ganz ehrlich, wenn es nach zwei Jahren kaputt ist es einem dritten Jahr erledigt.

Sissi (50:04.494)
Deswegen musste der ZDV letztes Jahr auch tatsächlich ihre Kalkulationen, wie viele Räder gibt es denn überhaupt in Deutschland nach oben schrauben, weil die E-Bikes sich viel, länger halten als ursprünglich angenommen und kalkuliert.

Alex Thusbass (50:15.607)
Und das ist ja gut so. Das ist ja völlig sinnvoll so. Und damit der ganze wirtschaftliche Kreislauf auch im Handel funktioniert, braucht man da tatsächlich eine andere Denkweise. Das heißt, es ist nicht mehr so sehr, wie viel kostet das Ding, sondern wie lange hält es. Und wie oft kann es so verkaufen, dass das Produkt da frisch bleibt. Das heißt, da beginnt es dann, die Fragestellung völlig andere zu werden, weil einfach nur noch Hardware verkaufen ist es nicht mehr.

Also jetzt bei den modernen E-Autos oder beim Smartphone, jetzt mit Apple ein neues Update macht, mit dem Liquid Glass, ist plötzlich neues Produkt, obwohl es die alte Hardware ist. Das heißt, wie bleibt das Produkt über seine Lebenszyklen relevant? Und wie baue ich das Ding so, dass es lange Zeit funktioniert, ohne dass ich die wirtschaftliche Logik der Marktwirtschaft völlig aushebe? Weil was Menschen wollen, ist ein gutes Produkt, mit dem sie unterwegs sind.

Sissi (51:07.198)
Ja, jetzt haben wir bei Decathlon eben diesen Kreis. Erstens also Produktion, dann Verkauf der eigenen Räder in den eigenen Shops, Leasing. Dann hast du die Leasing-Rückläufer. Dann wirst du die Räder wieder aufbereiten und wieder neu verkaufen. Oder neu leasen, aber wahrscheinlich neu verkaufen, sag mal mal. Ist, oder leasen, ist das ein Modell?

Alex Thusbass (51:30.181)
Oder lesen, ist völlig egal.

Sissi (51:36.944)
sich in Hersteller anschauen könnte.

Alex Thusbass (51:40.086)
Nee, muss.

Sissi (51:42.308)
interessant.

Alex Thusbass (51:44.747)
Es ist Frage, dass man sich anschauen kann, muss, Punkt. Diese komplette Integration der gesamten Kette muss die Industrie machen, sonst wird sie einfach völlig aufs Kreuz gelegt.

Sissi (51:55.21)
Also nicht der Handel oder mit dem Handel zusammenzuarbeiten oder wie arbeitet man dann mit dem Handel zusammen? ist ja…

Alex Thusbass (51:57.605)
Werte.

Alex Thusbass (52:02.753)
Das ist der Punkt. Du musst auf dem Handel zugehen und musst miteinander ein gemeinsames Geschäftskonzept entwickeln, weil du entweder es komplett vertikal selber machst, Industrie vergiss es. Industrie, die meisten Industrie-Teilnehmer sind Industrie, sie haben Produkt, die verstehen Handel einfach nicht. Handel ist nicht einfach, ganz ehrlich. Andersrum, Händler haben meistens die großen Filialisten, die könnten sowas machen, teilweise auch schon mit Eigenmarken, ja.

die werden auch vertikalisieren, ist halt einfach so. Und der ganze andere Rest, die Industrie tut sehr gut daran, dass sie die Handelsdenke mal viel stärker draufschafft. Und dann muss es eine neue Partnerschaft mit dem Handel geben, und zwar tief integrierte und eine, bei der man tatsächlich nicht einfach die Hände raus schmeißt nach wie lieb und ganz genauso wenig. Das heißt, es ist ein sehr tief integriertes Konzept, dem man beide seid, wo irgendwann nicht mehr weiß, wo eigentlich genau die Trennlinie ist.

Vielleicht wächst es dann auch mal zusammen, dass es plötzlich eines wird. Aber dieses klassische Thema, spucken irgendwelche Produkte raus, die wird schon irgendjemand verkaufen und dann ist es uns völlig wurscht. Ich glaube, das wird einfach so nicht mehr funktionieren. Single an der Frage wird werden auch das Fahrrad, E-Bikes werden zum Leasing-Objekt werden. Die Autoindustrie würde ohne Leasing, würde es die Autoindustrie einfach schon nicht mehr geben, weil die Produkte viel zu viel zu teuer geworden sind. Und daher glaube ich, dass dieses Modell auch in Richtung Fahrrad sie entwickeln.

Muss. Wer sich das nicht anschaut, good luck.

Sissi (53:34.106)
Ja, super spannend. I like. I like. Also das bedeutet ja, dass dieser Kreislauf auch übergreifend in der Industrie gedacht werden kann oder muss. Also nicht nur in diesem geschlossenen System Decathlon, sondern eben auch so. Dann können wir jetzt zu der Frage sagen, wer werden die großen Player der Zukunft sein, diejenigen, die das schaffen?

Alex Thusbass (53:47.173)
muss.

Sissi (54:01.282)
Das ist die Grundvoraussetzung? Okay.

Alex Thusbass (54:01.286)
Ja, ich glaube schon. Du weißt, wir leben in einer Welt, bei der sich Dinge so rasend schnell ändern, neue Technologien, da dafür kommt, neue Spieler, wirklich innerhalb von kürzester Zeit die Marktechnik völlig verändern. Von dem her ist es, also vor zehn Jahren habe gesagt, ja, so wird es kommen, In der Gelände mittlerweile wahrscheinlich, also bisschen durch die zunehmende Erfahrung und weniger Radikalität würde sagen, ja, ich glaube, das ist so ein guter Kreislauf.

Sissi (54:12.302)
Mhm.

Sissi (54:19.246)
Mmh.

Sissi (54:24.494)
Mmh.

Alex Thusbass (54:31.293)
da ein Riesenrollen spielen wird. Du musst dir mal vorstellen, du hast jetzt ein 5000 Euro E-Bike und du ein E-Bike, das dir 120 oder 80 Euro Monat kostet. Das gleiche E-Bike. Oder eins, bei dem die Batterie noch zusätzlich gelöst wird und die Batterie ist überhaupt nicht mehr dein Problem. Die gehört dir nicht, sondern du benutzt sie nur. Oder du mietest das Ding noch. Wobei, glaub, das wird weniger funktionieren, sondern du hast einfach noch drei Jahre und kriegst ein neues Rad. Dann ist es fast klar, welche Richtung sie in der aktuellen Situation und in zukünftigen Situation

desentwickeln könnte. Es wird immer Menschen geben, wollen es kaufen, die haben die Kohle, die wollen es einfach haben. Punkt, das wird überhaupt nicht vergehen. Woran ich ehrlich gesagt nicht glaube, ist das ganze Thema Sharing und ich muss es nicht mehr besitzen, es zu nutzen. Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, die jungen Menschen, die Generation Z ist viel, konservativer bei vielen, vielen Dingen. Das zeigt auch diese Alteo-Studie meiner Meinung nach. Also so dieses, müssen, wir lassen alles fahren, alles sausen.

bin ich schon gespannt, ob das jemals

Sissi (55:29.418)
Also ich denke, Sharing hat ja seinen Platz inzwischen fast so in diesem urbanen Raum gefunden, beziehungsweise superbanen Raum auch, hatte ich jetzt mit der Mareike von Nextbike gesprochen. Da wächst es schon sehr stark, aber ich denke, es ist uns allen bewusst geworden in den letzten Jahren, dass der Gedanke, dass Sharing Besitz ablösen wird, egal in welchem Bereich, nicht so passieren wird, wie wir es uns ausmalen hätten können. Ja, jetzt habe ich gerade den Faden verloren.

Aber ein Punkt, den du gesagt hast und der sich auch so bisschen jetzt in unserem Gespräch herauskristallisiert hat, finde ich noch ganz interessant, das Wort Vertrauen. Dass eine Beziehung besteht, also der Kunde eine Beziehung zu dem Händler aufbauen will, dass da ein Vertrauensaustausch stattfindet. Das ist ja nicht nur Information, das es dort geht, gerade eben bei einem hochpreisigen Produkt.

Alex Thusbass (56:22.117)
Hm.

Sissi (56:25.43)
Das wird ja nicht nur im Direktvertrieb nicht bestellt, weil man sagt, es ist mir zu teuer, ich will vorher Probe fahren, sondern da ist auch beratungsintensiv, klar, Informationen, aber ich glaube, es geht auch Vertrauen und das Weiterleben eben, Servicecharakter, den man dann als spannendes Geschäftsfeld eben auch aufrollen kann. Und das geht’s ja. Ich habe das Gefühl, dass dieses Vertrauenselement

jetzt gerade wieder so hochquillt und das vorher auch so ein bisschen runtergespielt wurde. So dieses einfache Konsum, weißte, so ich kaufe, ich benutze, ich verstand dieses Wegwerfgesellschafts-Attitüde, da spielt ja Vertrauen keine Rolle. Ich kauf irgendwas, weiter geht’s. Und diese Bindung, die man ja eigentlich will, auch diese Kundenbindung, scheint ja jetzt hier besonders deutlich herauszukommen. Und eben auch in diesem Kreislauf.

wo sich der Kunde dann wiederfindet und sich gerne wiederfindet. Ja, da ist jetzt keine Frage dabei,

Alex Thusbass (57:24.319)
Ja, ne, ne, aber ich weiß nicht du meinst. Sagen wir mal so, ich glaube…

Sissi (57:29.578)
Also wenn ein Invest, dann ist es vielleicht auch ein wichtiger Invest, den man dann sieht. Nicht nur Digitalisierung, sondern eben auch auf einer persönlichen Ebene diese Vertrauensbindung aufbauen.

Alex Thusbass (57:41.702)
Der Grund warum Menschen in den Fachhandel gehen und ein Fahrrad kaufen oder E-Bike kaufen, vor allem E-Bike, ist weil sie nicht vorhaben E-Bike Experte zu werden, weil sie völlig überfordert sind mit der Vielzahl der Angeboten, kaum unterscheidbaren Merkmalen. Das Leben ist komplex genug, vor allen Dingen hier in Deutschland. haben so wenig Menschen wie noch nie.

die wertschöpferisch arbeiten, d.h. die stehen unter unglaublichem Druck, die haben überhaupt keine Zeit. Deswegen ist ganz klar, dass die 30-39-Jährigen einfach sagen, Leute, das muss schnell gehen. Und dann gehen sie in den Fachhandel und delegieren ihr Bedürfnis an jemanden, der ihnen dabei helfen soll, das richtige Bike zu finden und den sie dann ein Stück weit verhaften können, wenn es dann nicht so ist. Das ist erst einmal reine Komplexitätsreduktion, das ist Konvienz. Dann kommt aber das Preisschild.

Und dann, gerade bei diesem Preisschritt, geht’s dann los. Das ist die einzige Marktstudie, die ein Hersteller jemals machen kann. Jeden Marketing steht dieselben Handler, versucht, ein Rad zu verkaufen. Vergiss den ganzen anderen Scheiß, die ganzen anderen Umfragen, dort kriegst du die tatsächliche, echte, richtige Wahrheit. Aber ganze Produktentwickler, der noch nie ein Fahrrad verkauft hat, kann überhaupt nichts entscheiden. Geh da raus und verkauf. Und wenn du es nicht schaffst

Dass der Kunde sagt, ich glaub dir tatsächlich, dass du das richtige Rat für mich raussuchst und ich glaub dir alle, dass wenn ich ein Problem hab, dass du mich lösen kannst, dass du auch willens bist, mir ein Rat zu verkaufen, willens dann einen Service zu bieten kannst. Ganz ehrlich, dann ist mir das hier zu blöd, dann geh ich solange das Gefühl habe, ich find jemanden. Das ist übrigens bei allem, was wir tun, wirklich 100%. Es gibt ko-rationale Entscheidungen. Kein Mensch auf dieser Erde hat jemals schon eine rationale Entscheidung. Es ist alles emotional.

Also selbst wenn du jetzt nach Formeln entscheiden würdest, dann musst du ja schon darauf vertrauen, dass die Datenbasis stimmt und dass die Datenerhebung und und und und Riesen, Riesen, Riesen Riesenlade dahinter. Und von dem her ist es völlig klar, dass gerade die Menschen, das Geld bei weitem nicht mehr so locker sitzt, obwohl das bei Gersibison totals Problemenkind ist, dass die sehr genau schauen, ob der gegenüber, der Händler, ein Stück weit ehrlich mit ihnen meint. Das machen übrigens die Händler bei uns auch. Die schauen uns auch ganz genau an, ob wir es eigentlich meinen, gibt es uns denn noch

Sissi (59:42.099)
Natürlich, alles emotional und subjektiv.

Alex Thusbass (01:00:04.773)
Die nächsten Glückslitter, hier herlaufen. Und wir andersherum ganz genauso. Das heißt, der Kitzstoff oder fast das Öl der gemeinsamen Zusammenarbeit ist Vertrauen. Und ja, je schwieriger die Zeit ist, desto wichtiger wird das Vertrauen. Weil wenn du eine fällige Nachfrage gemacht hast, dann ist es … Und du brauchst einfach nur das Bike. hast es schon gesucht, und der hat es jetzt da her damit, da spielen die Dinge gar keine Rolle mehr. Weil da wirst du dich einfach nicht harmonisiert. Aber solchen Situationen wie jetzt ist Vertrauen komplett an einen Stellenwert.

Sissi (01:00:33.678)
Ja, vor diesem Hintergrund, was gibst du, was schickst du Roman Arnold für eine Message Richtung Koblenz?

Alex Thusbass (01:00:33.797)
den es eigentlich immer schon haben sollte.

Alex Thusbass (01:00:42.977)
Also ich bin überhaupt nicht der Position, Roman Anhalt einen guten Tipp zu geben. Nee, aber es ist tatsächlich so. Und ganz ehrlich, nee, aber…

Sissi (01:00:44.754)
Ich wusste, kommt. Das traut sich auch kein Mensch. Was für eine Legacy, also dieser Mann wirklich und auch sein Bruder.

Alex Thusbass (01:00:54.133)
Ja toll, muss man wirklich sagen, brauchen wir nicht diskutieren. Tja, dann muss er vertikalisieren. Entweder ein Handel, da kommen da nicht rein, weil die meisten Händler sagen, gut, Kennen, ihr habt uns so lange echt geärgert. Also da ist der Handel verdammt gut, das auszuglünen. Die haben Aldi niedergespielt, die haben Aldi-Räder einfach alle nicht gemacht. Plötzlich sind die alle beim Hof.

Sissi (01:00:59.146)
Aber zukunftsträchtige Aufstellung der Marke. Ist das jetzt ein Thema? Ist diese Integration?

Alex Thusbass (01:01:21.797)
alle wieder auf den Hof gelegen und haben gesagt, das machen wir nicht mehr. Und da ist der Handel gut. Vielleicht ändert sich da was. Ansonsten eigene Shops aufmachen, das ist langsam am Anfang, das ist ein sehr schwieriger Weg. Dazu muss er tatsächlich Händler sein. Händler by heart. Marke entsteht immer von oben nach unten, also von innen nach außen. Da der Händler by heart sein. weiß nicht, ob er das genau ist. Ich glaube ja.

Aber diese Vertikalisierung muss er entweder in die eigene Hände nehmen oder extrem gute Partnerschaft haben, sehr eine große Fläche finden, weil E-Bikes online nicht funktionieren.

Sissi (01:01:56.334)
Super. Alex, Januar 2026, der hatte irgendwie 48 Tage gefühlt. Jetzt ist Februar und ich freue mich mit dir, jetzt monatlich zu sprechen, weil es jedes Mal wirklich so spannend ist. Wir sprechen jetzt monatlich und ich würde auch begrüßen, wenn wir ab und zu Gäste, Gästinnen vor allem haben und schreibt uns gerne, vor allem Frauen, in erster Linie Frauen. Ja.

Vielen Dank fürs Zuhören, immer. wir hören uns, also Alex und ich hören, ne, ihr hört Alex und mich in einem Monat wieder. Und dazwischen kommen die Gespräche wie üblich mit Vertretern aus der Industrie. ja, auf geht’s, nehmt fleißig das Rad. Adieu.

Alex Thusbass (01:02:49.157)
dann tschüss!

Sissi (01:02:50.804)
Super. Hey, wie hast du so viel gelernt von jetzt?

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Sissi Pärsch
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Alex Thusbass

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