Bei den Franzosen von Moustache gab es bei der Cyclingworld gleich drei interessante E-Bike-Neuheiten zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen ein neues komfortables City-E-Bike, ein überarbeitetes X-Road mit noch breiterem Einsatzbereich sowie ein leichtes Urban-E-Bike auf sportlicher Basis. Die Franzosen bleiben sich dabei treu: eigenständige Konzepte, viel Komfort, clevere Alltagslösungen und ein klarer Fokus auf Nutzwert.
Video: Drei neue Moustache E-Bikes für Stadt, Alltag & Tour
Moustache Mardi: Neues City-E-Bike
Den Einstieg in die Neuheiten macht das Moustache Mardi 27.4, ein neues komfortables City-E-Bike mit tiefem Einstieg. Auffällig ist der neu entwickelte Rahmen, der laut Moustache nicht nur leichter ausfällt, sondern auch mehr Flexibilität bei der Motorintegration ermöglicht.
Je nach Ausstattungsvariante kommen unterschiedliche Bosch-Antriebe zum Einsatz – von der Performance Line über den neuen Bosch PX bis hin zum Topmodell mit Performance Line CX. Typisch für das Modell: Moustache setzt konsequent auf Nabenschaltungen, kombiniert mit einem Gates-Riemenantrieb. Das verspricht einen leisen Lauf, wenig Wartung und viel Alltagstauglichkeit.
Auch beim Komfort will das Mardi punkten. Dazu gehören eine Federgabel, voluminöse Schwalbe-Reifen und ein sauber integrierter Gepäckträger, der sich optisch stimmig in den Rahmen einfügt. Bei den Schaltungen stehen – je nach Modell – Shimano Nexus, Enviolo und sogar eine automatische Enviolo-Variante zur Wahl.
Beim Akku gibt es ebenfalls Optionen: In der gezeigten Version steckt ein 600-Wh-Akku, wahlweise ist das Bike allerdings auch mit 800-Wh-Akku verfügbar. Preislich verortet Moustache das gezeigte Mittelklassemodell mit Bosch PX bei rund 4.000 Euro. Für den größeren Akku wird ein Aufpreis von 200 € fällig.
Los geht’s beim Einstiegsmodell mit 3.400 €, das Ende der Fahnenstange mit automatischer Enviolo-Schaltung ist bei 5.600 € erreicht.
Moustache X-Road FS: vollgefederter Aluguss-Rahmen
Besonders spannend dürfte für viele das neue X-Road FS sein. Das Modell basiert auf dem bereits bekannten, preisgekrönten Rahmenkonzept aus Aluguss, das unter anderem auf der Eurobike Aufmerksamkeit bekommen hat. Für 2026 wurde der Rahmen noch einmal überarbeitet und ist laut Hersteller leichter geworden.
Das X-Road versteht Moustache als besonders vielseitige Plattform zwischen Stadt, Wochenendausflug und Tour. Es soll Pendelstrecken ebenso souverän meistern wie Freizeitfahrten oder Urlaubsreisen.
Die Eckdaten lesen sich entsprechend komfortorientiert: Tiefeinsteiger-Rahmen, Federgabel, 115 mm Federweg am Heck, dazu vollständige Alltagsausstattung mit Schutzblechen, Rahmenschloss und Gepäckträger. Bordsteine sollen dank der Federung ihren Schrecken verlieren.
Am Heck sitzt der sogenannte Light-Gepäckträger mit QL3-Aufnahme für kompatible Packtaschen. Neu ist zudem ein optionaler MIK-Adapter, der zusätzliche Flexibilität schafft – etwa für Körbe oder zur Mitnahme eines Faltschlosses. Der Adapter soll separat erhältlich sein und rund 30 Euro kosten.
Beim Preis staffelt Moustache das neue X-Road in drei Varianten. Los geht’s mit dem X-Road FS2 mit Bosch Performance Line für 3.799 Euro. Dann folgt das X-Road FS4 mit neuem Bosch PX für 4.299 Euro. Während das Topmodell mit Bosch Performance Line CX und 600-Wh-Akku für 4.799 Euro den Abschluss macht.
Moustache Dimanche: leichtes Urban-E-Bike mit Gravel-DNA
Neu im Line-up ist außerdem das Dimanche, das zwar namentlich nach Sonntagsrad klingt, von Moustache aber ganz klar als Bike für den täglichen Einsatz positioniert wird. Die Basis liefert eine sportliche Gravelbike-DNA, das Einsatzgebiet ist jedoch vor allem urban: Pendeln, Commuting und schnelle Alltagswege mit dezenter Motor-Unterstützung.
Zum Einsatz kommt hier der kompakte und leichte Bosch SX-Antrieb. Anders als die kräftigeren Bosch-Motoren richtet sich dieses System eher an sportliche Fahrerinnen und Fahrer, die aktiv mittreten wollen, aber auf dem Arbeitsweg oder in der Stadt etwas Rückenwind schätzen.
Beim Gewicht nennt Moustache rund 20 Kilogramm, je nach Rahmengröße sogar leicht darunter. Im Unterschied zum eigentlichen Gravel-Modell bekommt das Dimanche eine Federgabel mit 40 mm Federweg, eine Dropper Post, komplette Straßenausstattung, ergonomische Griffe und praktische Details für den Alltag. Dazu zählen auch Befestigungsmöglichkeiten für Gepäckträger und Smartphone-Halter.
Ein kleines, aber im Alltag relevantes Detail: Der Ladeport wurde überarbeitet und sitzt nun seitlich – deutlich zugänglicher als zuvor.
Preislich liegt das Dimanche bei rund 3.700 Euro. Zusätzlich ist das Modell mit dem Bosch PowerMore Range Extender kompatibel. Zum integrierten Akku mit 400 Wh lassen sich so weitere 250 Wh ergänzen – praktisch für längere Touren über den reinen Stadtbetrieb hinaus.
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