Thomas Bernds schweißte als Grundschüler mit dem Dorfschlosser zwei Räder zu einem Tandem, später baute er als Schulprojekt ein Dreirad. Und weil ihn die Zweiradleidenschaft nicht los ließ, gründete er – kaum volljährig – seinen ersten Laden für Liegeräder, den er „nach einer phänomenalen Eröffnungsparty“ bald wieder schloss. Die Fahrradindustrie sollte dennoch über die nächsten Jahrzehnte seine Heimat werden – und viel von ihm lernen.
Vom Schul-Dreirad zum Nischen-Player
In dieser Podcast-Folge spricht Host Sissi Pärsch mit Thomas Bernds über das Unternehmen, das er 1991 gegründet hat, und seine Bernds-Geschäftsleitung Michaela Buchholz erklärt, wie sie es zu einem wichtigen Nischen-Player aufgebaut haben. Es geht
- um die Ursprungsmotivation hinter den 20-Zoll-Rädern,
- um die Erfindung eines Faltmechanismus, der zugleich noch eine Individualisierung auf Größe und Körperproportionen zuließ,
- um die Entwicklung des Riemenantriebs
- und darum, wie Bernds im Kult-Katalog von Manufactum landete.
Schweißen, pulverbeschichten, anpassen – alles in Deutschland
Die Drei sprechen über die Vorteile eines „kleinen, zähen Fahrradherstellers“, der konsequent in Deutschland entwickelt, aber auch produziert. In-House schweißt, wenige Kilometer weiter pulverbeschichtet – und dann alles individuell auf den Kunden, die Kundin abstimmt.
Der Markt forscht nach Bernds
Dabei stellt Bernds im Grunde das Marketing auf den Kopf: Nicht Bernds betreibt Marktforschung, der Markt forscht nach Bernds – und er findet das kleine Team am Bodensee, äußert Wünsche, sucht das Gespräch, bekommt individuelle Anpassungen. So formt sich die Marke mit den Bedürfnissen und Wünschen der Käuferschaft weiter und inzwischen gibt es neben den Falträdern, den faltbaren Tandems und Lastenrädern inzwischen auch Bernds Dreiräder, die speziell auch von Menschen mit Handicap geschätzt werden.
Viel Spaß beim Zuhören.
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