Bulls Cross Lite Evo Carbon LT Leicht, trotz großem Akku!

Wie kann man hohe Reichweite, volle Ausstattung für den alltäglichen Einsatz und ein geringes Gewicht für maximal einfache Handhabung vereinen? Genau diese Frage beantwortet Bulls mit dem Cross Lite Evo Carbon. Das Trekking-Bike bringt Leichtbau aus dem Performance-Sport ans Alltagsrad – der Vorteil? Deutlich weniger Gewicht, für agiles Fahrverhalten und einfacheres Handling – ohne dabei jedoch auf essenzielle Features wie den entnehmbaren Akku zu verzichten. Bleibt nur festzustellen: Günstig ist dieser Leichtbau nicht!
Titelbild

Bulls Cross Lite Evo Carbon LT: Carbon-Trekkingrad mit Bosch CX

Mit dem Crosslite Evo Carbon LT zeigte Bulls auf der ZEG Bike Show ein Trekking-E-Bike der Extraklasse. Es zieht in einigen Bereichen alle Register: Starker Motor, leichter Carbon-Rahmen, zwei Akku-Größen – für 4.299 € gibt es ein außergewöhnliches E-Bike, das Performance und Alltag vereinen soll.

Auffällig ist natürlich in erster Linie das Rahmenmaterial: Bulls fertigt den Cross Lite Evo Carbon-Rahmen aus dem leichten Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Das hat entscheidende Vorteile: So lässt sich effektiv Gewicht einsparen, ohne dabei auf wichtige Eigenschaften verzichten zu müssen: Beleuchtung, Schutzbleche, großer Akku, pannensichere Ausstattung – all das lässt das Gewicht von Trekking-E-Bikes oft schneller in die Höhe schießen, als man das gerne möchte.

Das Bulls Cross Lite Evo Carbon LT wiegt knapp 25 kg mit 800-Wh-Akku – das ist gemessen am Leistungsumfang ein recht gutes Gewicht.
# Das Bulls Cross Lite Evo Carbon LT wiegt knapp 25 kg mit 800-Wh-Akku – das ist gemessen am Leistungsumfang ein recht gutes Gewicht. – Denn das Lite Evo Carbon hat alles an Bord: Schutzbleche, Gepäckträger, Kettenschutz, integrierte Beleuchtung – dazu einen entnehmbaren Akku und eine Spezifikation, die auf erschwingliche Ersatzteile Wert legt.

Das hohe Gewicht bringt dabei zwar Fahrstabilität, ist aber im Umgang einfach lästig: Allein wenn man das Rad im Stand drehen möchte oder es auf den Heckträger heben will – viel Gewicht ist unhandlich. Genau diesen Konflikt löst Bulls mit dem ca. 23,6 bis 24,6 kg leichten E-Bike.

  • Rahmenmaterial Carbon
  • Motor Bosch CX
  • Akku 600 Wh oder 800 Wh
  • Antrieb Kettenschaltung
  • Laufradgröße 28″
  • Besonderheiten Carbon-Rahmen, entnehmbarer Akku, Vollausstattung mit integrierter Beleuchtung
  • Gewicht 23,6 bis 24,6 kg (Herstellerangabe)
  • Max. Systemgewicht* 135 kg
  • Farben lavendel metallic, lila / UD Carbon matt, schwarz
  • Rahmengrößen S, M, L
  • Verfügbar ab sofort
  • www.bulls.de

Preis Bulls Cross Lite Evo Carbon LT: 4.299 € (UVP)

Das maximale Systemgewicht begrenzt für ein Fahrrad, E-Bike oder Lastenrad, wie schwer Fahrerinnen und Fahrer inklusive Kleidung, Ausrüstung, Bike (!) und Zuladung laut Hersteller sein dürfen. Dieser Wert ist oft – gerade bei E-Bikes – niedriger als Verbraucher glauben und kann so für Verdruss sorgen. Wir gehen auf diese wichtige Kenngröße in unseren E-Bike-Tests und Neuvorstellungen ein und fragen bei Herstellern nach, falls diese Angabe fehlt.

Wie diese Angabe ermittelt wird, wer sicherstellt, dass da niemand mogelt und was eine ASTM-Klasse ist, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Artikel:

Maximales Systemgewicht am E-Bike

Außergewöhnlich macht das Bulls Cross Lite Evo Carbon aber auch der Bosch Performance Line CX der fünften Generation. Ab Werk kommt dieser Motor mit 85 Nm Drehmoment und 600 Wh. Aber es gibt zwei Updates für die Leistung, die dem Carbon-Flitzer satte 750 W und 120 Nm verleihen. Gerade am Trekking-Rad kann das im Transportmodus mit Gewicht am Gepäckträger oder wenn man einen Anhänger zieht, den entscheidenden Unterschied machen. Das Bosch Smart System erlaubt zudem die individuelle Anpassung der Unterstützungsstufen: Seicht und auf minimalen Akku-Verbrauch optimiert oder kraftvoll und dynamisch für steile Anstiege im Alltag.

Der höhenverstellbare Vorbau macht das Cross Lite Evo Carbon LT universell einsetzbar.
# Der höhenverstellbare Vorbau macht das Cross Lite Evo Carbon LT universell einsetzbar. – Die Monkey-Link 2.0-Schnittstelle lässt Zubehörmontage zu – ob Displays, das Smartphone inklusive induktiver Ladung oder einen zweiten Scheinwerfer.
Ein kompakter Gepäckträger hilft dabei, Lasten zu transportieren.
# Ein kompakter Gepäckträger hilft dabei, Lasten zu transportieren. – Er stützt sich am Schutzblech ab und bekommt damit eine freischwebende Optik – neu mit dabei ist das Snapit-System für die Zubehörmontage.

Damit mit einem so starken Motor die Komponenten nicht zu schnell verschleißen, setzt Bulls eine Shimano-Cues-Schaltung ein, die robust ist und günstig in der Ersatzteilversorgung. Zum Stehen bringen einen ebenso zuverlässige Shimano-Bremsen.

Beim Akku gibt es zwei Optionen. Der Einstieg erfolgt mit 600 Wh, gegen 200 € Aufpreis soll auch ein 800-Wh-Akku erhältlich sein. Der Akku ist wie oben beschrieben entnehmbar, was im Trekkingbereich weiterhin ein wichtiges Komfortmerkmal ist – auch wenn diese Konstruktion etwas Mehrgewicht mitbringt.

Der Carbon-Rahmen ist formschön, ermöglicht es, 600- oder 800-Wh-Akkukapazität zu fahren und hat alle Alltagsfeatures an Bord.
# Der Carbon-Rahmen ist formschön, ermöglicht es, 600- oder 800-Wh-Akkukapazität zu fahren und hat alle Alltagsfeatures an Bord. – Für den nötigen Komfort dürfte das Rahmenmaterial in Kombination mit der SR Suntour NCX 32 Luftfedergabel sorgen.

Vorne arbeitet eine SR Suntour NCX 32 Luftfedergabel mit 100 mm Federweg und Lockout. Dazu kommen ein verstellbarer Vorbau, eine aufrechte Sitzposition und breite Schwalbe Marathon Almotion-Reifen in 55 mm Breite. Ab Modelljahr 2027 setzt Bulls bei diesen Rädern außerdem auf Schwalbe-Clik-Valve-Ventile, die das Aufpumpen der Reifen erleichtern, jedoch einen Adapter benötigen.

Bulls-typisch kommt eine MonkeyLink-2.0-Schnittstelle zum Einsatz. Sie kann als Smartphone-Halterung, Ladepunkt oder Basis für ein nachrüstbares Bosch-Display genutzt werden. Beim Gepäckträger wechselt Bulls für 2027 auf das Snapit-System, wodurch ein großer Zubehörkosmos aus Körben und Taschen genutzt werden kann.

Bulls Cross Lite EVO Carbon 800 Wh Damen grau 2026
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Bulls Cross Superlite SX: Noch leichter mit Kompaktmotor!

Einen kleinen Blick über den Tellerrand werfen wir beim Bulls Cross Superlite SX: Das Modell baut auf dem Cross Lite auf, verschärft das Konzept jedoch noch einmal entschieden – das geht aber nicht ohne Kompromisse. Den entscheidenden Kompromiss wollte Bulls augenscheinlich nicht in einem höheren Preis setzen, der noch leichtere Anbauteile ermöglicht hätte. Nein: Der Kompromiss liegt im verwendeten Motorsystem. Der Name deutet schon darauf hin: Verwendet wird ein Bosch SX und ein Bosch 400 Wh-Akku. Allein am Motorsystem können so 1,7 bis 3 kg gegenüber der Fullpower-Variante gespart werden – je nachdem, ob diese mit 600er oder 800er Akku ausgerüstet ist.

Mit Alu-Rahmen, ohne Federgabel, dafür mit kleinem SX-Motor und 400-Wh-Akku: Erschwinglicher und leichter präsentiert sich das Cross Superlite SX für kürzere Strecken und geringere Lasten.
# Mit Alu-Rahmen, ohne Federgabel, dafür mit kleinem SX-Motor und 400-Wh-Akku: Erschwinglicher und leichter präsentiert sich das Cross Superlite SX für kürzere Strecken und geringere Lasten.
Das Bike ist optional auch als Herrenrad mit Diamantrahmen verfügbar.
# Das Bike ist optional auch als Herrenrad mit Diamantrahmen verfügbar.
Auch hier setzt Bulls auf die Monkey-Link-Schnittstelle vor dem Lenker.
# Auch hier setzt Bulls auf die Monkey-Link-Schnittstelle vor dem Lenker.
Ladebuchse und entnehmbarer Akku sorgen für maximale Flexibilität.
# Ladebuchse und entnehmbarer Akku sorgen für maximale Flexibilität.
Shimanos Deore-Antrieb ist halb ins Ausfallende integriert. Bulls setzt hier auf Schnellspannachsen.
# Shimanos Deore-Antrieb ist halb ins Ausfallende integriert. Bulls setzt hier auf Schnellspannachsen.

Um Preis und Gewicht im Rahmen zu halten, setzt Bulls am Superlite auf einen Alu-Rahmen mit entnehmbarem Akku. Das Bike wiegt damit 19,9 kg – respektabel, vor allem gemessen am Preis von 3.499 €. Ausgerüstet ist das leichte E-Trekking-Rad mit Shimano-Deore-Antrieb und Shimano-Bremsen. Eine Carbon-Gabel spart Gewicht, der Schwalbe G-ONE Overland baut nicht superbreit, dürfte aber eine gute Figur zwischen Asphalt und Schotter machen.

Bulls Clunker Evo: Lenker-Carrier am Allround-MTB?

Ein weiteres spannendes Rad, das Bulls neu im Programm hat, ist das Clunker Evo: ein via Bafang-Radnabenmotor angetriebenes Hardtail mit starrer Gabel und Frontgepäckträger. Das Clunker Evo ist namentlich vom Ur-MTB inspiriert – auch Geometrie und Reifen zeigen diese Referenz. Mit breiten Reifen ist ein minimales Maß an Komfort gegeben, davon abgesehen ist das Rad mit sportlicher MTB-Geometrie und Gepäckträger eher als spaßiger Allrounder zu sehen, mit dem man leichte und flache Singletrails surfen kann oder die Einkäufe nach Hause bringt.

Optisch sticht das Clunker Evo definitiv aus der Masse heraus, aber das Hardtail mit Front-Carrier überzeugt auch technisch.
# Optisch sticht das Clunker Evo definitiv aus der Masse heraus, aber das Hardtail mit Front-Carrier überzeugt auch technisch.
Im Unterrohr versteckt sich beispielsweise ein 540 Wh-Akku, der den Radnabenmotor am Hinterrad antreibt.
# Im Unterrohr versteckt sich beispielsweise ein 540 Wh-Akku, der den Radnabenmotor am Hinterrad antreibt.
Optisch auffällig: Die Lenkungsstabilisierung dürfte mit beladenem Front-Carrier nützlich sein.
# Optisch auffällig: Die Lenkungsstabilisierung dürfte mit beladenem Front-Carrier nützlich sein.

Mit im Unterrohr integriertem 540 Wh Akku schafft es das Bulls Clunker Evo auf respektable 19,9 kg, bleibt dabei sogar unter der 3.000 €-Marke – die UVP liegt bei 2.999 €. Das Bike ist mit Deore-Antrieb, Tektro-Bremsen und Schwalbe-Reifen zuverlässig ausgerüstet.

Ist dir ein leichteres Bike mit Carbon-Rahmen den Aufpreis wert?

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Was ist die ZEG Bike Show?

Die ZEG Bike Show ist die Neuheiten-Messe der riesigen Fahrradhandelsgemeinschaft mit mehr als 1.000 Händlern – und steht deshalb so mancher bekannten Fahrradmesse in der Größe kaum nach. Bühne für die zahlreichen neuen Fahrräder der bekannten ZEG-Marken wie Bulls, Pegasus, Kettler, Hercules, Flyer oder I:sy bildete in diesem Jahr die KölnMesse. Damit war die Bike Show, auf der die Genossenschaft auch ihr 60-jähriges Jubiläum feierte, sozusagen eine kleine Vorschau auf das nächste Jahr. Denn dann sollen unter dem Dach der KölnMesse und des ZIV die ZEG-Neuheiten zusammen mit denen anderer Hersteller und Handelsverbänden präsentiert werden. Mit der „towards tomorrow – European Bike Show“ soll vom 6. bis 8. September 2027 eine neue internationale Fahrradmesse am Rhein stattfinden.

Fotos: Johannes Herden
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