Focus Aventura² FS: Infos und Preise
Das Focus Aventura² FS erweitert die bekannte Aventura²-Reihe um ein vollgefedertes Modell. Während die klassischen Aventura²-Varianten weiterhin mit Diamant- und Wave-Rahmen angeboten werden, setzt Focus beim neuen FS ausschließlich auf einen Wave-Rahmen mit tiefem Einstieg.
Der zentrale Unterschied steckt im Fahrwerk: Focus verbaut eine kompakt integrierte Viergelenk-Kinematik mit 100 mm Federweg am Heck. Dazu kommt eine Federgabel mit 120 mm Federweg. Der Dämpfer lässt sich laut Focus mit einer Pumpe auf Fahrergewicht und Gepäck abstimmen; eine Anleitung ist per QR-Code am Rahmen abrufbar.
- Rahmenform Aventura² FS ausschließlich als Wave-Rahmen, Aventura² weiterhin als Diamant- und Wave-Rahmen
- Fahrwerk Viergelenk-Hinterbau mit 100 mm Federweg, Federgabel mit 120 mm Federweg
- Systemgewicht bis 150 kg freigegeben
- Gepäckträger MIK-Gepäckträger beim Aventura² FS, bis 20 kg belastbar
- Antrieb Bosch Performance Line oder Bosch Performance Line CX, je nach Modell
- Akku 600 oder 800 Wh beim Aventura² FS, je nach Modell und Auswahl
- Ausstattung Beleuchtungssystem, Schutzbleche, klapperfreier Ständer, verstellbarer Vorbau und absenkbare Sattelstütze
- Anhängernutzung für zweispurige Anhänger mit passender Achse freigegeben
- Verfügbarkeit ab sofort
- www.focus-bikes.com
- Preis ab 4.199 € für das Aventura² FS 6.7, ab 5.199 € für das Aventura² FS 6.8, ab 5.699 € für das Aventura² FS 6.9
Focus bietet das Aventura² FS in drei Ausstattungsvarianten an. Den Einstieg bildet das Aventura² FS 6.7 mit Bosch Performance Line Motor, absenkbarer Sattelstütze sowie Shimano-Schaltungs- und Bremskomponenten. Das Aventura² FS 6.8 erhält den Bosch Performance Line CX Motor mit bis zu 100 Nm maximalem Drehmoment, eine Luftfedergabel und eine Fernlichtfunktion. Beim Aventura² FS 6.9 kommen zusätzlich Bosch eBike ABS, eine Shimano 4-Kolben-Bremsanlage, Kiox 500 Display und Shimano Cues 11-fach-Schaltung dazu.
Neuerungen im Überblick
Gefedertes Heck
Die wichtigste Neuerung ist der Hinterbau. Focus verbaut beim Aventura² FS eine Viergelenk-Kinematik mit 100 mm Federweg. Der Nutzen liegt vor allem auf Kopfsteinpflaster, schlechten Radwegen, Schotterpassagen und holprigem Untergrund: Das Heck kann Stöße abfedern, die bei klassischen Trekking-Hardtails direkter beim Fahrer ankommen. Der Dämpfer ist laut Hersteller gut erreichbar und kann per Pumpe an Fahrergewicht und Gepäck angepasst werden.
Mehr Federweg an der Front
Auch vorne setzt Focus beim Aventura² FS auf Komfort. Die Federgabel bietet 120 mm Federweg und damit mehr Reserven als die beim bisherigen Aventura² genannte 100-mm-Federgabel.
Wave-Rahmen statt Diamant-Option
Während das normale Aventura² mit Diamant- und Wave-Rahmen angeboten wird, bleibt das Aventura² FS auf die Wave-Variante beschränkt. Der tiefe Einstieg passt zur Komfortausrichtung des Modells und ist im Alltag praktisch, etwa bei häufigem Anhalten, beim Fahren mit Gepäck oder beim Auf- und Absteigen in der Stadt. Beim Wave-Rahmen lässt sich der Akku laut Focus nach oben aus dem Unterrohr entnehmen.
Alltagsausstattung bleibt an Bord
Das Aventura² FS übernimmt die Komfortausstattung der Aventura²-Familie. Dazu gehören Beleuchtung, Schutzbleche, ein klapperfreier Ständer, ein verstellbarer Vorbau und eine absenkbare Sattelstütze mit 150 mm Hub. Letztere kann im Stadtverkehr oder auf unebenem Untergrund mehr Bewegungsfreiheit bieten. Auch ein USB-C Anschluss ist mit an Bord.
Freigabe für Gepäck und Anhänger
Beim Systemgewicht nennt Focus eine Freigabe bis 150 kg. Das ist für ein E-Trekkingbike alltagsrelevant, weil neben dem Fahrergewicht auch Kleidung, Schloss, Taschen, Einkauf oder Tourengepäck mitgerechnet werden müssen. Der MIK-Gepäckträger des Aventura² FS darf mit bis zu 20 kg beladen werden. Außerdem ist das Rad für zweispurige Anhänger mit passender Achse freigegeben.
Bosch-Antriebe und zwei Akku-Größen
Alle Aventura² FS Modelle kommen mit Bosch-Motor. Je nach Ausstattung verbaut Focus den Bosch Performance Line Motor oder den Bosch Performance Line CX Motor. Für jedes FS-Modell stehen laut Hersteller Akkus mit 600 oder 800 Wh zur Wahl.
Drei Ausstattungsstufen
Das Aventura² FS 6.7 startet mit Bosch Performance Line Motor, Purion 200 Display und Shimano Cues 1×9-Schaltung. Das Aventura² FS 6.8 bringt Bosch Performance Line CX, Kiox 300 Display, Luftfedergabel, Fernlicht und Shimano Cues 1×10-Schaltung mit. Das Aventura² FS 6.9 setzt darüber hinaus auf Kiox 500 Display, Shimano Cues 1×11-Schaltung, Shimano 4-Kolben-Bremsanlage und Bosch eBike ABS.
Was die Vollfederung im Alltag bedeutet
Ein gefedertes Heck ist bei E-Trekkingbikes noch immer nicht selbstverständlich. Der zusätzliche Komfort kann vor allem dann interessant sein, wenn das Rad regelmäßig auf schlechten Wegen bewegt wird: Kopfsteinpflaster, ausgewaschene Radwege, Schotter, Waldwege oder längere Touren mit Gepäck. Gerade bei einem schweren E-Bike kann ein ruhigeres Heck den Fahrkomfort spürbar erhöhen.
Die Kehrseite: Vollfederung macht ein Trekkingbike technischer. Dämpfer, Lagerpunkte und Fahrwerksabstimmung kommen als zusätzliche Themen dazu. Wer ein möglichst einfaches, wartungsarmes Alltagsrad sucht und überwiegend auf guten Wegen unterwegs ist, braucht diesen Aufwand wahrscheinlich nicht zwingend. Für diese Nutzer bleibt die klassische Aventura²-Reihe die einfachere Alternative.
Einordnung: komfortorientiertes E-Trekkingbike mit mehr Technik
Das Aventura² FS erweitert die Aventura²-Reihe in eine klare Komfort-Richtung. Tiefer Einstieg, gefedertes Heck, 120-mm-Gabel, absenkbare Sattelstütze, Gepäckträger und Anhängerfreigabe machen deutlich, dass Focus nicht nur an Wochenendtouren, sondern auch an Alltagseinsatz und schlechte Wege denkt.
Interessant ist das Rad vor allem für Menschen, die ihr E-Trekkingbike regelmäßig auf unterschiedlichen Untergründen nutzen: Pendelstrecken mit schlechten Wegen, längere Touren, Fahrten mit Gepäck oder Alltagsrouten, auf denen Komfort wichtiger ist als maximale Einfachheit. Der MIK-Gepäckträger mit 20 kg Freigabe und die Anhängerfreigabe passen ebenfalls in dieses Nutzungsbild.
Gleichzeitig bleibt Vollfederung am E-Trekkingbike eine bewusste Entscheidung. Sie kann Komfort bringen, erhöht aber Preis, Komplexität und Wartungsbedarf. Wer vor allem kurze Stadtwege fährt, bekommt mit einem klassischen E-Trekkingbike vermutlich das einfachere Rad. Wer dagegen oft über schlechte Wege fährt oder längere Strecken komfortabler zurücklegen will, findet im Aventura² FS eine naheliegende Ergänzung der Focus-Trekkingfamilie.
Was sagt ihr zum Focus Aventura² FS: sinnvoller Komfortschritt fürs E-Trekkingbike oder für euren Alltag zu viel zusätzliche Technik?

Kommentare
» Alle Kommentare im ForumWir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: