Lebensgefährliche „Dooring“-Unfälle: So können sie verhindert werden

Marcus

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janelli

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In meinem Radfahrerleben ist das - neben Fahrfehlern auf rutschigen Untergründen – wirklich mit Abstand Unfallursache Nummer 1: 1x Hand gebrochen wegen Dooring, 1x Ellenbogen gesplittert, mindestens noch 2x Mal erwischt ohne gravierendere Folgen und X-Mal nur davon gekommen, weil ich mit genug Abstand fahre, was bei den Autotüren von Zweitürern bedeutet: in der Fahrbahnmitte. Kampagnen, damit Autofahrer wenigstens dafür Verständnis haben, wären cool. Aber mir fällt es wirklich schwer, meinen Kindern zu sagen, sie sollen derart weit in der Mitte fahren, weil ich Angst habe, dass sie dann Konflikte mit aggressiven Fahrer*innen bekommen.
 

Thomas

Ja, ich bins.
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Ich fahre meist auch sehr mittig und habe dadurch schon einige Türen nicht getroffen. Deswegen wird man gern auch mal als Hindernis wahrgenommen. Ist echt eine blöde, sehr asymmetrische Sache, man muss beim Dooring eigentlich immer auf der Hut sein und mit den Fehlern anderer rechnen, für die es ja körperlich komplett ungefährlich ist.
 

BigMaaaac

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ich dachte bis grade eben, "Dooring" ist der blaue Fisch bei "Findet Nemo" !?

bis jetzt konnt ich noch jeder Tür rechtzeitg ausweichen,
wenn auch knapp,
auch mit dem Mopped.

wenn ich iwo am Strassenrand das Auto parke,
mach ich dir Tür nach Sichtkontrolle nach hinten erstmal nen Spalt auf,
das erkennt jeder Honk,
und dann weiter und raus.

leider fällt es zunehmend auf, das zwischen Radfahrer und Autolenker immermehr ein "der andere muss aufpassen"-Gedanke entsteht,
und viele nichtmehr auf die eigenen Gräten aufpassen !

lieber ne Sekunde warten als an Unfallfolgen knabbern !

mir wurd von nem Radfahren-Wiedereinsteiger mal gesagt:
"man müsse sein Recht durchsetzen und dementsprechnd fahren ! "

mein Kommentar dazu : "Honk"




passt auf euch auf, nehmt auchs Händy ausser Hand :) (y)
 

RWBiker

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mir wurd von nem Radfahren-Wiedereinsteiger mal gesagt:
"man müsse sein Recht durchsetzen und dementsprechnd fahren ! "
Womit er ja auch nicht ganz unrecht hat, denn viele Autofahrer gehen davon aus, dass Radfahrer keine Rechte im Verkehr haben. Und das liegt auch daran, dass einige Radfahrer den Autofahrern einfach Vorfahrt geben, obwohl der Autofahrer wartepflichtig ist. Die Folge: Bei der nächsten Rechts-vor-Links-Situation fährt der Autofahrer einfach, weil 'die Radfahrer halten eh' an. Beim Parken am Straßenrand gilt ähnliches. Linksabbiegen als Radfahrer mit Verkehr hinter dir. Dann halte besser am rechten Straßenrand an, bis der Verkehr vorgefahren ist. Und das Radfahrer auf der Straße fahren müssen, ist auch nicht allen Autofahrern bekannt.
Leider muß man festhalten, dass gegenseitige Rücksichtnahme wie in der StVO vorgesehen, nicht immer stattfindet, zu häufig leider nicht (das betrifft alle Verkehrsteilnehmer) und die Autofahrer müssen auch lernen, dass sie nicht alleine sind auf dieser Welt.
 

BigMaaaac

zuschwer für sein Gewicht
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jo, Rechte hast du als Fahrradfahrer auch,
viele beharren aber drauf, das der Autofahrer diesem auch nachkommt.

und dann wird sich auchnoch im VerkehrsChaos versteckt,
und mit gebückter Haltung "Rechts vor Links" erwartet.

viele von uns Bikern sind leider im StealthModus unterwegs,
kenne eig nur einen, der rumfährt als hätte ihn die MarketingAbteilung von M3 Reflexionstechnik eingekleidet.
etwas overdressed vll ?!

finde das in SüdEuropa ganz nett.
kommst mit dem 2Rad an eine uneinsichtige Strasse, kurz gehupt o. geklingelt und alle bekommen dich mit.

in den Ländern gibt es weniger gute Sozialversporgung im Krankheitsfall,
vll achten sie deswegen alle etwas besser auf sich u. andere.
 

RWBiker

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viele von uns Bikern sind leider im StealthModus unterwegs,
kenne eig nur einen, der rumfährt als hätte ihn die MarketingAbteilung von M3 Reflexionstechnik eingekleidet.
etwas overdressed vll ?!
Kleiner Witz am Rande:
  • Woran erkennt man einen deutschen Radfahrer in den Niederlanden?
  • An der Warnweste (und Helm)!

Aber wahrscheinlich liegt das eher daran, dass die Niederländer einen anderen Umgang miteinander im Straßenverkehr haben und dort auch Fahrradfahrer an sich präsenter sind.
Das mit dem Helm ist eine andere Sache, in NL brauchen übrigens auch 'Broemfiets'-fahrer keinen Helm, die sind da etwas relaxter, aber jeder wie er mag. Allerdings bei jedem Wind und Wetter den unter Helm in einen selbsreflektierende, tagleucht-gelben Regenschutz zu packen, damit man auch ja gesehen wird, eher nicht...

und dann wird sich auchnoch im VerkehrsChaos versteckt,
und mit gebückter Haltung "Rechts vor Links" erwartet.
Na ja, ich sehe keinen Anlaß an einer Kreuzung ohne besondere Vorfahrtsregelung prinzipiell anzuhalten, nur weil ein KfZ von links kommt. Das mache ich erst, wenn erkennbar ist, dass ein ... unterwegs ist. Analog für andere Situationen. (Könnte ich tonnenweise aufzählen). Man muß auch zwei Dinge klar sagen: Zum einen ist nur ein geringer Teil der Autofahrer der Meinung, dass im Straßenverkehr das Recht des Stärkeren gilt und zum anderen sind andere Verkehrsteilnehmer auch keine Engel und oft ebenfalls rücksichtslos. Das gilt insbesondere für Fahrrad- und E-Scooterfahrer, die meinen auf Gehwegen fahren zu dürfen und insbesondere ältere gebrechliche Menschen zu gefährden.
 

zarea

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Moin!

Ich bin in Schwerin mitten in West-Mecklenburg aufgewachsen und lebe auch hier. Es ist so: Hier ist Autofahrerland, hier fährt man kein Fahrrad. Punkt.
Nagut, vielleicht wenn man noch keinen Führerschein hat, oder selbigen mal für einen Monat/Jahr abgeben musste, oder an Feiertagen, bis die Kotze sauer schmeckt. sonst nicht. Warum auch wenn es auch mit Auto geht. ( paar "Verrückte" ausgenommen.)

Hier bräuchte es auch sehr viel Lobby-Arbeit für das Fahrrad. Da meines Erachtens das Rad maximal als Verkehrshindernis war genommen wird, vielleicht auch als Verkehrsraudie, aber nicht als Verkehrsmittel. nichtmal von den Radfahrern selbst.
So sehen halt auch die "Radwege" aus, also hier in Schwerin, vernachlässigt, an den Rand gedrängt, benachteiligt, selten durchdacht.
Die Situationen auf den Wegen, damit typisch: Fußgänger die nicht wissen, wie sie mit Radfahrern umgehen sollen und vom "Gemeinsam genutzten Rad-und Fußweg teilweise flüchten, Radfahrer die nichts vom "Rechtsverkehr" gehört haben, und Autofahrer die nicht wissen das Radfahrer keine Pilonen sind, oder nicht nur paar Dopingfälle aus den Sportfernsehen sind.

Natürlich achten die meisten Autofahrer/-innen auch auf den Radverkehr aber von 100 ist einer dabei der eine bränzliche Situation hervor ruft. Aber der Mensch hängt ja an seinem Leben, also die meisten, ich z.B.auch. Und so habe ich mir angewöhnt, solchen bränzlichen Situationen von vorn herein aus dem Weg zu gehen, äm, tschuldigung zu fahren. den wie es in einem anderen Atikel dieser Platform heist, macht Radfahren in der Natur gelassener. Ja, aber im Straßenverkehr eben nicht. Mich jedenfalls nich.

Auch ich habe schon fest stellen können, dass eine zügigere Fahrweise, die auch eine gewisse Selbstsicherheit und Konsequenz ausstrahlt, zu mehr Aufmerksam führt. Aber wenn man in der absoluten Minderheit ist, führt das zu keiner nachhaltigen Veränderung.

Und da wären wir wieder bei der Lobbyarbeit.....

---

Achja zum eigentlichen Thema:
Bin auch mal gegen eine Tür gefahren, vor 35Jahren oder so, war ein Trabant, der Fahrer hat sich erstmal um mich gekümmert, mir ist aber nichts passiert.
Seither nichts passiert, aber man wartet halt darauf, und so fahre ich auch nicht direkt neben den parkenden Autos her.

ui viel Text.
Gruß zarea!
 
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